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Tee, Gewürz und Friedens-Tüte: Weihnachtspost für Eichstätter Missionare

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(pde) – In den Adventswochen erhalten rund 60 Missionare aus dem Bistum Eichstätt sowie Ansprechpersonen in den Partnerdiözesen Post von Bischof Gregor Maria Hanke und dem Referat Weltkirche. Neben Weihnachtsgrüßen enthalten die Pakete Kräutertee aus dem Hortus Eystettensis, ein Lebkuchengewürz und eine Friedens-Tüte.

Das spezielle Lebkuchengewürz soll den Empfängerinnen und Empfängern ermöglichen, „auch fern von Bayern originalgetreuen Lebkuchen zu backen und sich auch in der Ferne am Geschmack der Heimat zu erfreuen“, wie Bischof Hanke schreibt. In seinem Weihnachtsbrief berichtet der Eichstätter Oberhirte über die „unübersichtliche“ Corona-Lage in Deutschland und zeigt sich besorgt über den Synodalen Weg, der von den Bischöfen gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken begonnen wurde, um den Umgang der Kirche mit sexuellem Missbrauch durch Kleriker und kirchliche Mitarbeiter aufzuarbeiten. Mittlerweile beschäftige sich die Synodalversammlung aber mit kirchenpolitischen Forderungen. „Ich fürchte, dass wir uns viel zu sehr mit uns selbst beschäftigen, um ‚relevant‘ zu bleiben für die Gesellschaft, dass wir die Gemeinschaft des Glaubens mit der Weltkirche beschädigen und am Ende dieses Weges viel zerschlagenes Porzellan haben, da die vorhandenen Gräben innerhalb der Kirche noch tiefer geworden sind“, so Hanke. Er hoffe, dass der von Papst Franziskus ausgerufene weltweite synodale Prozess es ermögliche, den Fokus der Kirche in Deutschland wieder zurück auf die notwendige geistliche Erneuerung und die Neuevangelisierung zu richten.

Der Eichstätter Bischof wirft auch einen Blick nach vorne: Im Oktober 2022 wird das Bistum Eichstätt Gastgeber des Hauptgottesdienstes von missio München am Weltmissionssonntag sein. „Ich hoffe, dass wir die Pandemie bis dahin soweit in den Griff bekommen haben werden, dass wir unsere internationalen Gäste ohne Einschränkungen empfangen können und diesen Tag in gewohnter Weise gemeinsam begehen können“, schreibt Hanke.

Von missio München und anderen katholischen Hilfswerken stammt die Friedens-Tüte, die das Referat Weltkirche in die Weihnachtspost gepackt hat. Sie ist Teil einer Kunstaktion zur Frage „Was trage ich bei für eine friedliche Welt?“ Die Empfängerinnen und Empfänger können die Tüte behalten oder mit ihrer künstlerisch gestalteten Antwort bis Juni 2022 nach Eichstätt zurück senden, damit sie mit vielen anderen bemalten Tüten zu einer großen Kunstinstallation wird.

Dem Weihnachtspäckchen hat das Referat Weltkirche auch seinen Jahresbericht 2020 beigefügt. Knapp eine halbe Million Euro aus eigenen Mitteln hat die Diözese Eichstätt im vergangenen Jahr für 74 soziale und kirchliche Projekte in 27 Ländern zur Verfügung gestellt. „Im Jahr 2021 waren unsere weltkirchlichen Aktivitäten, wie schon im Vorjahr, stark durch die Corona-Pandemie geprägt“, berichten Weltkirche-Referatsleiter Dr. Gerhard Rott und Weltfreiwilligendienst-Referentin Manuela Lüger. Viele der klassischen Bildungsformate hätten nicht durchgeführt werden können, ersatzweise seien neue digitale Veranstaltungen organisiert worden. Umso erfreulicher sei es gewesen, den zweiten Jahrgang für einen Weltfreiwilligendienst, der vom Referat Weltkirche vorbereitet wurde, Ende Oktober nach Ghana entsenden zu können. Drei junge Menschen sind bis August 2022 vor Ort, um in einem Agroforst-Projekt zusammen mit den Jugendlichen aus den dortigen Pfarreien Bäume anzupflanzen und zu pflegen, die für das Klima gut sind und gleichzeitig die Ernährungssicherung der Region verbessern.

Die diesjährige Weihnachtspost des Referats Weltkirche geht an Missionare aus dem Bistum Eichstätt und andere Ansprechpersonen in folgenden Ländern: Bolivien, Brasilien, Burundi, Chile, Tschechien, Kongo, Frankreich, Ghana, Indien, Italien, Kuba, Peru, Simbabwe, Südafrika, Tansania, Uganda und USA. Weitere Informationen zum weltkirchlichen Engagement des Bistums Eichstätt unter www.bistum-eichstaett.de/weltkirche.

Schwester Karoline Meyer aus Eichstätt widmet ihr Leben seit 1968 den Armen und Bedürftigen in Chile, Bolivien und Peru. Foto: Fundacion Christo Vive.

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