Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz

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Auch im Schuljahr 2020/2021 wurde wieder ein „Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)“ am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neumarkt i.d.OPf. durchgeführt.

Dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf. wurden dafür 60.000 Euro aus Mitteln der Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union bewilligt. Herr Landrat Gailler zeigt sich sehr erfreut, dass die Bemühungen des Landkreises zur Verbesserung der Ausbildungssituation für Jugendliche vor Ort Anerkennung finden.

Mit der Förderung für diese kooperative Berufsvorbereitungsklasse „Neustart“ gelang es dem Landkreis somit bereits zum 16. Mal, für eine berufsvorbereitende Maßnahme Mittel aus dem europäischen Sozialfonds (ESF) abzurufen.

Ziel des innovativen Projekts ist das Bildungs- und Ausbildungspotential benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener bis zum 21. Lebensjahr zu erschließen, die ohne besondere Unterstützung mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen oder einen unter ihren Möglichkeiten liegenden Schulabschluss bzw. Ausbildungsabschluss erreichen würden. Die bestmögliche Qualifikation auch benachteiligter Bildungsteilnehmer entspricht der Aufgabenstellung des ESF – zur Verringerung und Verhütung des vorzeitigen Schulabbruchs und ist – vor allem mit Blick auf den demografisch bedingt zunehmenden Fachkräftemangel in Bayern – ein dringendes Erfordernis des Arbeitsmarkts.

Neben der Vermittlung berufsfeldbezogener, fachtheoretischer Kenntnisse, einem hohen Anteil betrieblicher Praxis und einer sozialpädagogischen Betreuung sollen die Teilnehmer auch durch eine gezielte Sprachförderung die Voraussetzungen für eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erlangen.

Die Ausbildung in diesem Vollzeitangebot erfolgt durch den Unterricht an der Berufsschule und durch Praktika an jeweils zweieinhalb Tagen in der Woche. Die Durchführung des Projektes obliegt zur Hälfte der Schule und zur anderen Hälfte einem Kooperationspartner, in diesem Schuljahr wieder der bfz gGmbH Regensburg, Außenstelle Neumarkt.

Mit den zugesagten Fördermitteln i.H.v. 60.000 Euro können die Aufwendungen des Kooperationspartners bfz gGmbH komplett finanziert werden.

Im Hinblick auf Corona stellte der Unterricht gerade für diese Zielgruppe eine enorme Herausforderung dar (z.B. im Umgang mit Technik im Online-Unterricht, Konzentrationsfähigkeit, fehlendes Miteinander). Während des Lockdowns war es zudem sehr schwierig Praktikumsstellen zu finden. Zum Ende des Jahres konnten jedoch erfreulicherweise 6 Schüler*innen noch Praktika absolvieren.

Trotz dieser Herausforderungen im aktuellen Schuljahr 2020/2021 haben von den insgesamt 13 Teilnehmern des Berufsintegrationsjahres zum Schuljahresende bereits 4 eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz gefunden. Bei den anderen Teilnehmern stehen noch Bewerbungen aus.

Aufgrund dieser positiven Ergebnisse ist auch für das kommende Schuljahr 2021/2022 eine aus Mitteln der Europäischen Sozialfonds geförderte „Neustart“-Klasse geplant.

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