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Projekt zu KTK-Gütesiegel für katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Eichstätt gestartet

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Eichstätt. (pde) – Wie werden eigentlich die Kinder in Kindertageseinrichtungen beteiligt? Wie findet dort die Eingewöhnung statt? Und wie werden Elterngespräche geführt? Lange Zeit lag die Antwort auf solche Fragen im persönlichen Ermessen der Verantwortlichen der Einrichtungen. Um für Kinder, Eltern und Mitarbeitende mehr Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen und somit die Qualität zu erhöhen, werden in vielen katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Eichstätt jetzt gemeinsame Qualitätsstandards geschaffen. Für ein Modellprojekt für 30 „Projekt-Kitas“ ist bei zwei Veranstaltungen im Johanneszentrum in Neumarkt der Startschuss erfolgt. Daran nahmen insgesamt rund 80 Leitungskräfte, Qualitätsbeauftragte und Trägervertreterinnen sowie -vertreter teil.

Von „Kinder“ über „Glaube“ bis „Personal“

Die Einrichtungen sollen durch das Projekt befähigt werden, den „Qualitätsbrief“ des Bundesverbandes katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) zu erwerben. Dafür hatten im Vorfeld Verantwortliche des Bistums und Caritasverbandes Eichstätt auf der Grundlage des KTK-Gütesiegel-Bundesrahmenhandbuches ein Projekthandbuch für die Kitas in der Diözese erstellt. Leitungskräfte und Qualitätsbeauftragte sind nun herausgefordert, auf dessen Grundlage einrichtungseigene Praxishandbücher zu erarbeiten. Fachlich begleitet werden die Verantwortlichen in dem Prozess in drei Regionalgruppen von Mitarbeiterinnen des Caritas-Referates Kindertageseinrichtungen als Projektmoderatorinnen. Beteiligt sind katholische Kitas in Trägerschaft der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Nürnberg-Altenfurt, der Katholischen Kita Oberpfalz gGmbH und der Katholischen Kitas Franken gGmbH. Konkret geht es um Ziele und Anforderungen in den Qualitätsbereichen „Kinder“, „Eltern“, „Pastoraler Raum“, „Glaube“, „Träger/Leitung“ und „ Personal“, die alle durch das christliche Menschenbild als Grundlage miteinander verbunden sind.

Der Eichstätter Generalvikar Pater Michael Huber sagte, für die Entwicklung des pastoralen Lebens seien Kinder „ein ganz zentrales Handlungsfeld, in dem wir uns noch mehr engagieren wollen“. Dafür müsse die Qualität in den katholischen Kindertageseinrichtungen gesichert und weiterentwickelt sowie ihr christliches Profil gestärkt werden. Darauf, dass Jesus die Kinder in die Mitte gestellt hat, verwies der Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Dienste“ im Bischöflichen Ordinariat, Diakon Thomas Schrollinger. „Wir können sehr viel von ihnen lernen, denn sie stellen Fragen, die in ihrer Einfachheit Dinge benennen, die wir uns nicht auszusprechen trauen“, so Schrollinger. Mit den katholischen Kindertageseinrichtungen „haben wir ein großes Potenzial, das wir vielleicht noch nicht ganz ausgeschöpft haben“, sagte der Diakon.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder, Frank Jansen, hielt einen Vortrag zum Thema „Bereichernd, entlastend und verlässlich – katholische Kitas haben viel zu bieten“. Jansen würdigte insbesondere, dass die Verantwortlichen in den katholischen Kitas in der Corona-Pandemie „ein hervorragendes Krisenmanagement an den Tag gelegt haben“, indem sie sich offen für die Anliegen der Familien gezeigt hätten. Grundsätzlich sollten die Einrichtungen ihren gesetzlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag ganzheitlich wahrnehmen. Wesentlich sei, dass Kinder auch Antworten auf ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens bekämen. Daher müssten die katholischen Kitas Orte des Glaubens und der Religion sein. Und sie müssten Orte sein, an denen sich alle Kinder wirklich wohlfühlen können.

„Es lohnt sich für uns alle“

Die Projektmoderatorinnen des Caritasreferates Kindertageseinrichtungen erläuterten den Verantwortlichen der 30 Projekt-Kitas im Detail, wie bei dem Modellprojekt rund 2.500 Kinder und deren Familien sowie rund 380 pädagogische Mitarbeitende profitieren – und wie sie ihr Ziel, den KTK-Qualitätsbrief, erreichen können. Sie verwiesen darauf, dass die nun gestartete Initiative „Projekthandbuch KTK-Qualitätsbrief für katholische Kindertageseinrichtungen in der Diözese Eichstätt“ neue Möglichkeiten biete: Bedeutsam sei vor allem, dass die Kindertageseinrichtungen ihre Arbeit mit einer bundesweit anerkannten Zertifizierung nach außen sichtbar machen können. Caritasdirektor Alfred Frank sagte in seinem Schlusswort über das Projekt: „ Ich bin davon überzeugt: Es lohnt sich für uns alle“.

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