Die Nacht der digitalen Gründer

Foto: Bayreuther
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E-Commerce-Start-up-Night zeigte neue Gesichter der regionalen Gründerszene

REGENSBURG. Seit Amazon einst als Start-up begann, Bücher online zu verkaufen, hat sich im Bereich E-Commerce vieles getan. Heute mischen zahlreiche Gründer mit neuen Ideen den Markt auf und finden online Nischen, die sie mit innovativen Konzepten erfolgreich besetzen. Bei der zweiten gemeinsamen E-Commerce-Start-up-Night der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim, der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz, dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel und ibi research präsentierten junge Unternehmen aus der Region vor mehr als 100 Interessierten ihre digitalen Geschäftsmodelle. Welche Trends es am deutschen E-Commerce-Markt gibt und was Gründer beachten müssen, erläuterten Dr. Georg Wittmann, Geschäftsführer von ibi research an der Universität Regensburg sowie vom neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel, und Christoph Brem, Gründer der Inventorum GmbH in Berlin.

Erfolgreich Gründen im E-Commerce

 

Der Online-Einkauf spiele bei Konsumenten eine immer größere Rolle, zeigte sich Wittmann sicher. „Die Umsätze im Onlinehandel steigen in Deutschland stetig an. Für Start-ups bieten sich hier viele Chancen.“ Wichtig seien die Sichtbarkeit im Netz sowie eine geeignete Nische für seine Geschäftsidee zu finden, denn „die Gewinne konzentrieren sich auf wenige Onlineshops.“ 2017 erreichten die 100 größten davon 62 Prozent der Umsätze deutschlandweit. Der Entwickler der Softwarelösung Inventorum Christoph Brem berichtete über seine Erfahrungen als Gründer und Dienstleister im E-Commerce. Vom digitalen Kassensystem bis hin zum Onlineshop verbindet Inventorum alle Prozesse des lokalen Einzelhandels auf einer Plattform. Brem riet den jungen Unternehmen unter anderem, Ideen und vorhandene Produkte nicht gleich aufzugeben, sondern diese konsequent und mit einer guten Portion Kreativität weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sollten Gründer mögliche Investoren mit Bedacht auswählen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

 

Die Gründerinnen und Gründer der sechs regionalen E-Commerce Start-ups Agratt, Anybill, Build38 GmbH, Enjoy trading UG, Regiothek GmbH und Smartricity GmbH stellten daraufhin ihre Geschäftsmodelle vor. Die Ideen reichten von der digitalen Vermittlungsplattform für landwirtschaftliche Aufträge und Maschinen über eine App für digitale Kassenzettel bis hin zur Big-Data-getriebenen Energieoptimierung für Privatpersonen oder Energieversorger. Das anschließende Angebot zum Austausch und Netzwerken wurde von den Teilnehmern rege genutzt.