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Bistum will Plan für Klimaneutralität entwickeln

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„Nachhaltigkeit gehört zum Profil des Bistums Eichstätt“

„Ich brenne für das Thema Nachhaltigkeit, dieses Thema ist gesetzt und gehört zum Profil des Bistums Eichstätt“: Mit einer klaren Ansage hat Bischof Gregor Maria Hanke eine Gruppe aus Mitarbeitenden, Laienvertretern und Umweltexperten beauftragt, einen Fahrplan für die Klimaoffensive 2030 Plus zu entwickeln. Sie soll bis Ende dieses Jahres Maßnahmen festlegen, mit denen die Diözese ihre Klimaneutralität erreichen will.

„Das ökologische Anliegen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wir als Kirche wollen unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten“, sagte Hanke bei der Auftaktsitzung der „Steuerungsgruppe Klimaoffensive 2030 Plus“. Das ökologische Engagement sei für Christen nicht nur ein gesellschaftlich verpflichtender Einsatz, sondern bedeute einen „solidarisch-christlichen Lebensstil“. Was die Umwelt brauche und von vielen gefordert werde entspreche einem urchristlichen Anliegen: Maßhalten in den Dingen der Welt, gegen die Versuchung der Habgier und Verschwendung anzugehen, die Bereitschaft zum Teilen, die Einübung in die Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung und Verantwortung vor dem Schöpfer für den Garten, „dessen Hüter – und nicht Besitzer – wir sind“, so Hanke. „Das Schöne und Liebenswerte an diesem Garten der Schöpfung wollen wir den Menschen nahebringen und sie einladen, den Weg der Bewahrung der Schöpfung mit Freude und ohne Verbissenheit mit uns zu gehen.“

Wie dieser Weg zum schöpfungsfreundlichen Handeln für die Diözese Eichstätt weitergeht, soll die vom Bischof eingesetzte Steuerungsgruppe in den kommenden Monaten ausloten. Sie soll aufzeigen, wie und bis wann das Bistum klimaneutral werden kann. In dem zu erarbeitenden Maßnahmenkatalog sollen auch die Handlungsempfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz zur Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus ihren Niederschlag finden. Die deutschen Bischöfe regen beispielsweise an, Schöpfungsspiritualität noch bewusster in Verkündigung und Liturgie zu verorten, kirchliche Traditionen wie das Fasten im Hinblick auf die Schöpfungsverantwortung neu fruchtbar werden zu lassen, in kirchlichen Institutionen und auf Kirchenland nachhaltig zu wirtschaften, Mobilität umweltfreundlich zu gestalten und gesellschaftspolitische Verantwortung für die Armen und für die bedrohte Schöpfung wahrzunehmen.

Neun Projektbausteine

Vor diesem Hintergrund soll die Steuerungsgruppe für das Bistum Eichstätt ein Konzept mit Benennung konkreter Umsetzungsmöglichkeiten in den Bereichen Pastoral, Bildung, Liegenschaften, Mobilität und Beschaffung erstellen. Die beschlossenen Maßnahmen sollen dann in allen Einrichtungen und Immobilien der Diözese inklusive der Kirchenstiftungen umgesetzt werden – ausgenommen sind die Einrichtungen der Caritas. Mit einer breit angelegten Befragung sollen Priester, Kirchenstiftungen und hauptamtlich Beschäftige ihre Meinung zur bisher durchgeführten Klimaoffensive und zu ihren Erwartungen an die weitere Umweltarbeit einbringen können. Im laufenden Jahr sollen insgesamt neun Projektbausteine von Evaluation, Fragebogenerhebung, Erarbeitung von Nachhaltigkeitsleitlinien bis zur Entwicklung einer Verstetigungsstrategie für die Klimaoffensive 2030 Plus erarbeitet werden. Zusammengesetzt ist die Steuerungsgruppe aus Vertretern aller Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie einem Vorstandsmitglied des Diözesanrates der Katholiken. Begleitet wird sie von Umweltexperten der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg.

Die Diözese Eichstätt hatte bereits 2012 eine Klimaoffensive gestartet, um ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2010 zu halbieren. Eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes konnte bereits umgesetzt werden. „Allerdings müssen die Anstrengungen zur Halbierung der Emissionen bis 2030 deutlich verstärkt werden. Um die Klimaneutralität zu erreichen, braucht es einen noch größeren und stärkeren Hebel“, sagt Nachhaltigkeitsreferentin Lisa Amon, Leiterin der Steuerungsgruppe. Deshalb appelliert Bischof Hanke insbesondere an die Führungskräfte in der Diözese, ihren Beitrag zur Umsetzung zu leisten, „damit das Thema Nachhaltigkeit noch stärker gelebt wird.“

Weitere Informationen zur Klimaoffensive der Diözese Eichstätt unter www.bistum-eichstaett.de/umwelt.


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