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Warum das Cineplex Neumarkt noch nicht öffnen kann


Schon seit geraumer Zeit müssen Kinofans auf einen Besuch in den Lichtspielhäusern verzichten. Obwohl Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime zahlreiche neue Filme und Serien anbieten, ersetzen sie nicht komplett das besondere Gefühl, in einem dunklen Raum mit großer Leinwand und dutzenden von Lautsprechern zusammen mit anderen Menschen in das Filmerlebnis einzutauchen. Durch die inzwischen gelockerten Corona-Maßnahmen der Bayerischen Landesregierung dürfen in vielen Kommunen Bayerns seit wenigen Tagen Kinos inzidenzbedingt wieder aufsperren, einige Betriebe wie das Cineplex in Neumarkt verzichten aber derzeit noch auf eine Wiedereröffnung. Im Vergleich zum ersten Lockdown 2020 müssen sie nach der jetzigen Zwangspause, welche seit November letzten Jahres andauert, größere Hindernisse überwinden: Zum einen haben viele Zulieferer von Getränken und Süßwaren in den vergangenen Monaten ihre Warenbestände aufgelöst oder sogar teilweise die Produktion vorübergehend eingestellt. Auch die Filmverleihe waren im letzten halben Jahr quasi zum Nichtstun verdonnert – noch stärker als Kinos benötigen sie einen vierwöchigen Vorlauf, um Filmstarts adäquat zu bewerben. Momentan fehlt es also an publikumsstarken Kassenmagneten, welche Lichtspielhäuser ins Programm nehmen könnten, damit sich das Aufsperren auch lohnt. Potentielle Blockbuster wie der Superheldenstreifen „Black Widow” oder der neueste Teil von „Fast&Furious”, welche bereits 2020 in den Kinos hätten starten sollen, werden voraussichtlich erst im Juli dieses Jahres auf den Leinwänden erscheinen. „Um größere Filmproduktionen in Deutschland in die Kinos zu bringen, bedarf es einer bundesweit flächendeckenden Öffnung der Betriebe. Bevor die Kinos nicht deutschlandweit öffnen, wird es keinerlei adäquate Versorgung mit aktuellen Filmen geben“, so Michael Thomas, geschäftsführender Gesellschafter der Thomas Filmtheaterbetriebe und Inhaber des Cineplex Neumarkt.

Zum anderen wäre da auch noch das Risiko, dass die Inzidenz wieder ansteigt. Eine langfristige Planungssicherheit gäbe es für Kinobetreiber erst dann, wenn das Öffnungskonzept nicht an schwankende Inzidenzzahlen, sondern z.B. an konstant bleibende Hygienemaßnahmen gebunden wäre. Ab wann man endlich wieder Filme auf großen Leinwänden in Neumarkt genießen kann ist, noch unklar. „Schweren Herzens“ bittet Michael Thomas noch um etwas Geduld. Die nächsten zwei bis drei Wochen wird das Cineplex noch brauchen, um einen Eröffnungszeitraum nennen zu können.

Gina Feyerabend / Ulrich Badura

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