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„Gott als treuester Weggefährte“: Gottesdienst mit Ehejubilaren

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(pde) – „Wo Gott in einem Ehebund der Dritte sein darf, haben die Ehepartner den Bestverbündeten, den sie sich vorstellen können. Wo Gott auf einem gemeinsamen Lebensweg mitgenommen wird, haben sie den treuesten Weggefährten, den sie sich wünschen können.“ Das sagte der emeritierte Domkapitular Franz Mattes am Montag, 4. Juli, bei einem Gottesdienst mit Ehejubilaren im Rahmen der Willibaldswoche in der Eichstätter Schutzengelkirche. Der ehemalige Caritasdirektor der Diözese Eichstätt vertrat den an Corona erkrankten Bischof Gregor Maria Hanke. Der Bischof schickte einen Segensbrief an Ehepaare, die in diesem Jahr ihre goldene Hochzeit feiern.

Mattes deutete in seiner Predigt die wichtigsten Stationen aus dem Leben des heiligen Willibald – das Unterwegssein als Pilger, die Zeit der Zurückgezogenheit als Mönch im Kloster Monte Cassino sowie seine Amtszeit als Bischof und Hirte der Diözese Eichstätt – als wegweisend für Christen heute, insbesondere auch für Eheleute. „Pilgerschaft bedeutete für ihn, immer wieder aufbrechen, oftmals Vertrautes und Gewohntes aufgeben und zurücklassen, dabei jedoch nie das Ziel aus dem Auge verlieren.“ Willibald habe die christliche Grundhaltung des ständigen Neuaufbruchs, des Unterwegsseins und der Pilgerschaft vorgelebt. Er habe aber auch um die Notwendigkeit der Stille und des Gebets, des zur Ruhekommens und der Gottverbundenheit gewusst. „Gönnen Sie sich immer wieder solche Zeiten“, riet Mattes den Ehejubilaren. Ihre Bestimmung als Ehefrau, als Ehemann sei es, dem anderen zum Heil und Segen zu werden. „Gott will ihnen dabei Hilfe und Stütze sein. Wo Gott in Freud und Leid angerufen wird, bleibt Ihr Gebet gewiss nicht unerhört“. Auch ein Hirtendienst sei den Eheleuten und allen Christen gleichermaßen aufgetragen. Dieser sei so zu verstehen, „dass wir uns anvertrauten und an die Seite gestellten Menschen gute Wegbegleiter und Weggefährten sind, allen voran den Kindern und Enkelkindern, aber auch den alten, kranken und hilfsbedürftigen Familienangehörigen, erst recht, dem jeweiligen Ehepartner gegenüber“.

Nach dem Gottesdienst gab es einen Stehempfang für die Ehejubilare im Garten des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt. Foto: Geraldo Hoffmann/pde

Der Gottesdienst mit Ehejubilaren des Bistums Eichstätt gehört traditionell zu den Höhepunkten der Willibaldswoche, der jährlichen Festwoche zu Ehren des Bistumsgründers. Besonders geschätzt wird von den Jubelpaaren die Einzelsegnung, die ihnen während der Feier erteilt wird. Aufgrund der Platzverhältnisse in der Schutzengelkirche ist in diesem Jahr ein zweiter Gottesdienst für Dienstag, 5. Juli, um 10 Uhr angesetzt. Außerdem bieten viele Pfarreien Gottesdienste und Begegnungsmöglichkeiten für Ehejubilare an. Für jedes Paar, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Ehejubiläum feiert, hat Bischof Hanke einen persönlichen Segensbrief unterzeichnet, der den Paaren über die Pfarreien ausgehändigt oder zugeschickt wurde.

Das weitere Programm der Willibaldswoche sowie Fotos und Videos sind unter www.willibaldswoche.de abrufbar.

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