Staatssekretär Albert Füracker will Gemeinde Berg bei wichtigen Anliegen unterstützen

Mit dem Bau des Sport- und Kulturzentrums an der Schulstraße, der Ortsumgehung Berg sowie der Sanierung der Staatsstraße 2240 im Streckenabschnitt Berg – Schleifmühle an der Bezirksgrenze Oberpfalz/Mittelfranken stehen in der Gemeinde wichtige Infrastruk-turprojekte an, die vom Freistaat Bayern gebaut oder gefördert werden. Deshalb hatte Bürgermeister Helmut Himmler den Staatssekretär ins Berger Rathaus einge-laden, um wichtige Anliegen zu erläutern und um Unterstützung aus der Staatsregierung zu erhalten.

Himmler berichtete zunächst über die Situation der Schwarzach-Gemeinde mit einem Haushalts-volumen von rund 25 Millionen Euro pro Jahr, einer soliden kommunalen Finanzpolitik mit der Folge von Schuldenfreiheit, erfreulichen Rücklagen und einer hohen jährlichen Investitionsquote zur Modernisierung und Weiterentwicklung der Gemeinde mit aktuell 8.038 Einwohnern in 34 Orten. Wichtig sei der Gemeinde eine fundierte Bildung und Betreuung der Kinder, Schüler und Jugend-lichen und damit die Ermöglichung bester Lebenschancen. Ganze 57 Prozent der Grundschüler werden in Berg und Sindlbach in den verschiedenen Formen der Ganztagsschule und Nachmittags-betreuung zuverlässig versorgt. Darüber hinaus werde die Ferienbetreuung der Gemeinde sehr gut angenommen. Der Breitbandausbau sei in sechs Projekten angegangen worden und 2017 werde die letzte Ausbaumaßnahme mit der Telekom angegangen. Ende 2017 verfüge jeder Haushalt über eine moderne und zukunftsfähige digitale Infrastruktur mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 30.000 Kbit/s. Hier zollte Himmler Füracker ein großes Lob für das bayerische Förder-programm. In Berg sei insgesamt rund eine Million Euro in die Breitband-Infrastruktur investiert worden.

 

Das neue Ärztehaus in Berg sei bereits im Bau und noch im Dezember könne das Projekt „Haus der Gesundheit“ auf dem alten Festplatz an der Schulstraße dem Gemeinderat vorgestellt werden. Dies seien wichtige Meilensteine der kommunalen Sozialplanung in Berg.

Eine große Schwierigkeiten der kommenden Jahrzehnte sei die Gewinnung von Fachkräften angesichts der Demografie im Landkreis und in jeder Landkreiskommune:

 

  • Die geburtenstarken Jahrgänge nähern sich dem Rentenalter
  • Die Zahl der Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren nimmt im Landkreis bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Jahr 2012 um 16,6,% ab
  • Die 16-18 Jährigen um über 24%
  • Die 19-24 Jährigen gar um nahezu 30% ab

 

Der Berger Bürgermeister richtete drei wichtige an Staatssekretär Albert Füracker und bat um dessen Unterstützung:

Die Staatsstraße sei im 5,6 Kilometer langen Streckenabschnitt Berg – Schleifmühle umfassend zu sanieren, was auch geschehen werde. Vordringlich sei der Abschnitt zwischen Oberölsbach bis zur Bezirksgrenze bereits im Jahr 2017. Dies sei der halbe Sanierungsabschnitt und der Bereich Berg – Oberölsbach könne nachrangig umgesetzt werden.

Auch bei der Ortsumgehung von Berg müssten jetzt die konkreten Planungen angegangen werden, so dass 2017 die Planungen vorliegen und nach der wichtigen Bürgerbeteiligung über das Planfeststellungsverfahren Baurecht geschaffen werden könne. Ein Baubeginn 2018 oder 2019 sei anzustreben und das sei auch die Erwartungshaltung der Menschen in Berg.

Schließlich erhofft sich die Gemeinde Berg bei der Finanzierung des Sport- und Kulturzentrums eine „formidable Unterstützung“ durch den Freistaat Bayern.

 

Albert Füracker hörte sich die Wünsche geduldig an und sagte den Gemeindevertreterinnen und –vertretern Susanne Hierl, Peter Bergler, Anita Vogel, Johann Nutz, Johann Fürst und Geschäfts-leiterin Annemarie Götz im Rahmen seiner Möglichkeiten auch seine Unterstützung zu. Er mache keine leichtfertigen Versprechungen, wolle aber die positive Entwicklung der Gemeinde Berg weiter unterstützen. Bei der Ortsumgehung von Berg mit umfangreichen Eingriffen in landwirt-schaftliche Nutzflächen sei die Geschlossenheit des Gemeinderates wichtig und die sei nach Aussagen des Bürgermeisters einmütig gegeben. Bei einer derzeitigen Frequentierung von 10.000 Fahrzeugen pro Tag und einem erheblichen LKW-Anteil sei eine Ortsumfahrung zur Entlastung Bergs unumgänglich. Die aktuelle Verkehrsprognose gehe sogar von einer Zunahme auf rund 12.000 Fahrzeuge je Tag aus und das sei den Anwohnern der Staatsstraße nicht mehr zumutbar.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0