Strom selbst gemacht: Regensburger Energiekongress informierte über betriebliche Eigenversorgung

Diskutierten beim 4. Regensburger Energiekongress über Konzepte der betrieblichen Eigenversorgung: Johannes Rauch / OTH Regensburg
Diskutierten beim 4. Regensburger Energiekongress über Konzepte der betrieblichen Eigenversorgung: Johannes Rauch / OTH Regensburg

REGENSBURG. Welche Wege der betrieblichen Eigenversorgung gibt es für Unternehmen? Dieses Thema stand für die rund 170 Teilnehmer des 4. Regensburger Energiekongresses im Mittelpunkt. Der mit Unterstützung der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim veranstaltete Kongress des Regensburg Centers of Energy and Resources der OTH Regensburg brachte Unternehmen sowie Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch. Der Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier betonte, wie wichtig es sei, die Herausforderungen im Bereich Energie ganzheitlich zu betrachten. „Das ist der Anspruch, den wir als Hochschule für angewandte Wissenschaften im Austausch mit Unternehmen und Kommunen in der Region verfolgen“, so Präsident Prof. Dr. Baier.

Gesamtkonzept für Energiewende

 

Möglichkeiten der betrieblichen Eigenversorgung gibt es viele – das zeigten die zahlreichen regionalen und überregionalen Firmen, die ihre individuellen Konzepte präsentierten. Im Hinblick auf die Energiewende gilt es, über den Tellerrand zu schauen und neue Strategien sowie technische Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, so der Konsens. Die betriebliche Eigenversorgung ist ein wesentliches Element der Energiewende, das künftig an Bedeutung gewinnen kann, sofern die Rahmenbedingungen es erlauben.

 

Laut Politik sollen 65 Prozent des Strombedarfs bis 2030 aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Eine ganzheitliche Strategie für diesen Umstieg lässt allerdings bisher auf sich warten. Ministerialdirektorin Dr. Ulrike Wolf vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie kündigte den Teilnehmern ein „integriertes und konsistentes Gesamtkonzept“ an. Das ist aus Sicht der IHK dringend notwendig für eine erfolgreiche Umgestaltung des Energiesystems hin zur mehr Nachhaltigkeit. „Vor allem Unternehmen würden dadurch mehr Planungssicherheit erhalten, um beispielsweise ohne Risiko in Energieeffizienz oder nachhaltige Energieversorgungssysteme investieren zu können“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes.