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Stadt errichtet weiteres Hochwasserrückhaltebecken

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Hochwasserschutz wird ausgeweitet

Die Stadt Neumarkt errichtet bis zum Sommer für rund 1,6 Millionen Euro ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken, diesmal im Bereich Altweihergraben beim Stadtteil Woffenbach. Mit seinen über 18.000 Kubikmeter Fassungsvermögen ist die zweigeteilte Anlage eine der größten in der Stadt. Sie dient dazu, das Abflusssystem des Woffenbachs bei Starkregenfällen nicht zu überfordern, indem das Wasser im Notfall aus einem 2,5 Quadratkilometer großen Areal zeitweise aufgenommen wird. Für das zweitgeteilte Becken am Altweihergraben wird eine vorher intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche naturnah zu einem zweigeteilten Erdbecken mit einer artenreichen Wiese und feuchten Senken umgebaut. „Dabei entstehen durch unser sorgsames Vorgehen vielseitige Lebensräume für Pflanzen und Tiere“, stellt Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann fest, der sich zusammen mit dem Leiter des Umweltamtes der Stadt Werner Schütt ein Bild von den im Herbst gestarteten Arbeiten machte. „Fachleute haben uns bei den Hochwasserbecken wie zuletzt bei denen am Flussgraben in Pölling bestätigt, dass wir bei der ökologischen Planung und Umsetzung den Natur- und Artenschutz vorbildlich mit einbezogen haben. Laut deren Aussage haben wir dadurch wertvolle Lebensräume für eine Vielfalt an Arten geschaffen, ja sogar für welche, die vorher gar nicht vorhanden waren. Und nicht zu vergessen: diese Becken sind der wirkungsvolle Schutz für unsere Bürger, deren Hab und Gut im Fall der Fälle, auch wenn dieser nur selten eintritt.“ 

Das Einzugsgebiet für das neue Regenrückhaltebecken bei Woffenbach beträgt rund 2,5 Quadratkilometer. Das gesamte Beckenvolumen umfasst über 18.000 Kubikmeter, dafür werden rund 8.500 Kubikmeter Oberboden und rund 37.000 Kubikmeter Erde abgetragen. Die Planung liegt beim Ingenieurbüro Dotzer aus Neumarkt, die ökologische Planung und Bauleitung hat Landschaftsarchitekt Stefan Weidenhammer aus Amberg übernommen. Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei rund 1,6 Millionen Euro, wobei die Stadt Neumarkt auf eine Förderung von rund 50 Prozent vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg hoffen darf. Das ausführende Unternehmen ist die Firma Max Bögl aus Neumarkt. Fertiggestellt werden soll die zweiteilige Hochwasserrückhalteanlage am Altweihergraben bis zum Frühsommer 2021.

Schon seit Jahren gehört der Schutz vor Überflutung aus der Kanalisation und der Hochwasserschutz zu den wichtigen Aufgaben der Stadt. Die Schaffung von Stauraumkanälen, Regenrückhaltebecken und neuen Kanalsystemen sind die eine Säule des Schutzkonzeptes, die andere ist der Bau von an den Bächen gelegenen Hochwasserrückhaltebecken. Auf der Grundlage des seit 2006 bestehenden Hochwasserschutzkonzeptes werden kontinuierlich weitere Becken und damit zusätzliches Rückhaltevolumen für starke Regenfälle geschaffen. Zuletzt hat die Stadt z.B. im Bereich Flußgraben bei Pölling ein zweigeteiltes Erdbecken errichtet.

Ein unterirdisches Regenrückhaltebecken mit drei Kammern wurde an der Sandstraße/Seelstraße eingebaut, darüber befinden sich inzwischen der Parkplatz und das Parkdeck am Freibad. „Für den Bau von Regenrückhalteinrichtungen in der Kanalisation und an den Bächen hat die Stadt in den letzten Jahren über 18 Millionen Euro investiert und es dadurch erreicht, dass Schadensereignisse minimiert oder ganz verhindert werden konnten“, betont Oberbürgermeister Thumann. „Weitere mehr als 20 Millionen Euro haben wir für den Kanalbau ausgegeben und dabei insbesondere durch die Schaffung von Stauraumkanälen die Schutzfunktion noch erhöht. Diese wichtigen Maßnahmen zur Infrastrukturverbesserung gehen zwar in die zig-Millionen und man sieht sie nicht. Weil dadurch dann aber auch kaum mehr etwas passiert, vergisst man rasch, dass es früher oft ganz anders ausgegangen ist, wenn wir mit Starkregen konfrontiert waren. Ich erinnere nur an die Bahnunterführung in der Freystädter Straße, die bei stärkeren Regenfällen regelmäßig vollgelaufen ist und gesperrt werden musste. Seit wir das unterirdische Hochwasserrückhaltebecken unter dem Parkplatz an der Freystädter Straße errichtet und die flankierenden Maßnahmen mit den Stauraumkanälen dort umgesetzt haben, gibt es keine Überschwemmungen im Bereich der Unterführung mehr. Da wie an den anderen Stellen im Stadtgebiet wird ersichtlich, dass unsere schon seit vielen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Klimaanpassung greifen. Auch das ist Umweltschutz und nachhaltiges Handeln.“

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