Gemeinde Berg stemmt große Zukunftsprojekte

Als „grandioses Jahr“ bezeichnet Bürgermeister Helmut Himmler das abgelaufene Haushaltsjahr 2016. Nach Auswertung der Daten zur Jahreswende kündigte er wichtige und hohe Investitionen für die Zukunft und somit in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in der Schwarzach-Gemeinde an.

 

Berg mit seinen 34 Gemeindeteilen sei nach Aussagen des Rathauschefs weiter auf Wachstumskurs. In Berg herrsche wie im ganzen Landkreis de facto Vollbeschäftigung, die Steuereinnahmen boomen, es werde intensiv gebaut und investiert. Man habe im Vollzug der realen Kassengeschäfte im Haushaltsjahr 2016 insgesamt 26,278 Millionen Euro eingenommen und am Ende des Jahres einen deutlichen Haushaltsüberschuss in Höhe von 3,382 Millionen Euro erzielt. Dadurch seien – wie in der Haushaltsplanung vorgesehen – die Rücklagen trotz hoher Investitionstätigkeit deutlich angewachsen.

 

Er betreibe in der schuldenfreien Gemeinde eine ebenso einfache wie konsequente Finanzpolitik. Bei boomenden Steuereinnahmen werden Rücklagen gebildet, um in konjunkturell einnahmeschwächeren Jahren trotzdem intensiv bauen und investieren zu können. Darüber hinaus habe die Gemeinde mit dem neuen Sport- und Kulturzentrum Berg mit Hallenbad und neuer Mehrzweckhalle ein gewaltiges 12-Millionen-Euro-Projekt zu schultern, das mit Eigenmitteln ohne Kreditaufnahme finanziert werden soll. Die Gemeinde hatte gemäß den vorgelegten Daten des Bürgermeisters 2016 Rekord-Steuereinnahmen. Die Steuern und Steueranteile erreichten ein Volumen von 8,8 Millionen Euro. Die Beteiligung der Kommune an der vereinnahmten Einkommenssteuer habe 4,529 Millionen Euro ausgemacht.

Anfang März 2017 beginnt mit dem neuen Sportzentrum an der Schulstraße das größte Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Berg, das 2019 mit Erstellung der Außenanlagen und Umgestaltung der Schulstraße abgeschlossen werden soll. Einen großen Entwicklungssprung macht die Gemeinde Berg derzeit im Bereich der sog. sozialen Infrastruktur. Das neue Ärztehaus in der Neumarkter Straße ist bereits weit fortgeschritten und im Frühjahr 2017 kann dort barrierefrei der Betrieb aufgenommen werden. Auch für das „Sondergebiet Gesundheit, Pflege, Nahversorgung“ an der Schulstraße wird im Frühjahr der Baubeginn erfolgen, so dass allein im Bereich der Schulstraße in den kommenden zwei Jahren rund 30 Millionen Euro durch die Gemeinde und private Investoren umgesetzt werden.

 

Am 31.12.2016 hatten 8.063 Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnsitz in Berg, darunter 7.699 mit Haupt- und 364 mit Nebenwohnsitz. Per Saldo lag das Bevölkerungswachstum 2016 bei 124 und damit entsprach die tatsächliche Entwicklung auch der kommunalen Strategie eines stetigen, begrenzten Wachstums.

 

Die meisten Einwohner mit Hauptwohnsitz hat Berg mit 2.932 Menschen und Sindlbach ist mit aktuell 619 Bürgerinnen und Bürgern der zweigrößte Gemeindeteil in der 34-Dörfer-Gemeinde Berg.

 

Den 62 Geburten standen 2016 insgesamt 73 Sterbefälle gegenüber und im Standesamt wurden 36 Eheschließungen beurkundet.

 

Bei intensiver Bautätigkeit wurden im Bauamt 106 Bauantragsverfahren bearbeitet, wobei gemäß der Geschäftsordnung der Gemeinde der Bürgermeister zahlreiche Bauangelegenheit in eigener Zuständigkeit über die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens entscheidet.

Man habe insbesondere aus der fränkischen Nachbarschaft beständig hohe Nachfrage nach Bauland. Wegen des intensiven Naturverbrauchs erfolgt eine dosierte Neuausweisung von Bauland und darüber hinaus will die Gemeinde die bestehende Bausubstanz in Nutzung halten und modernisieren. Die vielfach beklagten Wohnhausleerstände gibt es daher in Berg nicht. Die Dörfer sollen ihren Charakter behalten, werden reihum vitalisiert und in den Dörfern erfolgt zurückhaltende Widmung von neuem Bauland.

 

In der Gemeinde Berg leben die Asylbewerber aus verschiedenen Herkunftsländern, nach Auskunft Himmlers völlig problem- und konfliktfrei und das sei vor allem das Verdienst der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe.

 

Im Bereich der Bildungs- und Familienpolitik sei die Gemeinde Berg bestens aufgestellt und damit zukunftsfähig im besten Sinne, so Himmler. Man habe von den Kinderkrippen bis hin zu den breit gefächerten Ganztagsangeboten an den Schulen in Berg und Sindlbach, der Spiel- und Sportinfrastruktur, den Jugendtreffs in Sindlbach und Hausheim mit zusätzlich rund 20 sog. Bauwagen-Treffs alle Betreuungsmöglichkeiten, damit Familie und Berufstätigkeit gut organisiert werden kann. Die „kommunale integrierte Bildungs-, Familien- und Arbeitsmarktpolitik“ habe sich bewährt und könne je nach künftigem Bedarf weiterentwickelt werden.

 

Besonderen Wert legt die Gemeinde auf gute und attraktive Angebote für ihre Senioren und hierbei würdigt das Gemeindeoberhaupt insbesondere die engagierte Arbeit der Nachbarschaftshilfe, von Patientenbeauftragtem Dr. Gerfrid Vogel und Seniorenbeauftragter Anita Vogel.

Zusammen mit dem Seniorenheim Doktorshof und dem Pflegedienst „aha“ habe man ein engmaschiges soziales Netzwerk knüpfen können, welches jetzt sogar um eine große stationäre Pflegeeinrichtung der AWO Nürnberger Land in Berg ergänzt werden kann.

Sehr gut angenommen werden die speziellen offenen Angebote der Seniorenarbeit: Computern, Tanzen, Schwimmen, Kultur für Senioren.

 

Überhaupt sei die kommunale Sozialplanung nach Einschätzung von Bürgermeister Helmut Himmler die zentrale Zukunftsaufgabe der Gemeinde. Dabei gelte es, den Zusammenhalt der Menschen gut zu organisieren und den Bürgerinnen und Bürgern ein weitgehend gutes und sicheres Leben in lokaler Gemeinschaft zu organisieren – mithin also hohe Lebensqualität.

 

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