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Ausbildungsmarkt: Es geht bergauf, aber keine Trendumkehr

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IHK meldet zum Ausbildungsstart 2022 wieder mehr Ausbildungsverträge

REGENSBURG. Ein Plus von 1,9 Prozent meldet die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim an besetzten Lehrstellen zum Start des Ausbildungsjahres 2022 (Stand: August 2021). Insgesamt starten 3.630 junge Menschen jetzt mit einer Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungen ins Berufsleben. Die IHK stellt dabei mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse. IHK-Ausbildungsexpertin Vera Ögüt sieht die Entwicklung positiv, von einer Trendumkehr sei man allerdings noch entfernt. „Vor zwei Jahren verzeichneten wir aufgrund der Corona-Pandemie ein historisches Minus bei der Eintragung neuer Ausbildungsverträge. Diese Auswirkungen sind immer noch zu spüren – auch wenn die Berufsorientierung in Präsenz wieder Fahrt aufnimmt und Schülerinnen und Schüler sich aktuell vermehrt für eine duale Ausbildung entscheiden.“ Die demografische Entwicklung sowie der Trend zur höheren Schulbildung setzten die betriebliche Ausbildung weiter unter Druck. Somit gibt es auch dieses Jahr nach Rückmeldung der Arbeitsagenturen wieder viele unbesetzte Lehrstellen – durch alle Branchen hinweg mangelt es an Bewerberinnen und Bewerbern. Dabei halten die Betriebe die Qualität der Ausbildung hoch. Die Prüfungsergebnisse in diesem Jahr geben ihnen Recht. „Die Zahl bestandener Prüfungen ist mit knapp 92 Prozent vergleichbar hoch wie in den Jahren davor“, so Ögüt.

Ausbildung bleibt bestes Mittel gegen Fachkräftemangel

Bei den regionalen Unternehmen gilt nach wie vor: Das beste Mittel gegen den anhaltenden Fachkräftemangel ist die Ausbildung eigener, qualifizierter Nachwuchskräfte. „Trotz herausfordernder Zeiten ist die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen in den meisten Branchen ungebrochen hoch“, betont IHK-Präsident Michael Matt. Es gelte jetzt, die Attraktivität der Beruflichen Bildung durch entsprechende Kommunikations- und Marketingmaßnahmen weiter zu steigern. Die erfolgreichen IHK-Projekte „AusbildungsScouts“ und „Elternstolz“ setzen beispielsweise in der Phase der Berufsorientierung zum einen bei Schülerinnen und Schülern an, zum anderen bei den Eltern als wichtigste Berater ihrer Kinder. Beide Initiativen haben zum Ziel, die Vorteile und Karrierechancen mit einer Ausbildung aufzuzeigen sowie den Bekanntheitsgrad der mehr als 270 Berufsbilder in Industrie, Handel und Dienstleistungen zu steigern. Gerade in Krisenzeiten erweise sich die Berufsausbildung als sichere Wahl. „Die berufliche Ausbildung bleibt eine hervorragende Eintrittskarte in das Berufsleben und die Betriebe fördern ihre Azubis durch vielfältige Aufstiegs- und Fortbildungsangebote“, betont Matt. Weiterbildungen bieten Auszubildenden beispielsweise die Möglichkeit, sich als Fachwirt oder Betriebswirt gleichwertig und international anerkannt auf Bachelor- oder gar Master-Niveau zu qualifizieren.

Offene Ausbildungsplätze seien derzeit keine Mangelware, so IHK-Ausbildungsberaterin Ögüt. „Auch nach Ausbildungsstart wird jeder Bewerber, der an einer dualen Ausbildung interessiert ist, einen Ausbildungsplatz finden können.” Die gefragtesten Ausbildungen sind momentan Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute und Kaufleute im Einzelhandel sowie auf Technikseite Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Fachinformatiker.

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