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Stadt errichtet PV-Anlage auf dem Klärwerk

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Die Stadt Neumarkt schreitet in ihrer nachhaltigen Ausrichtung weiter voran und plant, im Bereich der Kläranlage an der Schönmühle eine PV-Anlage zu installieren, die eine Gesamtleistung von 769 kWp erreichen soll. Damit könnte ein Stromertrag von 776.818 kWh pro Jahr erreicht werden. An Investitionskosten werden dafür rund 1,1 Mio. Euro geschätzt. Erste Überlegungen dazu wurden in der Stadtratssitzung am 26.1.2023 vorgestellt. Oberbürgermeister Thomas Thumann sieht darin eine weitere Möglichkeit, die ohnehin schon nahezu energieautarke Kläranlage zu einem richtigen Vorzeigeobjekt hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energienutzung zu machen. „Die PV-Anlage hat großen Charme und bietet uns großes Potential“, so das Stadtoberhaupt. „Auch dies ist ein weiteres Projekt, mit dem wir die Energieversorgung in der Stadt durch eigene Anlagen ergänzen.“ Im Rahmen einer Potentialanalyse wurde ermittelt, ob sich eine solche Anlage rechnet.

Laut Alicia Schober vom Institut für Energietechnik (IfE) amortisiert sich die Anlage in gut neun Jahren bereits. Zuvor hatte Werner Schütt, der Leiter des Umweltamtes der Stadt, ausgeführt, wie weit die Kläranlage bereits jetzt im Bereich der Energieautarkie fortgeschritten ist. Durch stetige sinnvolle Investitionen sei durch die Energiebereitstellung aus Reststoffen im Wasser mittels Verstromung des anfallenden Klärgases und dem Betrieb hocheffizienter Gasmotoren eine Autarkie von rund 95 Prozent für die Anlage erreicht. Die Stadt ist damit einmal mehr Vorreiter bei der Schaffung einer solchen energieautarken Kläranlage. Immer wieder habe die Stadt in energieeffiziente Prozessführungen beim Klärvorgang sowie in wirksame Aggregate zur Reinigung des Abwassers investiert, um diese hohe Qualität zu erreichen. Die Stadt Neumarkt erfüllt damit bereits jetzt den vom Umweltbundesamt ausgegebenen Zielwert beim Stromverbrauch für Kläranlagen von 18 kWh je Einwohnerwert. In Neumarkt liegt dieser Wert bereits jetzt mit 17,3 kWh je Einwohnerwert darunter. Um noch weitere Potentiale in diesem Areal zu nutzen, wurde das IfE im Juni letzten Jahres beauftragt, eine Potentialanalyse durchzuführen.

Die Stadträte zeigten sich sehr angetan von den vorgestellten Zahlen und Entwicklungsmöglichkeiten. Von vielen Seiten wurde dieses Vorhaben gelobt und das Vorgehen der Stadt bestätigt. Errichtet werden sollen die PV-Module sowohl auf dem Dach der bestehenden Gebäude im Bereich der Kläranlage als auch im Freiflächenbereich. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung, die Maßnahme weiter voranzutreiben und dafür entsprechende Planungsleistungen auszuschreiben.

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