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Naujoks „Gemarterter und Engel“ bleibt im Museum Lothar Fischer

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1959 schlossen sich die Münchner Kunststudenten Florian Köhler, Helmut Rieger, und Heino Naujoks zur Gruppe WIR zusammen, um alternativ zur als unzureichend empfundenen Ausbildung eine „eigene Akademie zu gründen“. Dieser künstlerische Verbund wurde 1961/62 noch einmal durch den Bildhauer Hans Matthäus Bachmayer und den Maler Reinhold Heller erweitert. Gemeinsam entwickelten alle Künstler, ähnlich wie die damals zeitgleich aktive Gruppe SPUR, einen sich stetig weiterentwickelnden Gruppenstil, der sich unter anderem mit den Alten Meistern, aber auch am Bayerischen Barock auseinandersetzt. Man wollte „die Echtheit des Gefühls gegen die klägliche „Originalitätssucht der sogenannten Avantgarde“, so das WIR-Manifest von 1960, stellen und war im Gegenzug bereit, nicht als solche erkannt zu werden. Noch heute gilt das Wirken der Gruppe WIR, der das Museum Lothar Fischer 2015 eine retrospektiv angelegte  Sonderausstellung widmete, als eine der markantesten Beiträge zur Erneuerung der zeitgenössischen Kunst im Bayern der Nachkriegszeit.

Vor allem der 1937 in Köln geborene Heino Naujoks, der von 1958 bis 1963 an der Akademie der Bildenden Künste in München Malerei studierte,  war ein wichtiger Initiator und Impulsgeber der Gruppe. Heute lebt der Künstler, der seit 2007 auch Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ist, in München.

Das Sammler-Ehepaar von Holleben hat sich erfreulicherweise dazu entschieden, das aktuell als Leihgabe von Heino Naujoks im WIR-Raum des Museums ausgestellte Werk „Gemarterter und Engel“ von 1961 vom Künstler zu erwerben und der Lothar & Christel Fischer Stiftung als Schenkung zu überlassen. Das Sammlerpaar von Holleben war nicht nur mit dem Bildhauer Lothar Fischer lose verbunden, sondern ist auch seit 2004 im Verein der Freunde des Museums Lothar Fischer e.V. aktiv, steht in gutem Kontakt zur Museumsleiterin Dr. Pia Dornacher, und ist vor allem in enger freundschaftlicher Verbindung zu dem Maler Heino Naujoks. Dieses kapitale Werk ist für das Museum Lothar Fischer, das über keinen eigenen Ankaufsetat verfügt, eine große Bereicherung.

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