Hohes Niveau der Vereinsförderung in Berg - SC Oberölsbach vor nächstem Bauprojekt

Im Berger Rathaus befasste sich der Sport- und Kulturausschuss unter Leitung von Bürgermeister Helmut Himmler mit den eingereichten Förderanträge der für Sport, Jugend, Kultur, Heimat- und Denkmalpflege. Im Haushaltsjahr 2015 hat die Gemeinde im Rahmen dieser Aufgabenstellung 261.000 Euro an unterstützenden Fördergeldern ausgegeben und auch in diesem Jahr kann der Gemeinderat in der Jahresabschlusssitzung am 22. Dezember das weitgehend von Gemeinderat Georg Späth erarbeitete und vom Sportausschuss befürwortete Förderkonzept beraten und beschließen.

Bei der Bezuschussung der Vereine werden die vier Sportvereine und die vier Schützenvereine der Gemeinde wegen ihrer wichtigen gesellschaftlichen Bedeutung, insbesondere aufgrund ihrer vielfältigen Angebote im Kinder- und Jugendsport besonders gefördert. Alle acht Vereine bieten Kindern und Jugendlichen das ganze Jahr über eine Fülle sportlicher Betätigung an, sei es beim regelmäßigen wöchentlichen Training, sei es im Spielbetrieb, bei den Rundenwettkämpfen oder bei den vielen Wettkampfveranstaltungen. Eine gemeindliche Jugendförderung im Berger Modell hat eine regelmäßige Jugendarbeit im Verein zur Voraussetzung. Das bedeutet, dass wöchentlich mindestens zwei Trainingsstunden unter der Betreuung qualifizierten Personals stattfinden und nachgewiesen werden müssen.

 

Die Förderung der Jugendarbeit hat bei der Bemessung des Zuwendungsbetrags einen besonderen Stellenwert. Dies kommt zum Ausdruck in der Bewertung der Übungsleiterstunden und im Besonderen bei der Berücksichtigung der Anzahl der Jugendlichen eines Vereins.

 

Aber auch für erwachsene Mitglieder und qualifizierte Übungsleiter erhalten die Sport- und Schützenvereine Förderbeträge.

 

Weiter wird auf die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der gemeindlichen Turnhalle, des Hallenbades und anderer gemeindlicher Infrastruktur verzichtet. Diese wird kostenfrei überlassen. Diese verlässlichen jährlichen Zuwendungen der Gemeinde helfen den Vereinen dabei, ihre Ausgaben auf einer sicheren Grundlage zu kalkulieren.

 

Darüber hinaus werden bauliche Investitions- und Sanierungsmaßnahmen mit 15 % der nachgewiesenen Kosten bezuschusst. Seit 2013 erhalten die Sport- und Schützenvereine einen Energiekostenzuschuss (Heizöl, Gas und Strom), wenn sie eigene Liegenschaften betreiben und ihnen hierfür Kosten entstehen.


SC Oberölsbach erweitert 2017 Nutzflächen für Kraftsport und Gymnastik

Christian Lehmeyer, der 1. Vorsitzende des SC Oberölsbach, erläuterte auf Einladung des Bürgermeisters den Mitgliedern des Sport- und Kulturausschusses die aktuelle Situation des SC Oberölsbach, die Weiterentwicklung der Angebote sowie das anstehende Bauprojekt 2017.

 

Der SC Oberölsbach hat derzeit 1.540 Mitglieder und man will die Mitgliederzahl bei 1.400 – 1.500 stabil halten. Gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft sieht man beim größten Verein in der Gemeinde Berg im Bereich Kraftsport, Fitness und Gesundheit.

 

Für diese zu erweiternden Angebote reichen die vorhandenen Sport-Nutzflächen nicht mehr aus, so dass auf dem bisherigen Parkplatz am Barstenweg 2017 ein zweistöckiges Erweiterungsgebäude entstehen wird.

 

Im Erdgeschoss werden weitere 127 Quadratmeter für den Bereich Fitness entstehen und die bestehende Kraftsport-Nutzfläche wird im 1. Stock um weitere 190 Quadratmeter deutlich ausgeweitet. Nur so könne nach Aussagen Lehmeyers die zukünftige Nachfrage durch entsprechende Raum- und Geräteangebote bedient werden.

 

Der Bau der neuen Parkplätze mit ca. 60.000,- Euro Kosten hat bereits begonnen.

 

Der Erweiterungsbau ist auf 650.000,- Euro veranschlagt. Der BLSV wird rund 113.000,- Euro und der Landkreis Neumarkt ca. 56.000,- Euro gewähren.

 

Die Gemeinde Berg – so Bürgermeister Helmut Himmler – beteiligt sich gemäß den Sport-Förderrichtlinien mit rund 100.000,- Euro an den Projektkosten und zusätzlich übernimmt die Gemeinde Bürgschaften für den Verein. Die hierfür erforderlichen Anträge werden dem Gemeinderat noch zur Entscheidung vorgelegt.

 

Der SCO-Vorsitzende weist die Ausschussmitglieder auf die hohe Eigenbelastung des Vereins hin, die bei rund 400.000,- Euro liegen dürften. Vereine, die gemeindeeigene Sportstätten kostenfrei nutzen, hätten diese Belastungen nicht zu tragen.

 

Das Projekt soll im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden.

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