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Erneuter Rekordumsatz beim Landschaftspflegeverband – auch im Lengenbachtal ist der Landschaftspflegeverband seit vielen Jahren aktiv

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Fast wie eine „Muster“-Landschaft im Kleinformat wirkt das Lengenbachtal auf den Betrachtenden. Die besonders kleinteilige Kulturlandschaft mit ihrem Wechsel von Wiesen, Schaf-Weiden, ein sich durch das schmale Tal schlängelnder Bach mit sprudelnden Quellen, artenreiche Hecken, feuchte Hochstaudenfluren, Moorflächen oder trockene Heidekrautbestände macht das Tal wohl so attraktiv für die Naherholung. Diese einmalige Landschaft ist in erster Linie den Landwirten zu verdanken, die diese kleinteiligen Flächen noch bewirtschaften.

Landschaftspflege sichert Artenvielfalt im Lengenbachtal

Der Landschaftspflegeverband engagiert sich im Lengenbachtal, das zum NATURA 2000-Gebiet „Weiße Laber“ gehört, seit vielen Jahren.
Der Schwerpunkt liegt im unteren Teil des Lengebachtals, am sogenannten „Rödelbrunn“. In diesem rund 8 ha großen Gebiet, das sich großteils im Eigentum der Stadt Neumarkt befindet, liegen auf engstem Raum sehr nasse Kalkflachmoorbereiche und sehr trockene bodensaure Sandmagerrasen unmittelbar nebeneinander mit zahlreichen Vorkommen besonders geschützter und seltener Arten. So finden sich in den Sumpfbereichen Pflanzenraritäten wie die Sumpf-Stendelwurz, das Sumpf-Herzblatt, der Fieberklee, die Davalls-Segge, der Rundblättrige Sonnentau oder das Gewöhnliche Fettkraut. Auf den Sandmagerrasen ist das Vorkommen der Echten Mondraute, eine kleine Farnpflanze, eine Besonderheit. Da all diese seltenen Pflanzen konkurrenzschwach sind, brauchen sie, um zu überleben, eine angepasste Pflegemahd oder Beweidung.

Um diesen sehr unterschiedlichen Standorten und Ansprüchen der Tier- und Pflanzengesellschaften gerecht zu werden, hat der Landschaftspflegeverband nun in enger Abstimmung mit dem Artenkenner Georg Knipfer ein Pflege- und Entwicklungskonzept aufgestellt, das flächengenau die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen in diesem hochsensiblen Talabschnitt abbildet. Hier gibt es ein kleinteiliges Pflegemosaik mit Bereichen mit jährlicher Mahd, zweijährlicher Mahd, Brachebereichen, Entbuschungs­flächen und möglichen Beweidungsflächen. Jahr für Jahr sollen nun entsprechend dieses Konzepts differenzierte Landschaftspflegemaßnahmen umgesetzt werden. Für heuer ist eine Pflegemahd auf ausgewählten Feuchtflächen sowie eine Entbuschung von Faulbaumsukzession vorgesehen. Die Maßnahmen sollen nun ab Oktober umgesetzt werden.

Landschaftspflege im Jahr 2021 erneut mit Rekord-Umsatz

Die hier vorgestellte Landschaftspflegemaßnahme im Lengenbachtal steht beispielhaft für die zahlreichen und sehr umfangreichen Landschaftspflegemaßnahmen, die der Landschaftspflegeverband auch heuer durchführt. Mit rund 160 Pflegebereichen, gebündelt in 52 Landschaftspflegeanträgen und mit einem Finanzvolumen von rund 600.000 € setzt der Verband erneut eine Rekord-Summe um. „Wir konnten in diesem Geschäftsfeld, trotz Corona, sozusagen durcharbeiten“, stellt Landrat und Vorstandsvorsitzender Willibald Gailler erfreut und auch stolz heraus.

Dafür gilt ein ganz besonderer Dank der Höheren Naturschutzbehörde als Bewilligungsbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde als fachliche Begleitung. Die Landschaftspflegemaßnahmen werden mit Mitteln des Freistaats Bayern umfangreich gefördert. Der Lebensraum- und Artenschutz braucht eine kontinuierliche und verlässliche Finanzierung, und diese konnte auch für das Jahr 2021 im Bereich der Landschaftspflege im Landkreis gesichert werden.

Ein ausdrücklicher Dank geht auch an Herrn Oberbürgermeister Thomas Thumann. Die Stadt leistet, so wie alle Kommunen im Landkreis sowie der Landkreis selbst, mit ihrem Mitgliedsbeitrag einen wichtigen Beitrag zur Abdeckung der Eigenanteile in der Landschaftspflege, die mit wachsendem Maßnahmenumsatz auch dementsprechend umfangreicher werden.

Beeindruckende Bilanz:
Rekord-Landschaftspflege-Arbeitsprogramm 2021 mit rund 160 Landschaftspflege-Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von rund 600.000 €
insgesamt kümmert sich der Landschaftspflegeverband mittlerweile um eine Biotopfläche von rund 1.200 ha
bisher Auszahlung an Landwirte für Landschaftspflege in Höhe von rund 4,75 Mio. Euro
Landschaftspflege im Landkreis Neumarkt:
– Träger aller Maßnahmen ist der Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V.
– Der Landschaftspflegeverband stellt ein jährliches, fachlich abgestimmtes Maßnahmen­programm zusammen und stellt dafür die Förderanträge.
– Die fachliche Begleitung und die Förderabwicklung erfolgen über die Höhere und Untere Naturschutzbehörde.
– Die Landschaftspflegemaßnahmen werden mit 70 – bis 90 % gefördert mit Mitteln des Freistaats Bayern (Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz); den Eigenanteil erbringt der Landschaftspflegeverband.
– Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt über Landwirte zusammen mit dem Maschinenring Neumarkt plus und dem Maschinenring Jura-Hemau.

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