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Die inszenierte Ausstellung: Möglichkeiten zeitgenössischer Szenografie

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Ein Abendvortrag von Juliette Israël im Museum Lothar Fischer am Do 12. Mai um 19 Uhr

Szenografie, also das Entwerfen räumlicher Situationen, in denen sich Werke und Menschen begegnen, gab es immer schon, selbst zu Zeiten der höfischen Kunst- und Wunderkammern als »Keimzellen« heutiger Museen. Auch der sogenannte »White Cube«, der mit der Moderne in den 1920er Jahren entstand, ist ein Ergebnis eines bis heute erfolgreichen Konzepts der Szenografie, dem immer noch viele Präsentationen folgen.

Das wirft Fragen auf: Warum gilt es bis heute als idealisierter Standard, dass weiße Wände als Kontext für die Kunst einen geradezu sakralen, neutralen Raum bilden sollen? Gibt es diesen neutralen Raum überhaupt, in dem Kunstwerke angemessen wahrgenommen werden können und gibt es nur eine adäquate Wahrnehmung von Kunst? Welche anderen Wege bieten sich, die von den Ausstellungskuratorinnen und -kuratoren ausgewählten Objekte angemessen in den Mittelpunkt zu rücken, das Netzwerk der Verbindungen zwischen den Werken und dem Publikum zu knüpfen und neue Perspektiven zu öffnen? Themen, die die Kunsthistorikerin Juliette Israël mit ihren Erfahrungen als Szenografin wichtiger Ausstellungen in Museen begleiten und die sie in ihrem Vortrag im Museum Lothar Fischer diskutieren wird.

Juliette Israël hat an der Sorbonne Paris Nord, der Universität Heidelberg sowie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Szenografie studiert. Sie hat an zahlreichen Museen und Galerien als Kuratorin und Szenografin gearbeitet und hat die gestalterische Konzeptionen der Paul Klee Ausstellung in der Pinakothek der Moderne (2018), der Jawlensky/Werefkin-Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses (2019), sowie in diesem Jahr der Sophie Taeuber-Arp Retrospektive im Kunstmuseum Basel und der neuen Sammlungspräsentation des Blauen Reiters im Lenbachhaus (seit März zu sehen) entwickelt. Die Neumarkter Museumleiterin, Dr. Pia Dornacher,  hat die heute in München lebende Szenografin nun erneut eingeladen. Der Vortrag musste im November 2021 anlässlich der Ausstellung „Gruppe RADAMA, Erwin Eisch, Gretel Stadler, Max Strack“, die derzeit im Cham gezeigt wird, coronabedingt ausfallen, doch aufgrund der großen Nachfrage wird der interessante Vortrag nun in während der Sonderschau „Günter Haese, Schwerelos – Raumplastiken aus Draht“ nachgeholt.

Aufgrund der Abendveranstaltung ist das Museum am 12. Mai von 14 Uhr bis 19 Uhr durchgehend geöffnet. 

Gebühr 6 €, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte tragen Sie im Museum eine FFP2- oder medizinische Maske.

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