Gemeinde Berg wächst beständig - weiterer Steinbruch in Bischberg abgelehnt - Projekt Sportzentrum beginnt

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Helmut Himmler die Rahmendaten für die anstehende Baumaßnahme „Sport- und Kulturzentrum Berg“ bekannt.

08.12.2016: Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zur Bau-/Genehmigungsplanung in der heutigen Gemeinderatssitzung

15.12.2016: Einreichen der Bauantragsunterlagen beim Landratsamt Neumarkt (Genehmigungsbehörde)

25.01.2017: Gemeinderatssitzung - Vergabe der Abbrucharbeiten

06.03.2017: Beginn der Abbrucharbeiten

27.05.2017: Ende der Abbrucharbeiten

Demnach können beide Einrichtungen (Schwimm- und Turnhalle) nur noch bis zu den Faschingsferien im Februar 2017 genutzt werden.

 

Was die Einnahmen betrifft, kann die Gemeinde Berg bis zum 8. Dezember rund 19 Millionen Euro verzeichnen, so dass das Jahr 2016 voraussichtlich mit einem Überschuss von rund 3 Millionen Euro abgeschlossen werden kann. Außerdem teilte er mit, dass in diesem Jahr bisher 59 Geburten registriert sind und aufgrund eines starken Einwohnerzuwachses die Einwohnerzahl auf aktuell 8.048 Personen angestiegen ist (Hauptwohnsitz: 7.685; Nebenwohnsitz: 363). Damit liege man im Korridor der kommunalen Entwicklungsstrategie, wonach ein stetiges und leichtes Bevölkerungswachstum angestrebt wird.

Einstimmig lehnte der Gemeinderat den Antrag der Firma H. Geiger GmbH Stein- und Schotterwerke ab, auf der Fläche Fl-Nr. 783 der Gemarkung Sindlbach östlich von Bischberg eine Abgrabungsgenehmigung für Materialentnahme (Kalksteinabbau) mit anschließender Wiederverfüllung zu erlangen.

 

Die wichtigsten Antragsbestandteile:

  • das Grundstück hat eine Fläche von ca. 3,64 ha
  • die Netto-Abbaufläche soll ca. 2,69 ha betragen
  • die Abbautiefe soll ca. 29 - 41 Meter betragen
  • berechnetes Abbauvolumen 968.400 m³ mit Abraummaterial bzw. geschätzte 775.000 m³ ohne Abraummaterial
  • voraussichtlicher Abbauzeitraum mind. 10 - 15 Jahre bei einer geplanten Abbaumenge von 100.000 Tonnen pro Jahr
  • ein Wasser- / Abwasseranschluss ist nicht erforderlich
  • die Erschließung soll über die Gemeindeverbindungsstraße Bischberg - Ballertshofen erfolgen
  • das gewonnene Material soll entweder als Auffüllmaterial direkt abtransportiert werden oder zur weiteren Aufbereitung (Edelsplitten) per LKW in den bestehenden Steinbruch der Fa. Geiger transportiert werden.

 

Bürgermeister Helmut Himmler bezeichnete den vorliegenden Antrag als "nicht hinnehmbare Rücksichtslosigkeit und Unverschämtheit den Bischberger Bürgerinnen und Bürgern gegenüber." Es soll nach dem Ansinnen der Firma Geiger de facto ein weiterer Steinbruch an der Ballertshofener Straße entstehen. Die Gemeinde werde sich daher mit allen Möglichkeiten gegen dieses Ansinnen wenden und man sei auch für einen gegebenenfalls erforderlichen Rechtsstreit gewappnet.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0