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Notfallvorsorge: Was ist wichtig bei einem Stromausfall?

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Kurze Stromausfälle kommen immer mal wieder vor und fast jeder hat sie schon erlebt. Meist dauert es dann nur einige Minuten oder höchstens ein paar Stunden, bis der Strom wieder da ist. Das kann ärgerlich sein, aber ernsthafte Probleme verursacht es in der Regel nicht. Doch was ist, wenn die Stromversorgung innerhalb weniger Stunden oder sogar nach Tagen nicht wiederhergestellt werden kann?

In Neumarkt hat man sich mit dieser Frage bereits auseinandergesetzt und erste wichtige Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen. Notstromaggregate stehen bereit und mehrere zentrale Orte sollen den Bürgerinnen und Bürgern als sogenannte „Leuchttürme“ eine Anlaufstelle für den Ernstfall bieten.
Aber auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Neumarkt und Umgebung können durch private Notfallvorsorge ihren Teil dazu beitragen, dass sich die durch einen länger andauernden Stromausfall verursachten Probleme gut bewältigen lassen.

Ersatz für Licht und Wärme

Viele Dinge, die für uns selbstverständlich geworden sind, funktionieren nicht mehr, wenn die Energieversorgung ausfällt. Das betrifft im häuslichen Bereich vordergründig Licht, Heizung, Wasserversorgung, Haushaltsgeräte und die Telekommunikation. Batteriebetriebene Geräte und ein großzügiger Vorrat an Ersatzbatterien sind dann hilfreich. Taschenlampen und Leuchten mit Batterien erzeugen mehr Licht als Kerzen und sind hinsichtlich der Brandgefahr sicherer. Um Informationen zur aktuellen Lage zu erhalten, ist außerdem ein batteriebetriebenes Radio wichtig.

Für Geräte dieser Art werden üblicherweise C-Batterien verwendet. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz eines vergleichsweise hohen Energieverbrauchs (beispielsweise bei einer Taschenlampe) eine gute Lebensdauer besitzen. C-Batterien in allen Größen, die für die jeweiligen Geräte benötigt werden, sollten immer in größerer Menge im Haushalt vorrätig sein. Wer sich nicht ausschließlich auf Batterien verlassen möchte, kann Geräte mit Kurbel oder Solarpaneel anschaffen.

Heizung und Herd lassen sich nicht so leicht ersetzen, falls kein Kaminofen vorhanden ist. Zum Erhitzen von Speisen können mitunter ein Campingkocher oder der Grill (nicht in Innenräumen!) genutzt werden. Gasbetriebene Heizgeräte, wie es sie etwa im Campingbedarf gibt, können für etwas Wärme sorgen, sind aber immer mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu gebrauchen.

Notvorräte anlegen

Bei einem Stromausfall sind auch Banken und Geschäfte betroffen. Geldtransaktionen und Einkäufe sind dann gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Da Pumpanlagen Strom benötigen, ist auch die Wasserversorgung nicht mehr sicher gewährleistet.
Zur Notfallvorsorge für den Stromausfall gehören deshalb nicht nur Geräte und Batterien, sondern auch Vorräte für den täglichen Bedarf. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zu einer Bevorratung mit Wasser, haltbaren Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten für wenigstens zehn Tage. Haustierhalter müssen auch an den Bedarf für ihre Tiere denken. Eine Checkliste kann bei der Bevorratung hilfreich sein.

Verderbliche Lebensmittel sollten bei einem Stromausfall selbstverständlich zuerst verbraucht werden. Bei einem kurzen Stromausfall können moderne Kühl- und Gefrierschränke die Kälte im Inneren aber für einige Stunden halten und sollten deshalb zunächst nicht geöffnet werden.
Wichtig in allen Krisen ist der Zusammenhalt der Gemeinschaft. Gegenseitige Hilfe und Kooperation mit Nachbarn, Freunden und im Familienkreis sind deshalb nicht nur bei einem längeren Stromausfall empfehlenswert.

Mit Vorsorge und Besonnenheit sind Stadt und Bürger auf einen ernsthaften Stromausfall hoffentlich gut vorbereitet. Dennoch hoffen sicher alle Beteiligten, dass der Ernstfall nie eintreten wird.



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