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Leben mit Demenz: Zwei Veranstaltungen zur Woche für das Leben

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Eichstätt. (pde) – Zu zwei Veranstaltungen rund um das Leben mit Demenz lädt das Bistum Eichstätt in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ein. Anlass ist die bundesweit begangene ökumenische „Woche für das Leben“.

Am Dienstag, 3. Mai, findet um 19 Uhr in der Aula der Katholischen Universität ein öffentlicher Gastvortrag statt, der insbesondere pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen ansprechen soll. Für die Referentin, Sabine Tschainer-Zangl, steht das „Verstehen und Verstanden-Werden“ im Mittelpunkt. Die Diplom-Theologin und Diplom-Psycho-Gerontologin gibt im Rahmen dieser Veranstaltung dabei einerseits Einblick in die Lebenswelt Betroffener und ihre Art, sich den Mitmenschen verständlich machen zu wollen. Andererseits zeigt Sabine Tschainer-Zangl aber auch auf, wie Angehörige mit den Erkrankten kommunizieren und umgehen sollten, um auch in schwierigen Situationen souverän handeln zu können.

Mit der gleichen Referentin und zum gleichen Themenbereich findet am nächsten Tag, Mittwoch, 4. Mai, eine Fortbildungsveranstaltung statt. Sie richtet sich primär an haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Senioren- und Behindertenarbeit sowie an Beratungs- und Fachdienste. Auch Pastoralteams und ehrenamtlich Engagierte in Gemeinden und Pastoralräumen, pflegende An- und Zugehörige und Studierende sind direkt angesprochen. Die Veranstaltung ist jedoch auch für alle Interessierten öffentlich.

Die unverständlichen Verhaltensweisen demenzerkrankter Menschen, ihre Abwehr, ihre spontanen, massiven Gefühlsäußerungen, die manchmal „ewigen“ Wiederholungen und anderes mehr stellen Herausforderungen für alle dar, welche die Betroffenen begleiten – sowohl beruflich als auch privat. Hinter diesem Verhalten steht – aus Sicht der Demenzkranken – oft eine Logik. Sie sind „ganz normale Menschen“, nur eben in ihrer „ver – rückten Welt“. Die Fortbildung möchte diese Handlungslogik aus der Sicht der Demenzkranken erkenn- und verstehbar machen. Des Weiteren geht es um Handlungskompetenzen, um im Alltag mit der oder dem Demenzerkrankten das Zusammenleben, den Kontakt und eine deeskalierende Begleitung zu erleichtern.

Der Fortbildungstag beginnt um 9 Uhr in der Aula der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und wird bis 17 Uhr (inkl. Pausen) in verschiedenen Bausteinen einen umfassenden Einblick in die oftmals irritierende Welt von demenzerkrankten Personen geben, zentrale Aspekte bestehender Herausforderungen und Bedarfe aufgreifen, Verstehen fördern und Handlungsansätze vermitteln.

Beide Veranstaltungen werden getragen vom Bischöflichen Ordinariat Eichstätt, Abteilung Diakonale Dienste und Einzelseelsorge in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitspädagogik. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nähere Informationen und Anmeldung unter www.bistum-eichstaett.de/woche-fuer-das-leben oder lebensschutz@bistum-eichstaett.de, Tel. (08421) 50-602.

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