JURASTEIG NONSTOP ULTRATRAIL 2019

Schon zum 9. Mal werden im April Dietfurt an der Altmühl und der Bayerische Jura wieder zum Hotspot vieler deutscher und internationaler Ultraläufer. Der JURASTEIG NONSTOP ULTRATRAIL, kurz JUNUT hat sich zu einem festen Bestandteil der Ultralaufszene entwickelt. JUNUT bedeutet 5 ½ Marathons am Stück, 7.500 Höhenmeter bergauf und bergab, auf schmalen Pfaden, über Stock und Stein, bei Tag und bei Nacht. Der namensgebende Wanderweg JURASTEIG führt von Dietfurt an der Altmühl über Riedenburg, Kelheim, Bad Abbach, Schönhofen, Kallmünz, Schmidmühlen, Hohenburg, Kastl, Habsberg/Oberwiesenacker, Deining und Holnstein zurück zum Ausgangspunkt. Üblicherweise wird der JURASTEIG von Wanderern in 13 Tagesetappen begangen. Aktuell stehen 122 Gemeldete aus 7 Nationen (13 Damen, 109 Herren) auf der Teilnehmerliste. Die Teilnehmer haben dabei die Wahl zwischen 2 Distanzen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer hat sich für die komplette Runde (JUNUT 239) mit 239 km und ca. 7.500 Höhenmetern in Auf- und Abstieg entschieden. Dafür haben sie maximal 53,5 Stunden Zeit. Sie müssen am Sonntag, dem 07.04.2019 um spätestens 15:30 h wieder in Dietfurt sein. Die „Kurzdistanzler“ haben sich für den JUNUT 170 gemeldet. Sie laufen „nur“ 170 km bis nach Kastl. Die Höhendifferenz beträgt für sie ca. 5.400 Höhenmeter. Sie haben dafür ein Zeitlimit von 38,5 Stunden. Alle Läufer werden am Freitag, dem 05.04.2019 in zwei Startgruppen auf den Wanderweg JURASTEIG geschickt. Das Hauptfeld startet in der frühen Gruppe um 10:00 h, die späte Gruppe der schnellen Läufer erst um 15:00 h.

Diese Aufteilung hat folgenden Grund: Im letzten Jahr hat Tobias Krumm aus Bergisch-Gladbach mit 29:34 h einen neuen Streckenrekord auf der Langdistanz aufgestellt. Er startet in diesem Jahr erneut und wird sicherlich seine Zeit aus dem Vorjahr zumindest verteidigen, wenn nicht sogar weiter verbessern wollen. Wenn die besonders schnellen Läufer gemeinsam mit dem Hauptfeld starten würden, müssten im letzten Drittel der Strecke die Versorgungsstellen bis zu 24 Stunden besetzt sein. Dies ist logistisch kaum machbar. Mit den versetzten Startzeiten lässt sich das etwas entschärfenDie Versorgung und Betreuung der Läufer erfordert eine ausgeklügelte Logistik durch das Orga-Team um Margot und Gerhard Börner aus dem mittelfränkischen Schwabach. Auf die Läufer warten entlang der Strecke 12 Versorgungspunkte (VP). Ca. 40 freiwillige Helfer aus der Familie und dem Umfeld der Organisatoren und der Teilnehmer kümmern sich dort um die Läufer. Sie können dabei auf die Unterstützung vieler örtlicher Vereine und Feuerwehren, von Gastronomen und von Kommunen am Weg zählen.

Start- und Zielort Dietfurt unterstützt die Sportler und Organisatoren in vielfältiger Weise. In Riedenburg und Kelheim stellen die Stadtverwaltungen Räumlichkeiten für die dortigen Versorgungsstellen zur Verfügung. Die Freiwillige Feuerwehr in Matting empfängt die Sportler in ihrem Feuerwehrhaus, bewirtet sie dort in der Nacht von Freitag (5. April) auf Samstag (6. April) und bringt sie anschließend mit einem Rettungsboot über die Donau. Als nächste Station erreichen die Läufer das Naturfreundehaus Alpiner Steig in Schönhofen, bevor es in die Klosterwirtschaft nach Pielenhofen weitergeht. Für die Helfer dort bedeutet das eine „Nachtschicht“. Diese Versorgungspunkte sind während der ganzen Nacht von Freitag auf Samstag besetzt. Danach geht es weiter zur Freiwilligen Feuerwehr in Dallackenried, die am frühen Samstagmorgen ab 03:00 h helfend bereit steht. Im Sportheim des SV Schmidmühlen haben die Teilnehmer dann etwa 138,5 km in den Beinen. Bei denen, die sich während der Nacht verlaufen haben, können das schon auch ein paar Kilometer mehr sein. Die Familie des 1. Vorsitzenden Peter Fochtner kümmert sich beim SV Schmidmühlen jetzt schon zum 8. Mal aufopfernd und liebevoll um die Läufer. Bereits ab 05:30 h gibt es am Samstag warme Mahlzeiten, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten und voraussichtlich auch Massagen. Wer einen ausreichenden Zeitpuffer herausgelaufen hat, kann in Schmidmühlen auch kurz schlafen. Spätestens samstags um 16:00 h muss Schmidmühlen aber wieder verlassen sein, sonst droht die Disqualifizierung. Im Sportheim des TuS Hohenburg befindet sich der nächste VP. Auch Wolfgang Preibisch kümmert sich dort bereits zum 8. Mal in Folge liebevoll um die Teilnehmer. Sein Kartoffelbrei hat in den vergangenen Jahren schon den einen oder anderen Läufer „wiederbelebt“.In Kastl ist die 9. Versorgungsstelle des JUNUT. Dort werden die Teilnehmer im Hotel Forsthof betreut. Hier gibt es dann auch die „Kurzdistanz-Wertung“.

Die „Langdistanzler“ führt der Weg 10 km weiter auf den Habsberg zur Gaststätte am Diözesanjugendhaus. Danach kommt der von den meisten gefürchtete Abschnitt nach Deining. In der zweiten Nacht ohne Schlaf geht es weitere 22 km zum Sportheim des 1. FC Deining. Die bewährte Mannschaft um den Jugendleiter des 1. FC Deining, Franz Xaver Meier, steht von Samstag 13:00 h bis Sonntag 08:00 h für die JUNUTler bereit. Auch in Deining gibt es wieder eine warme Mahlzeit sowie Dusch- und Umkleidemöglichkeiten. Mehr als 202 km liegen in Deining hinter den Läufern; ein lockerer Halbmarathon bringt sie anschließend nach Holnstein in die „Felsenschänke“ der Regens-Wagner-Einrichtung mit der letzten Versorgungsstelle. Danach sind es noch „schlappe“ 15,6 km bis zur Ziellinie in Dietfurt. Weitere Vorab-Informationen finden Sie auf der Website des JUNUT: www.junut.de Während des Laufs können die Teilnehmer auch via Satelliten gestützten Life-Trackings online verfolgt werden. Ein entsprechender Link kann dann auf www.junut.de aufgerufen werden.