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Mehr Leistung im Energienetz

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IHK-Gremium Neumarkt diskutierte über Energieversorgung und nachhaltige Wirtschaft

NEUMARKT. Mit den Klimazielen Deutschlands führt an den Erneuerbaren Energien kein Weg mehr vorbei. Für die Unternehmen in der Region stellt sich dabei die Preisfrage, aber auch die Frage nach verlässlicher Deckung des Strombedarfs. „Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit müssen Hand in Hand gehen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des IHK-Gremiums Neumarkt Gerhard Ortner während dessen Sitzung zu Gast bei der OM-Klebetechnik GmbH in Neumarkt. Wie das gelingen kann, erläuterte Kilian Harbauer, regionaler Ansprechpartner des Bürgerdialogs Stromnetz. Den Netzausbau sieht er als entscheidenden Schritt für die Energiewende. „Insbesondere in Mittel- und Süddeutschland sind Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und energieintensiver Industrie damit konfrontiert, dass vor Ort produzierte, regenerative Energien den Strombedarf beispielsweise mangels wirtschaftlicher Speichertechnologien auf absehbare Zeit nicht decken“, erklärt Harbauer. Damit der Strom überall dort ankommt, wo er gebraucht wird, sei der Ausbau des bestehenden Übertragungsnetzes unabdingbar. 

Energiewende in Betrieben

Die Mehrheit der Betriebe in Deutschland sieht die Energiewende derzeit eher als Herausforderung und weniger als Chance. „Insbesondere das Fehlen politischer Rahmenbedingungen für eine zügige Umsetzung von Energiewende und Klimaschutz sowie steigende Energiekosten bewerten sie als Risiko“, berichtet IHK-Energieexperte Dr. Robert Baumhof vom IHK-Energiewendebarometer. 2.600 Unternehmen wurden hierzu deutschlandweit befragt. Es zeige sich dabei auch auch: Die gesamte Bandbreite der Wirtschaft bringt sich aktiv in Energiewende und Klimaschutz ein. Besonders deutlich nimmt die Nutzung der Elektromobilität zu: 65 Prozent der Unternehmen haben sich bereits entsprechende Fahrzeuge angeschafft oder planen dies.

Nachhaltigkeit kommt in der Wirtschaft an

Auch Thorsten Grantner, Geschäftsführer der OmniCert Umweltgutachter GmbH, beobachtet den Trend hin zu mehr Umweltbewusstsein in Unternehmen. „Welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Firmen einnimmt, ist unterschiedlich. Zunächst gilt es zu klären, ob die Verbesserungen in puncto Nachhaltigkeit Teil des Kerngeschäftes oder nur Teil des Marketings sind.“ Nachhaltigkeit werde nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten beurteilt, dennoch gebe es keine einheitlichen Standards bei der Zertifizierung. Grantner betont, wie wichtig „eine aufgeklärte und strategische Bewertung von Umweltsiegeln ist, bevor man sich dafür entscheidet.“ Die Umweltverträglichkeit sei in der Praxis leichter messbar, weshalb die meisten Gütesiegel auf diesem Kriterium basieren. Je nach Branche und Tätigkeitsbereich könne es aber sinnvoll sein, ein Zertifizierungssystem zu wählen, das auch soziale Kriterien berücksichtigt. Es sollte in jedem Fall ein Siegel ausgewählt werden, dessen Struktur und Anwendungsbereich für die Branche und das Unternehmen passend ist und unternehmensintern Ziele als Leitplanken festgelegt werden, um auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubinden.

Langjähriger Gestaltungswille

Nachhaltiges Wirken bewies auch der leitende Verwaltungsdirektor der Stadt Neumarkt Josef Graf während 32 Jahren im öffentlichen Dienst – 25 Jahre davon bei der Stadt Neumarkt. Zum Ende des Jahres verabschiedet sich Graf in den Ruhestand. „Sie waren Vordenker und Vorbereiter für viele Großprojekte und haben die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Neumarkt und den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich mitgestaltet“, bedankte sich Ortner im Namen des Gremiums für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darunter fallen unter anderem die Folgenutzung des Areals am Unteren Tor, das Ärztehaus, die Entwicklung zum Hochschulstandort oder die Autobahnausfahrt Neumarkt-Ost. Graf betonte den guten Draht und die konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertretern der Wirtschaft auf Augenhöhe. „Gerade in den Kommunen werden über die weichen Standortfaktoren die zukunftsfähigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen vor Ort gelegt.“

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