„Annäherung auf vielen Ebenen“ MdEP Albert Deß zur Bayerisch-Tschechischen Kooperation

Der CSU-Politiker und Abgeordneter des Europäischen Parlaments Albert Deß begrüßt die Bemühungen der Hanns-Seidel-Stiftung und deren Regionalleiters Martin Kastler, diese Woche weitere Perspektiven der bayerisch-tschechischen Kooperation aufzuzeigen.

Zum organisierten Mittagstisch in Brüssel erschienen hochrangige Vertreter der NATO, der bayerischen Vertretung in Brüssel sowie des europäischen und des tschechischen Parlaments.

„Bayern und Tschechien haben schwere Krisen hinter sich gebracht. Umso wichtiger ist es, nun eine enge Beziehung zu unserem Nachbarn zu pflegen, sowohl auf politischer, als auch auf wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Ebene“, so Albert Deß. Erst 2010 kam es, vorangetrieben durch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem damaligen tschechischen Ministerpräsidenten Petr Nečas, zu einer Aussöhnung beider Nationen. Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Situation durch die Verbrechen in der Hitlerzeit, aber auch durch die Vertreibung der Sudentendeutschen aus Tschechien als sehr angespannt.

 

Seit der Annäherung haben beide Nationen durch viele Projekte Verknüpfungspunkte gefunden. So wurde Anfang Oktober in Nürnberg die historische Ausstellung Karl IV. eröffnet, die zuvor bereits in Prag zu sehen war. Im Dezember jährt sich die Eröffnung der Repräsentanz des bayerischen Freistaates in Prag bereits zum zweiten Mal. Deß bezeichnet die Institution als sichtbares Monument der Freundschaft und Zusammenkunft. Sie soll den politischen und diplomatischen Alltag erleichtern, aber auch Ort des gegenseitigen Austausches für Bürger, Unternehmen und Organisationen beider Länder sein.

 

Doch auch auf bayerischer Seite konnten sich viele Projekte mit dem Nachbarland etablieren. Bereits seit zwei Jahrzehnten setzen sich Bürger und Gemeinden der Partnerstädte Regensburg und Pilsen für Kooperation und Verständigung ein. Durch organisierte Bildungsfahrten in beide Regionen und zahlreiche Kunst- und Kulturprojekte, die auch von der EU gefördert werden, sollen Berührungsängste überwunden und Freundschaften aufgebaut werden.

 

Deß blickt positiv in die Zukunft und hofft auf weitere grenzüberschreitende Kooperationen: „Das Beispiel der Städtepartnerschaft zeigt, dass auch die Bürger Integration und Annäherung voran bringen können. Ich freue mich auf weitere Projekte in den nächsten Jahren.“

 

„Eines ist wohl nun klar, Tschechien und Bayern verbindet weit mehr als nur eine 357km lange Grenze“, so Deß abschließend.

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