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Ehrenamt ächzt unter Einsatzbelastung

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Aus Anlass der aktuell massiven Einsatzbelastung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt i.d.OPf. verdeutlicht Pressesprecher Daniel Gottschalk die enorme Leistung der Ehrenamtlichen an einigen Zahlen: Alleine in den letzten neun Tagen wurde die Neumarkter Wehr zu 26 Einsätzen alarmiert. An zwei Tagen waren je sieben Einsätze binnen 24 Stunden zu leisten, die Ehrenamtlichen waren quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit gefordert. Die letzten Tage verging quasi kaum eine Nacht, in der die Freiwilligen nicht durch einen Alarm der Integrierten Leitstelle Regensburg aus dem Schlaf gerissen und sich ins Gerätehaus begeben mussten.

Betrachtet man die bisherige Jahresstatistik 2021 hat die Stadtfeuerwehr 586 Einsätze in bisher 363 Kalendertagen abgearbeitet. Im Schnitt daher 1,61 Einsätze pro Tag! Die Gesamteinsatzzahl stellt im langjährigen Vergleich einen absoluten Rekordwert dar, so Gottschalk mit Blick auf die Statistiken.

Neben der quantitativen Betrachtung darf auch die qualitative Bewertung der geleisteten Einsätze nicht unerwähnt bleiben. Diese lässt sich anhand der 26 Einsätze der vergangenen neun Tage gut verdeutlichen: Zu Beginn der letzten Kalenderwoche waren mit dem LKW-Brand auf der A3 und dem Brand im Heimstättenweg bei zwei mehrstündigen Einsätzen Brandtote zu beklagen. Eine Gott sei Dank seltene aber psychisch belastende Einsatzsituation für die Einsatzkräfte, deren Eindrücke und Bilder länger in Erinnerung bleiben als der Einsatz dauert. Auch waren mehrere Verkehrsunfälle auf der A3 alarmiert, wo für die Ehrenamtlichen generell ein gefährliches Einsatzumfeld herrscht. Belastend aber nicht öffentlichkeitswirksam werdend waren auch zwei Einsätze, in denen bei Unterstützung des Rettungsdienstes Personen verstorben und suizidiert aufgefunden wurden.

Bilder: Gottschalk, Brand Berliner Ring am 28.12.2021

Da „nach dem Einsatz generell vor dem Einsatz ist“, sind die wenigsten Einsätze nach Rückkehr ins Gerätehaus sofort beendet. Fahrzeuge, Gerätschaften und Schutzkleidung sind zu reinigen und wieder vollständig aufzurüsten. Auch das geschieht unter Mitwirkung der Ehrenamtlichen jedoch im überwiegenden Umfang durch die hauptamtlichen Kräfte. Diese reinigen und warten beispielsweise Schläuche, Atemschutzgeräte und Schutzkleidung. Durch die im Gerätehaus befindlichen Werkstätten erhalten die Ehrenamtlichen ihre persönlich Schutzkleidung nach kürzester Zeit gereinigt zurück und auch die Atemschutztechnik steht nach kürzester Zeit wieder geprüft bereit. Unterstützt wurde die Neumarkter Wehr immer wieder auch durch die Stadtteilwehren, besonders die Feuerwehren Holzheim und Pölling unterstützen regelmäßig mit Atemschutzgeräteträgern.

Helfen und Ehrenamt sind Trumpf, so die Imagekampagne der Bayerischen Feuerwehren. Wir mussten unsere Trümpfe heuer oft ausspielen und freuen uns, dass alle „Spiele“ gut ausgegangen sind, so Gottschalk. Freuen würden wir uns über Zuwachs in unseren ehrenamtlichen Reihen und der Jugend, damit wir auch künftig immer genüg Trümpfe zur Erfüllung der städtischen Pflichtaufgabe in der Hand halten.

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