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Konzepte für das Neumarkter Flugfeld-Areal präsentiert

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Der Hangar muss nicht zwingend “fliegen”

“Wir können viel von der ‘alten’ Stadt Neumarkt lernen, wenn wir auf dem Flugplatz die
‘neue’ Stadt Neumarkt gestalten”, betont David Sim gleich zu Beginn der Videopräsentation, welche der Kreativdirektor des Kopenhagener Architekturunternehmens Gehl scheinbar aus dem heimischen Wohnzimmer anmoderiert. Zusammen mit den Planern von Büro Vogelsang in Nürnberg sind die Dänen für die “Visionen” rund um das Flugfeld-Areal in Neumarkt zuständig. Noch starten und landen dort die Maschinen der Flugsportvereinigung, in naher Zukunft soll sich auf dem Gelände die Jurastadt jedoch markant weiterentwickeln. Da die Corona-Pandemie keine Reisen der Stadtplaner zuließ, präsentieren diese ihre ersten Ideen in einem 17-minütigen Video, welches auf der Webseite der Stadt Neumarkt abrufbar ist.

Fünf grundlegende Konzepte werden in dem Clip vorgestellt – eine Variante orientiert sich beispielsweise an der gewachsenen Siedlungsstruktur der historischen Altstadt (“Neu-Neumarkt”), ein anderes Design stellt “klare Kanten und Parks” in den Vordergrund. Was alle fünf Konzepte eint, ist der Wunsch, die Sonneneinstrahlung auf dem Gelände optimal auszunutzen und möglichst harmonische Übergänge zu den direkten Nachbarn zu schaffen – sowohl dem Gewerbegebiet an der Nürnberger Straße als auch den bestehenden Einfamilienhäusern im Süden und dem Klinikum. Das bestehende Gebäude des Flughangars könnte weitergenutzt werden und dem neuen “Stadtteil” eine besondere Identität geben. Auch die eventuelle Entstehung eines zusätzlichen Bahnhofes im Westen des Gebietes haben die Planer auf dem Schirm.

Laut Stadtratsbeschluss sollen diese fünf Konzepte nun weiterentwickelt werden und dann die Basis für Bürgerbeteiligung bilden. „Wir wollen für dieses eigenständige Areal und die größte zusammenhängende Entwicklungsfläche in der Stadt keine Einschränkungen in der Konzeptplanung vorgeben“, betont Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann. „Alles soll denkbar und offen sein – von den unterschiedlichsten Baustoffen und den variabelsten Gebäudeformen über die Möglichkeiten des Zusammenlebens und Wohnens bis hin zu Fragen des Verkehrs und der täglichen Infrastruktur.“

Um sich möglichst viele Optionen offenzuhalten, hatten die Stadträte nicht – wie von der Stadtverwaltung angeregt – die fünf Rohkonzepte auf drei reduziert. Als nächste Schritte stehen die Information und Beteiligung der Bürger an. Danach wird wieder die Politik gefragt sein, zum einen in der Lenkungsgruppe „Städtebauliche Entwicklung“ und zum anderen mit den weiteren Beschlüssen im Stadtrat.

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