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Buch des Monats Februar: „Mein Herz“ von Corinna Luyken

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Eichstätt. (pde) – Passend zum „Monat der Liebenden“ stellt Maria Hauk-Rakos im Februar das poetische Bilderbuch „Mein Herz“ von Corinna Luyken vor. In Zusammenarbeit mit der Schulabteilung der Diözese Eichstätt bietet die Religionslehrerin aus Dietfurt auch Gesprächsimpulse und kreative Ideen zum Buch des Monats an.

„Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ Diese Maxime des französischen Essayisten Joseph Joubert stellt Hauk-Rakos als Leitwort über ihre Rezension. Manch einer trägt es „auf der Zunge“. Es kann vor Furcht oder auch vor Freude „bis zum Hals“ schlagen. „Schwer wie Blei“ ist es mitunter oder aber leicht und frei. Wir können es anderen öffnen und verschließen, es verlieren, ja es sogar verschenken. Und manchmal kann es auch „zerbrechen“.

Die Rede ist von dem Organ unseres Körpers, das wahrscheinlich die meisten Zitate und Gedichte für sich in Anspruch nehmen kann: unser Herz. Schon die Gebrüder Grimm sammelten seitenlang Redensarten darüber. Blickt man auf seine Geschichte, so stößt man längst nicht nur auf die wissenschaftliche Funktionsweise dieses ganz besonderen Organs, sondern viel mehr auf die vielschichtige Bedeutung, die dieser beständig in uns pochende Muskel auf uns alle hat.

Das Herz des Menschen offenbart über alle medizinisch nachweisbaren Erkenntnisse hinaus auch stets etwas über moralische Werte und persönliche Eigenschaften. Es ist Sitz des Lebens und der Liebe in vielen Kulturen und Religionen, so auch im Christentum. Aus dem Herzen heraus erwachsen die Taten der Menschen – böse wie gute. Nicht umsonst wurde das „Herz Jesu“ zum Sinnbild der göttlichen Liebe zu uns Menschen. In unseren Emojis ist das Herzsymbol Sinnbild der Liebe. Schon der kleine Prinz erkennt in der gleichnamigen, weltberühmt gewordenen Erzählung von Antoine de Saint-Exupery, dass man „nur mit dem Herzen gut sieht, denn das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

In nur zwei Farben, gelb und schwarz, fängt die amerikanische Künstlerin Corinna Luyken die zentrale Bedeutung ein, die das Herz für uns hat. Ihre Bilderbuchheldin denkt nach über ihr eigenes Herz, das „ein Fenster sein kann“, bereit dazu, Neues und andere Menschen in es hereinzulassen, aber auch wie „ein Zaun zwischen mir und der Welt.“ Manchmal kann ein Herz auch zerbrechen und doch auch wieder „wie neu“ werden – von Luyken durch eine Jalousie, die das Kind öffnet und durch die Licht ins dunkle Zimmer dringt genial ins Bild gesetzt. Es sind Emotionen, die wir alle auf die eine oder andere Weise in unserem Leben erfahren, die die Autorin hier mit zartem Pinselstrich und in lyrischen, einfachen, kurzen und zugleich tiefsinnigen Texten in Gedichtform einfängt.

Seite für Seite macht dieses Buch einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, auf das eigene Herz zu hören, das – wie Joseph Joubert es formulierte – „uns sagen kann, was wir tun müssen“. Vielleicht geht dieses poetische Bilderbuch deshalb auch ganz besonders zu Herzen. Auf jeden Fall sehr „ans Herz zu legen“ für Groß und Klein – und das nicht nur am „Tag der Liebenden“, dem Gedenktag des heiligen Valentin am 14. Februar.

Gesprächsimpulse und kreative Ideen zum Buch sind unter www.bistum-eichstaett.de/schule abrufbar.

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