Kunstmatinee zum Werk von Niki de Saint Phalle im Museum Lothar Fischer

Am Donnerstag, den 1. Dezember um 10.30 Uhr widmet sich die Kunstmatinee im

Museum Lothar Fischer in Neumarkt dem Werk der 1930 in Neuilly-sur-Seine geborenen und 2002 in San Diego verstorbenen berühmten Künstlerin Niki de Saint Phalle. Die französisch-schweizerische Bildhauerin, die in den USA aufwuchs, ist vor allem durch ihre üppig rund geformten und bemalten Nana-Figuren bekannt geworden. Nana ist ein vieldeutiger Begriff aus dem Französischen für die moderne, selbstbewusste, erotische und verruchte Frau. Diese farbenfrohen Frauenfiguren fertigte Niki de Saint Phalle ab 1965 im Zuge der international agierenden Pop-Art zunächst aus Draht und Textilien und schließlich aus Polyester. Großen Erfolg erfuhr sie mit ihrer 29 Meter langen liegenden Nana, die von Ausstellungsbesuchern durch ihre Vagina betreten werden konnte.

Das Werk war eine Auftragsarbeit von 1966 für das Moderna Museet Stockholm, das Niki de Saint Phalle zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Schweizer Bildhauer Jean Tinguely, umsetzte. Gemeinsam erhielten sie Anfang der 1980er Jahre zudem den Auftrag für eine Brunnenanlage vor dem Pariser Centre Pompidou. Damals hatte die Künstlerin bereits an ihrem Lebenswerk in Italien

gearbeitet, dem Bau ihres Tarot-Gartens südlich von Grosseto in Italien. Mit dem Werk Nana ange nimmt die Künstlerin innerhalb der aktuell gezeigten Sonderausstellung "Wir sind, was wir sammeln - Von Willi Baumeister bis Andy Warhol" im Museum Lothar Fischer als einzige vertretene Frau eine besondere Rolle ein. Es erwartet Sie eine außergewöhnliche Matinee über eine der interessantesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

 

Eintritt 5 €, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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