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Bahnhof Neumarkt wird 150 Jahre alt

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Der Bahnhof in Neumarkt i.d.OPf. wird heuer 150 Jahre alt. Am 01. Dezember 1871 war er zusammen mit der Bahnstrecke Nürnberg – Neumarkt in Betrieb genommen worden. Dieses Jubiläum wollen die Deutsche Bahn, die Agilis und die Stadt Neumarkt entsprechend begehen, auch wenn dies unter Corona-Bedingungen in einer abgespeckteren Form als ursprünglich geplant erfolgen soll. Am 01. Dezember werden dazu von 6.00 bis 8.00 Uhr rund 1.500 Lebkuchen an Zugreisende durch Oberbürgermeister Thomas Thumann, Verkehrsreferent Olaf Böttcher, Herbert Kölbl und Karl-Heinz Ferstl von der Deutschen Bahn sowie weitere Teilnehmer verteilt werden. Damit wollen die Stadt, die Bahn und Agilis vor allem die Nutzer des Bahnhofes an diesem Bahnhofsjubiläum beteiligen und sie darauf aufmerksam machen. Am gleichen Tag um 10.00 Uhr wird dann in der Passage an der Dammstraße im Untergeschoss beim Eingangsbereich zum NeuenMarkt eine Ausstellung eröffnet, die sich auf 16 Schautafeln dem Thema „150 Jahre Bahnhof Neumarkt“ widmen wird. Dabei wird außerdem die Festschrift „150 Jahre Eisenbahngeschichte in Neumarkt“ vorgestellt werden. Sie umfasst 112 Seiten und bietet einen informativen Einblick in die Historie der Bahn in unserer Region. Die Ausstellung wird bis 05. Januar 2022 zu sehen sein. Abgesagt werden mussten aufgrund der Corona-Pandemie das eigentlich geplante große Bahnhofsfest zum Jubiläum und ein spezieller Weihnachtsmarkt am Bahnhofsvorplatz.

Archivbilder der Stadt Neumarkt

„Neumarkt ohne seinen Bahnhof und die Bahnstrecke sind heute nicht vorstellbar“, ist sich Oberbürgermeister Thomas Thumann sicher. „Wir wären sicher eine völlig andere Kommune geworden, wenn wir von den Verkehrsströmen im 19. Jahrhundert abgeschnitten geblieben wären. Daher waren die Bahn und der Bahnhof wichtige Meilensteine. Damals wie heute beim Hochschulbau bestätigt es sich: Wenn die Stadt in Vorleistung geht, zahlt sich das vielhundertfach aus.“ Das Stadtoberhaupt spielt damit auf die Tatsache an, dass es eigentlich schon seit 1859 eine 140 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg gab. Die führte aber über Schwandorf und Amberg und ging weit an Neumarkt vorbei. Die Neumarkter unternahmen mehrere vergebliche Anläufe, doch noch ins Bayerische Bahnnetz eingebunden zu werden und einen eigenen Bahnanschluss zu erhalten. Dies gelang jedoch viele Jahre nicht. Erst mit der Absicht der Ostbahngesellschaft, eine kürzere Verbindung Regensburg – Nürnberg zu erstellen, kamen die Neumarkter Interessen zum Tragen. In der Festschrift zum Bahnhofsjubiläum heißt es dazu: „Der Magistrat trat am 8. Juni 1869 Gemeindegrund unentgeltlich ab, der für Bahnkörper, Bahnhof, Lagerhaus und Maschinenwerkstätte benötigt wurde. Auch den Bau einer Zufuhrstraße sicherten die Stadtväter zu.“

Der Bauplan für den Bahnhof wurde schließlich vom Magistrat am 7. September 1870 genehmigt und der Bau konnte beginnen. Am 1. Dezember 1871 wurde der Bahnhof in Betrieb genommen, wobei er zunächst sogar als Endhaltestelle der bis dahin gebauten Teilstrecke Nürnberg – Neumarkt fungierte, die ebenfalls an diesem Tag den Verkehr aufnahm. Am 1. Juli 1873 war dann die ganze Strecke Regensburg – Nürnberg mit rund 100 Kilometern Länge fertig und aus dem zeitweiligen Endbahnhof Neumarkt wurde ein Durchgangsbahnhof.

Seither hat er eine wichtige Funktion für die gesamte Region als Umschlagplatz für Güter und als Drehscheibe für den Personenverkehr inne. Diese Bedeutung hat mit der Aufnahme des S-Bahnbetriebs auf der Linie S3 im Jahr 2010 zwischen Nürnberg und Neumarkt sogar noch zugenommen. Zeitgleich hat die Agilis die Bedienung der Strecke Neumarkt – Regensburg übernommen und das Angebot ausgeweitet, so dass heute so viele Zugverbindungen ab und zum Bahnhof Neumarkt zur Verfügung stehen, wie noch nie in seiner Geschichte.

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