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Oberbürgermeister Thumann und Sportreferenten informieren Vereinsvertreter über geplantes Zentrum

Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann hat zusammen mit den Sportreferenten Martin Meier, Günther Stagat und Roland Kuß erste Informationen zu dem angedachten möglichen Sportpark Neumarkt gegeben. Eingeladen hatte das Stadtoberhaupt dazu wie angekündigt die Vertreter der großen Sportvereine in Neumarkt. Im Theatersaal des Turnerheims erläuterte er ihnen zunächst die Grundüberlegungen der Stadt und zeigte anhand eines Luftbildes die mögliche Platzierung eines solchen Sportparks im Anschluss an das Sportgelände des SV Stauf. „Was wir hier planen ist nichts anderes, als eine zukunftsfähige Lösung für alle Sportvereine der Stadt“, so Oberbürgermeister Thumann zur Zielrichtung. „Was wir anbieten wollen sind Räumlichkeiten und Plätze, wo die Neumarkter Sportvereine für die eine oder andere Sportart oder für einzelne Gruppen ihres Vereins Platz finden, damit sie diese dort ausüben können. Das Besondere dabei ist, dass wir als Stadt das Projekt investieren und auch den Betrieb verwalten, so dass es hier keinen Verein gibt, der die Hand draufhat, sondern eben die Stadt dies allen Vereinen für mögliche Bedarfe zur Verfügung stellt.“

OB Thumann erinnerte noch einmal daran, dass er eine Information zu dem angedachten Vorhaben erst dann geben konnte, wenn die Stadt die dafür benötigten Grundstücke erworben hat. Dies war Ende Dezember geschehen. Schon im Januar habe er dann erste Gespräche mit Vertretern des SV Stauf und dann mit dem ASV Neumarkt geführt. Als nächster Schritt stand nun die Information der anderen Sportvereine in der Stadt auf dem Programm. Zugleich solle nun bei den Verantwortlichen der Vereine abfragt werden, welche Chancen und Möglichkeinen sie für ihren Verein bei diesem Projekt sehen. Insbesondere sollen sie sich nun Gedanken machen, ob und wenn ja für welche Sportart und Mannschaft sie sich vorstellen könnten, im Sportpark Räume oder Plätze zu nutzen. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Mehrfachturnhalle und ein Sportparkzentrum sei es denkbar, dass bestimmte Sparten der Vereine dort Übungsstätten erhalten, aber Sportvereine vielleicht sogar die Möglichkeit haben, neue Sportarten in ihrem Verein anzubieten.

Dabei betonten Oberbürgermeister Thumann und die Sportreferenten mehrfach, dass es nicht darum geht, die bestehenden Vereine aus den Ortsteilen oder ihrer bisherigen Umgebung herauszulösen, um sie in den Sportpark zu transferieren. Ziel sei es auch nicht, die Sportvereine zusammenzulegen oder aufzulösen. Es gehe vielmehr darum, die bestehenden Sportvereine zu unterstützen und sie zu entlasten. Man könne durch den Sportpark zusätzliche Angebotsmöglichkeiten schaffen, so dass zum Beispiel nicht jeder Verein einen eigenen Fitnessraum für diesen Sportbereich aufbauen und betreiben müsste oder nicht jeder Verein eigene Tennisplätze besitzen müsse. Gerade für einzelne besondere Sportarten oder Sportarten mit nur wenigen Mitgliedern bietet es ich an, eine zentrale Lösung durch die Stadt zu schaffen, die dann den Vereinen zugutekommt, die diese nutzen wollen.

