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Ausrichtung gilt der Förderung der Artenvielfalt und der Maßnahmen gegen den Klimawandel

Wie mancher Beobachter vielleicht schon bemerkt hat: Die Stadt Neumarkt hat ihr Pflegekonzept für die städtischen Grünflächen angepasst. Es geht nun nicht mehr darum, eine stets gepflegte Fläche mit kurzen Gräsern und ohne Beiwuchs zu haben, sondern die Ausrichtung wurde dahingehend verändert, dass nun Gesichtspunkte des Artenschutzes und des Klimawandels berücksichtigt werden. „Unsere städtischen Grünflächen tragen zum einen zur Naherholung der Bürger bei, sie verbessern aber zum anderen auch das Stadtklima, indem sie Hitze reduzieren, Luft reinigen, CO2 speichern und Regen zurückhalten können“, umschreibt Oberbürgermeister Thomas Thumann die vielfältigen Funktionen. „Es war eine sinnvolle Maßnahme, dass wir nun diese Bedeutung noch mehr berücksichtigen und die Artenvielfalt fördern wollen. Das aber erfordert eine andere Art der Einrichtung und Betreuung der Grünflächen.“ Mit der Umstellung bei der Anlage und Pflege der wichtigen Grüninseln können gleichzeitig artenreiche und damit ökologisch wertvolle Flächen entstehen, die einen zusätzlichen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz leisten, auch über die Grenzen der Stadt hinaus.

Die Stadt Neumarkt hat gemeinsam mit Dr. Philipp Unterweger, einem Fachmann für Biodiversität, ein stufenweises Konzept entwickelt, um mehr attraktive Lebensräume für unterschiedliche Pflanzen, Insekten und Vögel auf den öffentlichen Flächen im Stadtgebiet entstehen zu lassen. Häufigkeit, Zeitpunkt und die Art der Pflege beeinflussen entscheidend die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in den Grünflächen sowie im sogenannten Straßenbegleitgrün. Insbesondere beim Straßenbegleitgrün sind aber neben den ökologischen Zielen zwingend auch weitere Aspekte wie Verkehrssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Arbeitssicherheit für die Beschäftigten zu berücksichtigen.

Die Stadt Neumarkt hatte bereits 2004 mit dem Stadtleitbild „Zukunftsfähiges Neumarkt“ die nachhaltige Entwicklung ins Zentrum der Stadtpolitik gestellt. Seither wurden viele Maßnahmen bereits umgesetzt und unzählige Aktionen durchgeführt. Die deutliche Ausrichtung Neumarkts in diesem Sektor zeigte sich z.B. auch durch die Unterzeichnung des europaweiten Konvents der Bürgermeister durch OB Thumann in Brüssel im Jahr 2009, den Beitritt zum Klimabündnis und durch die Aufnahme Neumarkts als eine von bundesweit 19 Modellkommunen im Masterplan 100 Prozent Klimaschutz. Schon seit Jahren ist die Stadt bundesweit in vielen Belangen Vorreiter und hat nicht umsonst zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie etwa im Jahr 2012 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis oder 2019 den Titel als Hauptstadt des Fairen Handels.

Dieses Engagement der Stadt Neumarkt im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz soll im Hinblick auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen durch die Verknüpfung mit der Förderung von Biodiversität weiter gesteigert werden: Um die Artenvielfalt sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen zu erhöhen, werden deshalb vermehrt geeignete innerstädtische Grünflächen in Parkanlagen, Grünzügen und Straßenzügen seltener und später im Jahr als bisher gemäht. Weitere Maßnahmen sind in Planung. Wenn also künftig blühende Wiesen mit Pusteblumen und lange Grashalme sich im Wind wiegen, handelt es sich nicht um mangelnde Pflege, sondern um einen starken Beitrag für die Umwelt.

In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls beabsichtigt, den Fuhrpark der städtischen Gärtnerei Zug um Zug an die neue Arbeitsweise anzupassen und entsprechend entwickeltes Mähwerkzeug zu beschaffen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die wichtige Arbeit der Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und des Bauhofs, die zu einem lebenswerten Umfeld mit Pflanzen- und Tiervielfalt beitragen. Manche innerstädtischen Grünflächen sind dadurch zwischenzeitlich artenreicher als vergleichbare Flächen in der freien Landschaft.

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