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Sind Photovoltaik-Anlagen noch lukrativ?

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Die Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien steigen. Solarenergie ist neben Windkraft und Biogas ein elementarer Baustein zum Erreichen des Ziels der Treibhausgasneutralität 2045. Private Neubauten werden in der Regel mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, doch auch Bestandshäuser können aufgerüstet werden. Angesichts teilweiser unklarer Subventionen und Regeln ist das Risiko von Fehlinvestitionen unter gewissen Umständen nicht unerheblich. Als Alternative können Dachflächen an Großinvestoren vermietet werden, die Unsicherheiten dank Risikoverteilung minimieren. Dieses Vorgehen lohnt sich allerdings erst ab einer bestimmten Fläche.

Selbst investieren

Die Herstellungskosten der Photovoltaik-Anlagen sind über einen langen Zeitraum gesehen stark gesunken. Im Schnitt über 10 % jährlich seit 2006 nach unten gegangen liegt der Preis pro installiertem kWp aktuell bei etwa 1500 €. Die Tendenz zeigt aufgrund von Lieferengpässen jedoch nach oben. In einigen Bundesländern ist die Installation solcher Anlagen auf Neubauten bereits Pflicht, eine bundesweite Regelung ist noch nicht in Sicht. Mit staatlichen Förderungen bei der Kreditvergabe sowie einer höheren Einspeisevergütung sollen die Investitionen wieder lukrativer werden. Je nach Größe der Anlage liegen diese zwischen 8,2 ct pro kWh und 7,1 ct pro kWh. Ob sich die Investition lohnt, ist von weiteren Faktoren abhängig. Ein Faktor ist der Standort der Immobilie. Je südlicher das Eigenheim steht, desto mehr Sonnenstunden gibt es pro Jahr zu vermelden. Dementsprechend amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage in Baden-Württemberg und Bayern deutlich schneller als im häufiger bewölkten Schleswig-Holstein. Um potenzielle Privatinvestoren auch bei Bestandshäusern vollends von der Installation einer Photovoltaik-Anlage zu überzeugen, bietet der Staat direkte Zuschüsse und Steuervorteile an. Doch die Investitionskosten sind hoch, besonders bei sehr großen Dächern, die Regelungen nicht immer klar und Vergütungen unterliegen unvorhergesehen Schwankungen.. Das schreckt einige ab, weshalb sich die Vermietung von Dächern als echte Option herausstellt.

Dächer vermieten

Die Einspeisevergütung von gut 7-8 ct pro kWh sind mit dem EEG 2023 zwar etwas gestiegen, doch mit den 50 ct pro kWh von 2005 nicht vergleichbar. Das liegt auch an den günstigeren Anschaffungskosten und der höheren Effizienz moderner Anlagen, dennoch sind die Einspeisevergütungen knapp bemessen. Da einmalige Anschlusskosten nicht mit der Dachfläche proportional zunehmen, die gesamten Investitions- und Wartungskosten mit steigender Dachfläche dennoch in die Höhe schnellen, lohnt sich die Vermietung einer Dachfläche ab einer Fläche von etwa 1000 m². Das gilt sowohl für den Vermieter, als auch für Investoren. Vermieter entgehen dem Risiko einer Fehlinvestition, zumal nicht jeder über das nötige Kleingeld verfügt, Investoren dagegen minimieren das Risiko, indem sie in viele PV-Anlagen ihr Geld anlegen und so mögliche Ausfälle kompensieren können. Ein weiterer Vorteil für Besitzer großflächiger Dächer ist die Möglichkeit der Dachsanierung. Aufgrund des Gewichts der Anlagen ist nicht jedes Dach geeignet. Immobilien erfahren dadurch eine Wertsteigerung. Kosten für Planung, Installation und Instandhaltung fallen für den Vermieter weg, während er nebenbei Geld verdient.

Fazit

Photovoltaik-Anlagen sind eine wichtige Komponente im Hinblick auf CO₂-Neutralität. Aufgrund der zahlreichen Faktoren und Unsicherheiten sind private Investitionen teilweise risikobehaftet. Je nach Standort, Entwicklung der Einspeisevergütung und Subventionen, Größe der Dachfläche und der Gefahr unvorhersehbarer Instandhaltungskosten steigt die Lukrativität, statt selbst zu investieren, die Dachflächen zu vermieten.

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