Herzkatheter 4.0 und E-Learning – die Medizinische Klinik I am Klinikum Neumarkt geht neue Wege!

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„Zu Zeiten der Corona-Pandemie ist nichts mehr, wie es einmal war! Bei völlig neuen Rahmenbedingungen muss sowohl die medizinische Entwicklung als auch die Weitergabe von medizinischen Lehrinhalten in einem hohen Tempo vorangetrieben werden“ – sagt Professor Dr. Peter Grewe, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Neumarkt und Hochschulreferent der Stadt Neumarkt.

„Das gesamte Team der kardiologischen Abteilung am Klinikum Neumarkt konzentrierte sich in den letzten 1,5 Jahren nicht nur auf die Besonderheiten der SARS- CoV 2 Infektion im Bereich des Herz-Kreislaufsystems, sondern entwickelte mit der vollen Unterstützung der Klinikleitung die „sanfte Herzkatheter-Untersuchung und -behandlung“ – den Herzkatheter 4.0 am Klinikum Neumarkt“ – so Klinikvorstand René Klinger. Auf dem jetzt neu freigeschalteten YouTube Kanal „Herzkatheter 4.0“ wird für medizinisches Fachpersonal und medizinisch interessierte Laien der neue und standardisierte Untersuchungsablauf Schritt für Schritt erklärt, so dass er von kardiologischen Teams übernommen werden kann. Über diesen non-profit YouTube Kanal wird fundiertes medizinisches Fachwissen kostenlos weitergegeben.

„Vor der Pandemie und vor dem YouTube Kanal „Herzkatheter 4.0“ mussten interessierte Ärztinnen und Ärzte quer durch Deutschland oder Europa reisen, um neues medizinisches Know-how zur Durchführung moderner Herzkatheteruntesuchungen zu erlangen“ so Grewe. Er selbst war in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und in den Niederlanden, um Experten über die Schulter zu schauen, die Herzkatheteruntersuchungen in Teilbereichen weiterentwickelt hatten. Jetzt kann ein Teil des medizinischen Know-how online zeitsparend und CO²-neutral vermittelt und übernommen werden. Visuell unterstütztes Lernen ist eine sehr effektive Form der Informationsweitergabe. Selbstverständlich ersetzen auch in Zukunft derartige YouTube Portale keine Hochschulausbildung und keine praktische Ausbildung am Patientenbett. Spezialwissen kann aber effektiv weitergegeben werden.

Bei der Technik „Herzkatheter 4.0“ werden Herzkatheteruntersuchung und -behandlung nur noch über Handgelenksarterien durchgeführt. Bei komplizierten Behandlungen der Herzkranzarterien werden im Einzelfall auch parallel Katheter in die Unterarmarterien des linken und des rechten Unterarmes eingeführt. Ein komplikationsträchtiger Wechsel auf die große Leistenschlagader muss um jeden Preis vermieden werden. Die ersten Neumarkter Ergebnisse wurden einem wissenschaftlichen Fachpublikum bereits 2019 im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie präsentiert und in einer Sitzung zur Komplikationsvermeidung auf Anhieb prämiert. Für die weitere wissenschaftliche Begleitung hat Professor Grewe zwei Doktorarbeiten vergeben, die schon weit fortgeschritten sind.

Dem Klinikum ist an einer zeitgemäßen, digitalen Fachweiterbildung von hochspezialisierten Kardiologen und auch an der Information von betroffenen Menschen der Region gelegen. Daher wurde auch parallel zum wissenschaftlichen Kanal „Herzkatheter 4.0“ begonnen, ein Patienteninformationsportal zu erarbeiten. Aktuell können sich Patienten auf der Homepage der Medizinischen Klinik I (Kardiologie/Angiologie/Pneumologie) unter dem Menüpunkt „Patienteninformation“ zwei Videos ansehen, in denen die Durchführung einer modernen, sanften Herzkatheteruntersuchung veranschaulicht wird (https://medizin1.klinikum-neumarkt.de/1630-Patienteninformation.html).

Professor Grewe weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Filmbeiträge kein offizielles Aufklärungsgespräch ersetzen, sondern dem Patienten vielmehr das technisch Sinnvolle und Mögliche im Jahr 2021 in der Herz-Kreislauf Medizin näherbringen. Es erleichtert dem Patienten die Entscheidung, ob und in welcher Art und Weise er eine Herzkatheteruntersuchung bei sich durchführen lassen möchte.

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