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Der Lothar-Fischer-Preis 2021 geht an die Künstlerin Verena Issel

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Am Montag, den 26. April 2021 wurde im Museum Lothar Fischer in Neumarkt i.d.OPf. der Lothar-Fischer-Preis 2021 unter Leitung der Juryvorsitzenden Selima Niggl ermittelt. Diese ist Kunsthistorikerin und seit vielen Jahren im Kuratorium der Lothar & Christel Fischer Stiftung aktiv. Der zum 9. Mal ausgelobte Förderpreis mit dem Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Bildhauerei, der alle zwei Jahre von der Lothar & Christel Fischer Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Neumarkt i.d.OPf. vergeben wird und im Folgejahr mit einer Sonderausstellung verknüpft ist, geht dieses Jahr an die 1982 in München geborene Künstlerin Verena Issel, die in Hamburg und Berlin lebt und arbeitet. 

Für das zweistufige Wettbewerbsverfahren werden die Künstler/innen für den Preis von einem externen Vorschlagsgremium nominiert und anschließend von Mitgliedern der Stiftungsgremien ermittelt. Die Vorschläge kamen 2021 von Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover,  Dr. Harriet Zilch, Kuratorin Kunsthalle Nürnberg, Prof. Dr.  Harald Falckenberg, Sammlung Falckenberg Hamburg, Dr. Sebastian Baden, Kurator Kunsthalle Mannheim, Maya Heckelmann, Direktorin Künstlerhaus Marktoberdorf und Benjamin Houlihan, Lothar-Fischer-Preisträger 2019, Düsseldorf.

Die für den Preis vorgeschlagenen Künstler sollen in lose Verbindung zum Werk des Museumsstifters gebracht werden können und dem Profil des Hauses entsprechen. Lothar Fischer, selbst ab 1975 Professor für Bildhauerei an der Hochschule der Künste in Berlin (heute Universität der Künste), war sehr an der Förderung jüngerer Bildhauer interessiert, so dass ihm die Vergabe eines Preises bereits bei Gründung der Stiftung sehr am Herzen lag. 2005 erhielt erstmals Klaus Hack die Würdigung, 2007 ging sie an Rolf Wicker, 2009 an Brigitte Schwacke, 2011 an Martin Wöhrl, 2013 an Felix Schramm, 2015 an Stefan Rohrer, 2017 an Leunora Salihu, 2019 an Benjamin Houlihan und nun 2021 an Verena Issel.

Verena Issel entwirft mit ihren Werken rätselhafte, verspielte oder humorvoll anmutende, raumgreifende Szenarien, deren gesellschaftliche Bezüge große Ernsthaftigkeit entfalten können. Aus Skulpturen, Wandbildern und installativen Elementen entwickelt die Künst­lerin komplexe Rauminstallationen, die die Grenzen des zwei- und dreidimensionalen Bildraums ausloten. Für ihre Skulpturen und begehbaren Rauminstallationen verwendet Verena Issel meist kurzlebige Materialien wie Schaumstoff, Styropor, Plastik oder Filz. Die Ansammlungen von skulpturalen Objekten leben von der Vielfalt der Einzelteile, die wirken, als könnten sie immer wieder neu kombiniert werden. Durch die verwendeten Materialien und die Ge­staltung reagiert Verena Issel stets präzise auf das jeweilige Ausstellungsumfeld. Viele ih­rer Arbeiten, die auf den ersten Blick heiter und spielerisch erscheinen, transportieren eine dezidiert politische Aussage, beschäftigen sich beispielsweise mit dem chinesischen Uberwachungssystem oder der Zerstörung Palmyras durch den sogenannten Islamischen Staat.

Ihre vom 26. Juni bis Anfang Oktober  2022 geplante Ausstellung in dem monografisch angelegten Museum des erklärten Tonbildhauers Lothar Fischer (1933-2004) wird sicherlich einen interessanten Beitrag zur zeitgenössischen Bildhauerei liefern.

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