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„Lookaround“ statt „Lockdown“

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Eine neue Technik macht nicht nur geschlossene Geschäfte „erlebbar“

Die etwaige Lust auf einen entspannten Einkaufsbummel dürfte bei vielen Menschen aktuell unbefriedigt sein – im Lockdown gibt es nur die Möglichkeit, einen Blick in die Schaufenster von geschlossenen Lieblingsboutiquen & Co. zu werfen. Bei zahlreichen Einzelhändlern lassen sich zwar Waren telefonisch oder über einen Onlineshop bestellen und via „Click & Collect“ an den Ladentüren abholen. Prinzipiell setzt das jedoch voraus, dass man das Sortiment des Händlers kennt oder eine genaue Vorstellung hat, was man erwerben möchte. Die meisten Webseiten von mittelständischen Geschäften bieten eines nicht: Die Möglichkeit, durch das Angebot zu „bummeln“ und sich inspirieren zu lassen, wie man es in einem Laden z.B. auf der Suche nach einem Geschenk tun würde. „Gerade das, was viele Einzelhändler auszeichnet – die Expertise, mit welcher das Sortiment zusammengestellt und geschmackvoll vor Ort präsentiert wird − ließ sich bislang schlecht im Internet erlebbar machen“, erklärt Citymanager Christian Eisner von Aktives Neumarkt e.V..

Im Medienzentrum Neumarkt, wo das Neumarkter Wochenblatt und die Lokalfernsehmagazine von neumarkt TV entstehen, setzt man nun auf eine neue Methode, welche diese Lücke füllt. Die Technik dahinter mag in manchen Ohren noch nach ferner Zukunftsmusik klingen, sie ist aber tatsächlich schon ausgereift und zu erschwinglichen Konditionen einsetzbar. „Mit einem speziellen Gerät, das wir z.B. in einem Geschäft aufstellen, wird der Raum mit Ultraschall gescannt und gleichzeitig entstehen zahlreiche hochauflösende 360-Grad-Panorama-Fotos“, erklärt neumarkt TV-Studioleiter Tobias Wild. Abhängig von der Größe des Ladens wird dieser Vorgang mehrmals an unterschiedlichen Standpunkten in der Lokalität durchgeführt. Sind die Aufnahmen abgeschlossen, werden die digitalen Daten zusammengesetzt – das Ergebnis ist ein virtuelles Modell des Ladens. Dieses lässt sich am Computer oder am Smartphone von allen Seiten betrachten wie eine Puppenstube. Der Kunde kann sich jedoch auch mit einem Mausklick in die digitale Variante des Geschäfts hineinversetzen und diese dann durchstreifen. Beim virtuellen „Bummeln“ kann er durch Regalreihen hindurchgehen, die Blicke schweifen lassen und einzelne Produkte unter die Lupe nehmen – diese künstlich erzeugte Shopping-Welt ist dabei so detailreich, dass sich z.B. Aufdrucke auf ausgestellten Flaschen oder T-Shirts heranzoomen und lesen lassen. „Zudem ist es möglich, für Artikel Verknüpfungen zu setzen“, erklärt Peter Wernig vom Medienzentrum Neumarkt, „ein Mausklick darauf zeigt dann z.B. weiterführende Informationen, Ansichten des Produktes aus anderen Winkeln oder eine Shop-Seite, auf der man es bequem bestellen kann.“

Die virtuell besuchbaren Räumlichkeiten lassen sich auf bestehenden Geschäftswebseiten integrieren oder mit dem von Google etablierten Dienst „StreetView“ verknüpfen, welcher öffentliche Plätze in 360-Grad-Ansichten erlebbar macht. Auch auf den neu gestalteten Internetplattformen von neumarkt TV und dem Wochenblatt können sie beispielsweise eingebunden werden – wer sich für Nachrichten aus der Region interessiert, kann im selben Atemzug Geschäften seiner Heimat „wie in guten alten Zeiten“ einen Besuch abstatten. Und auch wenn der Lockdown irgendwann beendet ist, bietet die Technik eine Möglichkeit, sich an einem Ort umzusehen, bevor man ihn wirklich aufsucht – damit lassen sich nicht nur Einkaufserlebnisse „vorfühlen“, sondern zum Beispiel auch Museums- oder Behördenbesuche.

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