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Ist die Krypto-Sport-Sponsoring-Blase geplatzt?

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Noch bis Anfang dieses Jahres boomte der Kryptomarkt. Die Kurse der wichtigen digitalen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum erreichten Allzeithochs und die Unternehmen, die sich auf den Handel von Kryptowährungen fokussierten, steigerten ihren Wert um ein Vielfaches. Um das boomende Geschäft zu befeuern, setzten die Unternehmen auf Partnerschaften mit Sportvereinen. Besonders in den USA haben Kryptounternehmen Namensrechte von großen Sportstadien übernommen oder sich als Trikotsponsor eingekauft. Der Boom hielt allerdings nicht lange an. Aktuell sind die Kurse deutlich zurückgegangen und es gibt nicht mehr jede Woche eine neue Pressemitteilung über einen Multimillionendeal zwischen Kryptobörse und Sportverein. Vielmehr haben manche Kryptounternehmen Finanzierungsprobleme.

2021 könnte als das Jahr betrachtet werden, als Kryptowährungen Mainstream wurden. Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin erreichte im Vorjahr mit über 68.000 Dollar/Coin ihren Rekordwert und konnte auch andere weniger bekannte Kryptowährungen zu Rekordrallys verhelfen. Noch im selben Monat, im November 2021 wurde der gesamte Kryptomarkt mit einer schwindelerregenden Summe von über 3 Trillionen US-Dollar bewertet. Die Zukunft des gesamten Marktes, der auf Blockchains basierenden Währungen schien rosig. Noch zum Super Bowl in diesem Jahr investierten die führenden Handelsplattformen für Kryptos Millionen Dollars für Werbung. FTX produzierte einen Werbespot mit dem US-amerikanischen Schauspieler Larry David, der suggerierte, dass die Erfindung von Kryptowährungen historisch mit der Erfindung des Rades oder von Kaffee gleichgestellt werden müsse. Jeder, der anders denke, wäre ein dümmlicher, zurückgebliebener Griesgram. Konkurrent crypto.com verpflichtete Matt Damon, der im Werbefilm den Zuschauer ermutigte, den Moment zu nutzen und in Kryptowährungen zu investieren.

Alles schien rosig, doch hatte der Bitcoin schon im Februar etwa 30 Prozent seines Wertes verloren. Aktuell ist er in Folge der Wirtschaftskrise sogar unter 24.000 US-Dollar pro Coin gefallen und hat somit mehr als 60 % seit dem Allzeithoch eingebüßt. Die kriselnden Kryptowährungen haben die ganze Industrie von der „Goldrauschstimmung“ zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht. Experten und auch private Anleger sind deutlich vorsichtiger und pessimistischer geworden. Zwar wird generell mit einer Erholung der Kurse gerechnet, doch sitzt das Geld nicht mehr so locker wie vor den großen Kursverlusten. Dies spürt auch der Sport. Während sich die großen Profivereine vor einem halben Jahr vor Sponsoringangeboten der Kryptobörsen kaum retten konnten, werden aktuell viele Verhandlungen abgebrochen, ausgesetzt oder laufende Verträge zwischen Sportvereinen und Handelsplattformen nicht verlängert. Ein bekanntes Beispiel ist das Platzen der Verhandlungen zwischen dem MLB-Team Los Angeles Angels und FTX. Diese werden wohl nicht weiter fortgeführt, weil das Budget bei FTX deutlich knapper ist und sie den Mehrwert des Sponsorings eines Teams, das von den Sportwettenexperten bwin nur zu den Außenseitern gezählt wird, nicht mehr sehen.

Da manch Experte schon von einem Kryptowinter spricht, kann man durchaus behaupten, dass die Blase im Sportsponsoring der Kryptounternehmen geplatzt ist. Wer allerdings aufgrund der Formulierungen Winter und Platzen einer Blase auf große Verwerfungen wartet, wird wohl enttäuscht werden. Es ist zwar nochmals ein Rückschritt der Kurse in diesem Jahr möglich, doch werden sich Kryptomarkt und auch Gesamtwirtschaft auf lange Sicht wieder erholen. Nicht unwahrscheinlich, dass schon in den nächsten Jahren erneut Allzeithochs geknackt werden.

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