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Münsterkrippe mit neuem Motiv

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Die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten

Mit Lichtmeß ist die Weihnachtszeit auch im Münster St. Johannes beendet und deshalb sind nicht nur die Christbäume aus der Kirche verschwunden, sondern auch die Heiligen Drei Könige und die Hirten haben die Bühne der Münsterkrippe verlassen. Den Krippenumbau haben drei junge Firmbewerber aus der Pfarrei vorgenommen. Sarah Kürzinger, David Dorr und Conner Winkler sind im Januar in die letzte Runde für die Firmvorbereitung des Firmjahrgangs 2020 gestartet. Eigentlich sollten sie schon im Juli 2020 gefirmt werden – wegen der Pandemie musste der Termin vorerst auf den März 2021 geschoben werden. Die Firmlinge konnten die Pfarrei St. Johannes im Vorfeld in verschiedenen Bereichen kennenlernen. Die drei haben sich unter anderem dafür entschieden, hinter die Kulissen der Münsterkrippe zu schnuppern. Und ihre Hilfe war gerade bei diesem Umbau besonders willkommen.


Die Fluchtszene hat spätestens seit dem Migrationsjahr 2015 auch in der Münsterkrippe eine besondere Bedeutung. Maria, Josef und Jesus teilen das gefährliche Schicksal immer noch mit vielen tausend Flüchtenden, wenn auch der Corona-Virus in den letzten Tagen die Bilder der Kinder und ihrer Familien aus den Nachrichten verdrängt hat, die aus Syrien oder Afrika fliehen. Auch Josef aus Nazareth nahm auf Anraten des Engels nach dem Besuch der weisen Könige aus dem Morgenland das Kind und seine Mutter und brachte es in Sicherheit vor König Herodes. Mit einer ähnlichen Motivation sind seit 2015 viele tausend Eltern ebenfalls zum Teil mit kleinen Kindern unter Lebensgefahr nach Deutschland und auch nach Neumarkt gekommen.
Die Anfänge der Krippe reichen bis ins Jahr 1622 zurück, als Jesuiten von Amberg kommend in Neumarkt wirkten. Dazu gehörten von Anfang an auch solche Krippenfiguren im „Jesuitenmaß“, also etwa einen Meter groß. Ungewohnt für den modernen Betrachter ist die Kleidung − in der barocken Kleiderordnung stand einem Fürsten solche Kleidung zu, wie sie zum Beispiel Josef trägt, denn er war „aus dem Hause und Geschlechte Davids“.
Die Fluchtszene ist bis Anfang März im Münster zu sehen.

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