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Oberbürgermeister Thumann ruft die Bürger zur Beteiligung am Klimaanpassungskonzept auf

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Oberbürgermeister Thomas Thumann hat im Rahmen eines Pressetermins zusammen mit Lena Wächter vom Stadtplanungsamt und dem Klimaschutzmanager der Stadt Hidir Altinok an die Bürger appelliert, sich an der ab jetzt laufenden Bürgerbeteiligung zur Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes zu beteiligen. „Seit über 15 Jahren sind wir als Kommune ein Vorreiter in den Bereichen Klimaschutz, Energieeinsparung, Nachhaltigkeit und Fairtrade“, stellte das Stadtoberhaupt fest. „Ich freue mich daher, dass wir Ende letzten Jahres vom Bayerischen Bauministerium ausgewählt wurden, als eine von acht Modellkommunen für das Vorhaben ‚Klimagerechter Städtebau‘ ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Damit sind wir einmal mehr ganz vorne mit dabei, wenn Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene in einem Pilotverfahren erprobt und danach beispielhaft umgesetzt wird.“ Die Kosten von rund 85.000 Euro für die Erstellung des Konzeptes mit daraus resultierenden Maßnahmen werden mit einem Zuschuss in Höhe von rund 60 Prozent durch die Regierung der Oberpfalz finanziert. Dafür sagte das Stadtoberhaupt „Vielen Dank“ in Richtung Regierung. Federführend wird die Erstellung des Konzeptes über das Amt für Nachhaltigkeitsförderung betreut und durch das Stadtplanungsamt begleitet. Das dazu notwendig Fach- und Praxiswissen wird durch das Büro Burkhardt & Partner Ingenieure aus Kassel erfolgen, die bereits auf zahlreiche Erfahrungen im Bereich Klimaanpassung und Entwicklung von Konzepten verweisen können.

In Neumarkt soll die Erstellung in zwei Phasen zwischen April 2021 und April 2022 erfolgen. Im ersten Schritt, so Oberbürgermeister Thumann, gibt es eine Bestandsaufnahme und eine Klimaanalyse, die durchgeführt werden. Außerdem werden Klimadaten von offiziellen Messstationen mit einfließen. Darüber hinaus gibt es eine zusätzliche Mess-Kampagne im Stadtgebiet mit stationären Datengeräten. All das soll zusammen mit den von den Bürgern gelieferten Beobachtungen und Vorschlägen die Grundlage für die künftige Maßnahmenentwicklung bilden.

Im zweiten Schritt wird dann das eigentliche Stadtklimakonzept mit der dazugehörigen Maßnahmenplanung erarbeitet. Dazu wird es im Herbst eine zweite Bürgerbeteiligungsrunde geben: In Form einer Ideenwerkstatt stehen dann die Maßnahmen und Projekte im Vordergrund, die für eine Umsetzung vorgeschlagen werden sollen.

„In beiden Phasen hat die Stadt eine Bürgerbeteiligung vorgesehen und jeder ist eingeladen, sich daran zu beteiligen“, appelliert Oberbürgermeister Thumann. „Wir setzen dabei auf das Alltags-Knowhow der Bürgerinnen und Bürger, auf deren Beobachtungen zum Thema Stadtklima und zum Beispiel auch darauf, dass sie etwa Orte im Stadtgebiet benennen können, wo es im Sommer besonders kühl oder besonders heiß ist, oder sie uns auf Möglichkeiten hinweisen, wo wir tätig werden könnten, um gewisse Folgen des Klimawandels abzufangen.“ Die erste Phase der Bürgerbeteiligung läuft nun noch bis zum 31. August und die Bürger können sich über die Seite www.buergerhaus-neumarkt.de daran beteiligen.

Bei der jetzigen Bürgerbeteiligung können die Nutzerinnen und Nutzer vollkommen anonym ihre Angaben zu unterschiedlichen klimatischen Themen und Fragstellungen machen. Als Besonderheit können sie Orte oder Stellen von besonderen Interesse auch digital räumlich verorten und dort zusätzliche Informationen verknüpfen. Da kann man zum Beispiel angeben, dass das Mikroklima an der Stelle sehr angenehm ist, dass es ein kühler Ort ist, dass dieses Areal eine besonders warme, oftmals heiße Stell im Stadtgebiet ist usw. Ergänzend können dabei auch Fotos, Grafiken oder auch Audio-Kommentare hochgeladen werden. Dadurch können Sachverhalte oder Situationen noch verdeutlicht werden. Wer Fragen hat, kann sich an das Amt für Nachhaltigkeitsförderung wenden, Telefon 09181/255-2608, E-Mail: ralf.muetzel@neumarkt.de , Internet: www.buergerhaus-neumarkt.de

Im Rahmen des Pressetermins verwies Neumarkts Oberbürgermeister Thumann darauf, dass die Stadt in diesem Themenbereich schon seit je her eine Vorreiterfunktion übernommen habe und bereits früh die Weichen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Fairtrade gestellt habe. Die wohl einzigartige PV-Anlag entlang der Bahnlinie bei Pölling mit über 700 Metern Länge ist ein Beispiel dafür, die zahlreichen PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden ein weiteres, die Initiative für die E-Mobilität und die Einführung von E-Fahrzeugen beim Bauhof, in der Stadtverwaltung und bei den Stadtwerken sind weitere Belege dafür. Aber auch die Aufstellung des Masterplans Klimaschutz, die Durchführung von regelmäßigen Energie- und CO2-Bilanzierungen und ein Klimaschutzmaßnahmenplan gehören ebenfalls zu den von der Stadt bereits ins Werk gesetzten Dinge. Zahlreiche Auszeichnungen wie etwa der Climate Star, der Deutsche Nachhaltigkeitspreis oder die Auszeichnung als „Hauptstadt des fairen Handels“ sind sichtbarer Ausdruck für dieses vielfältige Engagement der Stadt Neumarkt in diesem Themenbereich. In diese Reihe gehört nun auch die Erarbeitung eines Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Neumarkt.

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