„Es geht vor allem um Synergieeffekte, um Entlastung der Vereine und um Unterstützung der Vereine durch die Stadt in einem neuen Umfang“, bekräftigte Oberbürgermeister Thumann. „Mit unserem geplanten Sportpark ist nicht gedacht, dass wir die sonst übliche Unterstützung der Vereine damit reduzieren.“ Der neue Sportpark werde auch kein ASV Sportzentrum oder ein reiner Ersatz dafür sein, wenngleich sich verschiedene Bereiche des ASV dort wiederfinden könnten. In dem Zusammenhang teilte Oberbürgermeister Thumann auch mit, dass es im Hinblick auf das ASV Gelände die Anfrage des Landkreises gebe, Teilflächen für einen Neubau des Berufsschulzentrums zu erwerben. Zudem bestehe die Problematik im Hinblick auf die marode Sporthalle des ASV.

All diese Punkte seien mit ausschlaggebend gewesen, über ein Sportzentrum nachzudenken, an dem sich bestimmte Sportbereiche des ASV genauso wie die von anderen Vereinen der Stadt wiederfinden können, wie Stadtrat Meier darstellte. „Unser Ansatz ist es, den Vereinen ein Zusatzangebot zu schaffen, das ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten bietet und sie entlastet“, so die Intention von Sportreferent Meier. „Es ist denkbar, dass wir sogar im Zentrum Sportmöglichkeiten schaffen können, für die dann die jeweiligen Vereine an ihrem angestammten Sitz neue Abteilungen gründen und so mitgliedermäßig wachsen können.“ Man müsse hier über das Bestehende hinausdenken und zukunftsorientiert vorgehen.

Für Stadtrat Stagat geht es darum, nicht nur den Fußball zu betrachten, sondern darüber hinaus zu schauen, welchen Bedarf es in anderen Sportbereichen gibt. „Wir wollen hier Räume bieten, wo auch Randsportarten oder andere Sportarten mit einem bestimmten Anspruch an spezielle Räume und Plätze eine Heimat finden können. Dabei sind wir offen für das, was an Vorschlägen und Wünschen aus den Vereinen kommt.“ Dafür sei auch diese Information gedacht gewesen, aus der heraus die Vereinsvertreter nun Überlegungen anstellen können.

Dies bestätigte auch Stadtrat Kuß, der unterstrich, dass alle Vereine das Zentrum nutzen können. „Das Ganze wird erfolgreich sein, wenn alle zusammenarbeiten und gleichzeitig aber auch jeder Verein eigenständig bleibt“ so Sportreferent Kuß weiter. „Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass die Stadt hier ein tolles Angebot bereitstellt, sich darum kümmert und es auch verwaltet. So werden Vereinen auch entlastet, bei denen es doch zudem immer wieder Probleme gibt, genügend Ehrenamtliche für alle Bereiche zu finden. Der Sportpark ist eine große Chance.“

Im Rahmen des Gesprächs äußerten die Vereinsvertreter ihre Ansichten zu dem geplanten Sportpark und stellten auch viele Fragen. Als nächster Schritt wurde angebracht, dass die Vereinsvertreter nun in ihren Vereinen Überlegungen anstellen, welchen Bedarf sie für welche Art von Nutzung hätten, die in einem Sportpark unterkommen könnte. Anschließend soll diese Materialsammlung an die Stadt gesendet werden. Daraus will die Stadt über das Hochbauamt einen ersten baulichen Konzeptentwurf entwickeln lassen.

All das soll zügig geschehen, wie Oberbürgermeister Thumann bestätigte: „Ich möchte schon, dass wir dieses Thema zeitnah voranbringen und bitte daher, dass die Rückmeldungen entsprechend gegeben werden und wir dann auch umgehend die nächsten Punkte angehen werden. Dazu gehört auch, sobald wir eine erste Projektskizze haben, dass ich auf die Bewohner in Stauf zugehen werde und ihnen erste Informationen zu dem geplanten Vorhaben geben will. Derzeit macht dies wenig Sinn, denn außer einer Ankündigung, dass wir eventuell eine solche zentrale Sportstätte planen, könnte ich keine Antworten geben, was für Bauwerke dort entstehen, wie viel die jeweiligen Anlagen genutzt werden oder welche Sportarten da überhaupt untergebracht werden.“

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