Heizungserneuerung in Zeiten der Energiewende

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Am vergangenen Donnerstag lauschten über 30 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer dem Vortrag des Energieeffizenzexperten und Baubiologen Stefan Schön über das Thema Heizungserneuerung.

Der Großteil der Teilnehmenden hat per Handzeichen dabei erklärt, insbesondere am Thema Heizungserneuerung in Bestandsgebäuden interessiert zu sein.

Der Referent legte im Verlauf des Vortrags immer wieder Wert darauf, die Haussanierung ganzheitlich zu betrachten. Demnach solle man zunächst darauf achten, seinen Energiebedarf zu senken. An zweiter Stelle sei es wichtig, die Energieeffizenz des gesamten Gebäudes zu überprüfen und z.B. die Dämmung zu verbessern. An dritter Stelle und für viele Sanierer am wichtigsten stehen (Heizungs-) Anlagen auf Basis Erneuerbarer Energien.

Seit dem 15.08. gelten im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neue Fördersätze, zugleich sind einige Fördermöglichkeiten entfallen.

Demnach sind aktuell folgende Heizungstypen förderfähig:

  • Solarhermie: 25%
  • Wärmepumpen: 25%
  • Biomasseanlagen: 10%
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen mit Biomasseheizung: 20%
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen ohne Biomasseheizung: 25%

Beim Austausch alter Ölheizungen gibt es einen zusätzlichen Heizungstauschbonus von 10%.

Unter Hybridheizungen versteht man die Kombination von mehreren Energiequellen zu einem Heizungssystem, z.B. Wärmepumpe und Solarthermie oder Photovoltaik bzw. Holz, Pellets oder Hackschnitzel.

Stefan Schön wies die Zuhörer darauf hin, dass konventionelles Sanieren und der bloße Austausch der Heizung zwar kurzfristig meist kostengünstiger sei, aber bei genauem Durchrechnen auch der künftigen Einsparungen an Energie energieeffizientes Sanieren langfristig durchaus rentabel sei.

Einer seiner Themenschwerpunkte war die Strahlungswärme von Wandheizungen sowie die Energiegewinnung durch Sonnenenergie, die letztendlich der einzige Energieträger für Privathaushalte ist, der tatsächlich überhaupt nichts kostet (die Investition in die Anlage selbst nicht gerechnet).

Wichtig zu wissen sei auch, dass eine mit konventionellem Strommix betriebene Wärmepumpe nur auf den ersten Blick klimafreundlich ist. Wenn, dann bieten Wärmepumpe kombiniert mit eigener Photovoltaikanlage die umweltfreundlichste Lösung.

Bei Heizmodellen mit Biomasse, z.B. auch Scheitholzfeuerung sei die neue BimschV zu beachten, demnach darf eine bestimmte Feinstaubemmissionsgrenze nicht überschritten werden.

Deutlich ist, auch bei den Anfragen, die die Klimaschutzmanagerin Kathrin Kimmich erreichen, dass viele Hauseigentümer großes Interesse an einer Heizungserneuerung haben, mit der Wahl des richtigen Systems aber vollkommen überfordert sind. Selbst die Auswahl eines geeigneten Energieberaters ist oft Thema.

Der Vortrag wurde im Rahmen einer Vortragsreihe von der Freystädter Energiebeauftragten Conny Zeidler initiiert und in Kooperation mit der Klimaschutzbeauftragten Kathrin Kimmich umgesetzt.

Die nächsten Vorträge – diesmal im Rahmen der Klimawoche – finden am 20.09. von Stefan Schön zum Thema „Richtig sanieren“ in Velburg und am 23.09. von Marina Braun in Freystadt zum Thema „Nachhaltigkeit in Unternehmen“ statt.

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