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Oberbürgermeister Thomas Thumann hat Vertreter der IHK zu einem Baustellenbesuch beim neuen Hochschulgebäude eingeladen. Wie die Vorsitzende des IHK-Gremiums Neumarkt Ursula Hammerbacher mitteilt, sei das Interesse sehr groß gewesen, letztlich konnten rund 30 Teilnehmer der IHK und der Wirtschaftsjunioren Neumarkt mit dabei sein. Sie unterstrich noch einmal, dass der Ausbau Neumarkts zu einem Hochschulstandort einen ganz wichtigen Faktor für die Wirtschaft in Neumarkt darstellt. OB Thumann begrüßte die Besucher und er erinnerte, dass die Stadt seit vielen Jahrzehnten versuche, eine solche Hochschuleinrichtung zu erhalten. Aber erst vor wenigen Jahren und mit viel Engagement habe sich die große Chance ergeben, Neumarkt endlich zu einem Hochschulstandort zu machen. „Dies war aber nur möglich, weil wir als Stadt zugesagt haben, in ein Gebäude für die TH Nürnberg zu investieren und so von uns aus eine massive Vorleistung für eine Hochschuleinrichtung in Neumarkt erbringen“, so Oberbürgermeister Thumann weiter. „Auch die Wirtschaft hat dabei kräftig mit angeschoben und durch ihre finanzielle Unterstützung dazu beigetragen, dass wir den Studiengang ‚Management in der Öko-Branche‘ in Neumarkt installieren konnten, der nun seit Jahren schon überaus erfolgreich in der Interimslösung im Haus St. Marien läuft.“

OB Thumann mit IHK-Mitgliedern Erste Hörsaalbesucher Fotos: Dr. Franz Janka/Stadt Neumarkt

Neben OB Thumann und dem Hochbauamtsleiter der Stadt Roland Feierle waren die Geschäftsführer vom Architekturbüro Berschneider Andreas Schmid, Rico Lehmeier und Peter Mederer mit dabei. Das Büro plant und betreut nicht nur den gerade laufenden Hochschulneubau, sondern auch den nebenan geplanten Umbau und die Erweiterung des früheren Kinderhortes zu einer weiteren Hochschuleinrichtung, die von der Stadt in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg Weiden geschaffen werden soll. Wie Architekt Andreas Schmid vom Büro Berschneider erläuterte, passt sich das neu geplante Gebäude bestens in das bestehende Ensemble am Residenzplatz ein. Auch den Anbau an den Reitstadel hatte bereits das Architekturbüro Berschneider erstellt. In diesem Sinne sorge die Planung aus einer Hand für alle Gebäudeteile in diesem Bereich für ein stimmiges Gesamtbild. Das Architekturbüro habe – wie er ausführte – bei seiner Planung für das Hochschulgebäude zudem berücksichtigt, dass sich das Außenleben des künftigen Hochschulgebäudes und das Innenleben ergänzen und eine Beziehung eingehen. Dies zeige sich zum einen in der offenen Bauart des Hörsaals als auch in der luftig und nach oben freien Gestaltung des Foyers.

Im künftigen Hörsaal erläuterte der für diese Maßnahme beim Architekturbüro Berschneider zuständig Projektleiter Peter Mederer Details zum Neubau. Der Hörsaal etwa soll Platz für 100 Personen bieten, außerdem gibt es weitere größere und kleinere Seminar-, Lern- und Gruppenarbeitsräume sowie ein EDV-Labor. Projekträume und Büros sowie ein großzügiges Foyer inklusive Lichthof, die Bibliothek, ein Sekretariat, ein Konferenzraum, Teeküchen, Automatenräume, offene Sitzbereiche und eine Dachterrasse sollen das Hochschulgebäude ergänzen. Die Tiefgaragenerweiterung unter dem Hochschulgebäude wird 90 Stellplätze aufweisen, sie sollen allen Nutzern des Stadtviertels zur Verfügung stehen. Insgesamt wird der Hochschulbau barrierefrei gestaltet sein, alle Etagen und die Tiefgarage sind mit Aufzug erreichbar.

Wie Oberbürgermeister Thumann erinnerte, war das Projekt vor zwei Jahren mit dem Abbruch des alten Gebäudes begonnen worden. Danach folgten die archäologischen Untersuchungen und ab Oktober 2020 der Aushub der Baugrube. Schon im November begannen dann die Rohbauarbeiten für den ersten Abschnitt der Bodenplatte für die Tiefgarage. Danach wurden die umfangreichen Arbeiten zügig fortgesetzt und im Juli 2021 der Rohbau für die Tiefgaragenerweiterung abgeschlossen und gleichzeitig der Hochbau in Angriff genommen. Inzwischen ist der Baukörper soweit erstellt, dass schon Mitte Mai Richtfest gefeiert werden kann. Bisher liegen die Bauarbeiten gut in der Zeit. Ende des Jahres soll die Gebäudehülle fertiggestellt sein und im nächsten Jahr kann dann der Innenausbau beginnen. Die Inbetriebnahme des Hochschulgebäudes ist zum Wintersemester 2024/2025 geplant.

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