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Chancen für Bewerber so gut wie noch nie

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Plus bei Lehrverträgen im ostbayerischen Handwerk

Die Handwerkskammer zieht Bilanz: 5.004 neue Auszubildende haben von Januar bis Dezember 2021 in Niederbayern (2.617) und der Oberpfalz (2.387) eine Lehre im ostbayerischen Handwerk begonnen. Im Vergleich zu 2020 entspricht das einem Plus von insgesamt 2,16 Prozent. „Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie, die zeitweise einen sehr negativen Einfluss auf die Berufsorientierung hatte, eine überaus erfreuliche Nachricht“, bewertet Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Zahlen. Dennoch bleibe ein Wermutstropfen: „Die Zahlen sind immer noch zu gering, viele Betriebe haben nach wie vor großen Nachwuchsbedarf.“ Als Hauptursachen für den Bewerbermangel nennt die Handwerkskammer den demografischen Wandel und gesunkene Schülerzahlen.

Handwerk als attraktiver, krisenfester Arbeitgeber

Für die Branche erweise sich die Situation als besorgniserregend, für die Bewerber hingegen als ideal: „Unsere Handwerksbetriebe haben viele tolle Ausbildungsangebote im Portfolio und bieten während und nach der Lehre hervorragende Perspektiven“, bekräftigt Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Dass das regionale Handwerk als attraktiver Arbeitgeber punkten kann, habe Corona mehr als verdeutlicht: „Trotz widrigster Umstände haben unsere Betriebe an ihren Mitarbeitern festgehalten und sind zu jeder Zeit ausbildungsbereit geblieben.“ Auch würden handwerkliche Berufe alle Ansprüche erfüllen, auf die junge Menschen heutzutage besonderen Wert legen: „Von abwechslungsreichen Tätigkeiten über selbstbestimmtes, kreatives Arbeiten bis hin zu sehr guten Verdienst- und Aufstiegschancen.“ Dies gelte es laut Haber noch stärker in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Denn: „Nur mit genügend Fachkräften im Handwerk können die Zukunftsherausforderungen wie Klima- und Umweltschutz, Wohnungsbau oder Ausbau von Mobilfunk und Breitband gelingen.“ Habers Fazit: „Junge Menschen, die sich für das Handwerk entscheiden, leisten in entscheidendem Maße etwas Nachhaltiges für unser Land und unsere Gesellschaft.“

Mehr Abiturienten starten Handwerkskarriere

Während die Quote der Auszubildenden mit Mittlerer Reife, 36 Prozent, und Mittelschulabschluss, knapp 51 Prozent, nahezu gleichgeblieben ist, ist der Anteil der Auszubildenden mit Hochschulreife auf 10,5 Prozent leicht gestiegen. „Das zeigt wie attraktiv unsere Branche – gerade auch für Abiturienten –  ist“, freut sich Georg Haber. Das Handwerk habe für junge Menschen viel zu bieten: Nach der Lehre stehen etliche Weiterbildungswege offen, beispielsweise zum Meister oder Betriebswirt. Zudem berechtigt der Meistertitel zum Hochschulstudium. Dass der Anteil der weiblichen Auszubildenden auf etwas mehr als 18 Prozent abermals leicht gesunken ist, zeige wie nötig es sei, junge Mädchen und Frauen in der Nachwuchswerbearbeit noch gezielter anzusprechen. „Wir haben unsere Anstrengungen dahingehend verstärkt“, bestätigt Jürgen Kilger. „Um mehr Mädchen für das Handwerk zu gewinnen, ist seit Beginn dieses Jahres unter anderem ein Talentscout in der Region unterwegs.“

Kfz-Mechatroniker ist der häufigste Ausbildungsberuf

Der beliebteste Lehrberuf in Niederbayern und der Oberpfalz ist nach wie vor Kfz-Mechatroniker. 723 neue Lehrverträge wurden hier unterzeichnet. Im Ranking der meisten Neuabschlüsse folgen die Berufe Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Schreiner und Maurer. Diese fünf machen 45 Prozent des Gesamtbestandes im ersten Lehrjahr aus. Bei den ausländischen Auszubildenden wurde mit einer Quote von 11,9 Prozent auch in diesem Jahr wieder ein Höchststand erreicht. Das Handwerk in Niederbayern und der Oberpfalz bildet 32 Prozent aller Lehrlinge aus.

                  

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