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Zur Verehrung der Gottesmutter: Bischof Gregor Maria Hanke weiht neue Kapelle am Auerberg ein

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Eichstätt/Greding. (pde) – Die neue Kapelle am Auerberg bei Untermässing hat der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke am Freitag, 2. Juli, bei einem Gottesdienst geweiht. Über 200 Gläubige nahmen daran teil. Anlässlich des Festtages Mariä Heimsuchung und der besonderen Widmung der Kapelle für die Gottesmutter sagte der Bischof: „Maria ist die Tür. Durch diese Tür tritt Christus zu uns.“ Dafür stünden symbolisch die großen Tore des Gotteshauses auf dem Berg, die bei der Liturgie geöffnet waren. Konzelebranten der heiligen Messe waren der Eichstätter Generalvikar P. Michael Huber, Gredings Pfarrer Richard Herrmann, der Ruhestandsgeistliche Michael Hierl aus Berngau, Pfarrer Martin Fuchs aus Berg bei Neumarkt und Pfarrer Josef Schemmerer aus Chammünster. Auch der Gredinger Diakon Bernhard Bäumler und der frühere Eichstätter Bischof Walter Mixa nahmen am Gottesdienst teil, der musikalisch vom Dreigesang Atrio aus Weinfeld umrahmt wurde.

Mit Unterstützung von Bischof Hanke und des Vorsitzenden des Vereins Auerberg Gebetsstätte, Josef Schmidramsl, zündeten zwei Kinder beim Gottesdienst Dochte zum Verbrennen des Weihrauches in den Feuerschalen an. Foto: Peter Esser

Mit großer Freude und Dankbarkeit

Der Vorsitzende des Vereins Auerberg Gebetsstätte, Josef Schmidramsl, blickte mit großer Freude und Dankbarkeit auf das neue Bauwerk. Vor den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern sagte er: „In dem architektonischen und handwerklichen Glanzstück wird nun eine besondere Verehrung Gottes und der Gottesmutter möglich.“ Schmidramsl erinnerte in seiner Ansprache an den im vergangenen Jahr verstorbenen Hubert Bittl aus Neufahrn bei Freising. Dieser war durch eine besonders tiefe und innige Beziehung zu Gott und zu Maria zu dem Ort der heutigen Gebetsstätte und Kapelle geführt worden und hatte ihn seither für viele Menschen zugänglich gemacht. Die zugrundeliegende intensive Glaubenserfahrung am Beginn der Siebzigerjahre hatte Bittl immer wieder geprüft und mit Priestern am Ort, anderen Priestern seines Vertrauens und dem zuständigen Bischof von Eichstätt besprochen.  Der Vereinsvorsitzende dankte Behörden, Handwerkern, Förderern und nicht zuletzt der Gebetsgemeinschaft für ihren Einsatz für die Entstehung der Kapelle. Diese ist eine Holz-Glas-Konstruktion, die knapp 80 Quadratmeter groß ist und knapp 40 Gläubigen Platz bietet. Nach Mitteilung Schmidramsls kostete der Bau rund 250.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Leadertopf der Altmühl-Jura-Gemeinden, von der St. Willibald-Stiftung der Diözese Eichstätt sowie von Spendern aus der Mitgliedschaft und aus Eigenmitteln des Vereins.

„Künderin des offenen Himmels“

Bischof Hanke betonte in seiner Predigt an der marianischen Gebetsstätte, Maria habe Christus nicht für sich empfangen. „Maria empfing Christus, um ihn den Menschen zu bringen. Sie trägt Christus hinaus in die Welt.“ Nach der Überzeugung des Bischofs „brauchen wir Maria, um das Wesen des Kircheseins zu erkennen, denn Maria und die Kirche gehören untrennbar zusammen.“ Häufig klagten Menschen über eine vermeintliche Gottesferne. Dadurch dass Gott aus Maria in Christus Mensch wurde, sei er den Menschen aber ganz nahe gekommen. Damit habe er deutlich gemacht: „Ich bin da!“ Diese Zusage halte die Kirche wach. Ihre Botschaft laute: „Das Reich Gottes ist im Kommen. Maria ist Künderin des offenen Himmels, offen für dich und für mich.“  Der Bischof erinnerte an die Worte Jesu in der Bibel „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18,20). „Das ist Kirche im Kleinen. Da ist der offene Himmel, wir sind nicht verlassen“, sagte Hanke vor den zahlreichen Gläubigen am Auerberg. Und er bat diese darum, nach dem Vorbild der Gottesträgerin Maria selbst zu Gottesträgern zu werden. Vorbild sei Maria vor allem auch dadurch, dass sie beim Sterben ihres Sohnes unter dem Kreuz ausharrte und blieb. Nach diesem Beispiel bat Hanke die Mitchristen darum, selbst solidarisch und sensibel für das Leid anderer zu werden. Darin zeige sich der heilende Dienst der Kirche.
Der Bischof segnete die Kapelle und die Gläubigen mit Weihwasser und salbte den Altar mit Chrisamöl. Einigen Kindern, die diesen Vorgang aus der Nähe verfolgten, erläuterte er: „Das bedeutet, der Altar gehört jetzt ganz Christus.“ Anschließend zündeten Hanke und zwei Kinder fünf Feuerschalen auf dem Altar an, die für die fünf Wunden Jesu am Kreuz stehen.

„Heiligtum“ nach dem Kirchenrecht

Bischof Hanke hatte die Gebetsstätte bereits vor fünf Jahren als „Heiligtum“ bezeichnet. Das ist nach dem Kirchenrecht „eine Kirche oder ein anderer heiliger Ort, zu dem aus besonderem Frömmigkeitsgrund zahlreiche Gläubige mit Gutheißung des Ortsordinarius pilgern“. Nach Informationen auf der Internetseite des Vereins Auerberg Gebetsstätte hat die kleine Waldlichtung mit einem Marienbildstock und einem Kreuz eine ganz eigene Prägung erhalten. „Viele, die hinaufgehen, spüren, dass dieser kleine Ort etwas Besonderes ist, gleichsam ein Ort, wo man dem Himmel näher kommt, ein Ort, an dem wir erahnen können, dass Gott unter uns Menschen da ist“, heißt es dort.


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