Sigi Müller freut sich auf „Afterwork“
„Das Leben ist Veränderung!“ Diesem Grundsatz ist der langjährige Leiter des Jugendbüros der Stadt Neumarkt, Sigi Müller, stets treu geblieben und so wundert es nicht, dass er auch das Ende seines Berufslebens gleichzeitig als Anfang von etwas Neuem sieht. Der „Jugendpfleger aus Leidenschaft“ setzt sich stets für eine bunte und vielfältige Gesellschaft ein. Seine kulturpädagogisch orientierten Projekte waren daher permanenter Veränderung ausgesetzt. Die Projektschwerpunkte „Zirkus“, „Indianer“, „Afrika“ oder „Kelten“ hatten nicht nur bei den Kinder-Ferienspielen stets zum Ziel, unbekannte Kulturen kennenzulernen und sie – sofern möglich – zu erleben. Die Schulübergreifenden Theatertage oder das Projekt „G6-TV“ halfen Brücken zwischen den Schularten zu bauen und Elemente des psychosozialen Lernens in die Schulen zu tragen. Wichtig war für ihn aber auch, junge Menschen an gesellschaftlichem Leben zu beteiligen. Das zeigte sich schon bei der Entstehung des G6, dem Haus für Jugend, Bildung und Kultur. Alle Generationen wurden bereits in der Planung eingebunden und konnten Einfluss nehmen – auf Augenhöhe und in gegenseitiger Wertschätzung und mit Respekt. Dies ist nach wie vor die Leitlinie im G6, das als kulturelles Zentrum Neumarkts Bildung, Freizeit und Kultur miteinander verknüpft. Es bietet über alle Generationen hinweg den Menschen, die sich engagieren, aktive Beteiligungs- und Einflussmöglichkeiten.

Doch wer glaubt, damit haben wir unsere Hausaufgaben erledigt und können nun die Hände in den Schoß legen, irrt genauso wie der Schüler, der nach der Zwei in Mathe hofft, es möge keine weitere Klassenarbeit mehr folgen. Die Welt dreht sich weiter und dabei entstehen neue Herausforderungen. Die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft, die vermehrt auftretende Aggressivität in Sprache und Verhalten, wachsende ökonomische Probleme und ein schwindendes Selbstwertgefühl sind nur ein paar Stichworte, die deutlich machen, wie wichtig eine gute Jugendarbeit auch in der Zukunft sein wird. „Doch bevor ich gehe“, so Sigi Müller, „möchte ich erst noch einmal von ganzem Herzen ‚Danke, Neumarkt!‘ sagen! Danke an alle, die in den letzten fast 22 Jahren die positive Entwicklung der Neumarkter Jugendpflege unterstützt und mitgetragen haben. Das fängt bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Jugendbüro an, geht über die vielen Ehrenamtlichen (Jung und Alt) im G6 und in unseren Projekten, die Stadtverwaltung, die Schulen, soziale und öffentliche Einrichtungen aber auch Vereine, Firmen und nicht zuletzt an unseren Förderverein und auch die engagierten Politikerinnen und Politiker im Stadtrat. Letztlich ist es gelungen, immer wieder Allianzen für junge Menschen in unserer Stadt zu schaffen – und das braucht es auch in Zukunft! Auch wenn auf den ersten Blick nicht sofort für jeden erkennbar: Gute Jugendarbeit ist letztlich ein gewichtiger Standortfaktor, wie der Gemeinde- und Städtetag in seinem Papier zur Jugendarbeit in den Kommunen in Bayern treffend feststellt. Wenn junge Menschen sich in ihrer Stadt wertgeschätzt und beachtet fühlen, bleiben sie auch gerne nach ihrer Ausbildung in ihren Heimatgemeinden.“
Mehr zur Jugendarbeit in Neumarkt gibt es unter www.jugend-neumarkt.de

