Bistum Eichstätt unterstützt Flüchtlingshilfe in Krisenregionen

Flüchtlingskinder spielen im geschützten Innenhof des Kindergartens in Dekwaneh/Libanon
Flüchtlingskinder spielen im geschützten Innenhof des Kindergartens in Dekwaneh/Libanon

Eichstätt. – Um aktuell auf die Not von Flüchtlingen weltweit zu reagieren, hat das Bistum Eichstätt die Unterstützung von Hilfsprojekten mit einer Summe von 16.500 Euro bewilligt. Das Geld stammt aus dem Haushalt für weltkirchliche Aufgaben. 6.500 Euro davon gehen an einen Kindergarten für Flüchtlingskinder in Dekwaneh im Libanon. In dem Vorort von Beirut hat das syrisch-katholische Patriarchat einen Kindergarten eröffnet, der Platz für 140 Kinder bietet, die mit ihren Familien vor Terrormilizen aus dem Irak geflohen sind.

Für Binnenflüchtlinge im Irak hat das Bistum Eichstätt 5.000 Euro bewilligt. Es handelt sich dabei um Christen, die aus der Region von Mossul stammen. Aus Angst vor der islamischen Terrororganisation IS haben sie ihre Wohnungen fluchtartig verlassen und leben seitdem in Kirchen, öffentlichen Einrichtungen oder auf der Straße. Sie werden mit Trinkwasser, Nahrung und Kleidung versorgt. Weitere 5.000 Euro fließen in ein Projekt für Flüchtlinge im Lager Kakuma in der Diözese Lodwar. Kakuma liegt in einem Trockengebiet im Nordwesten Kenias, nahe der Grenze zum Südsudan und Uganda. Dort sind die ersten Flüchtlingslager entstanden, als sudanesische Minderjährige Schutz vor der Rekrutierung als Kindersoldaten gesucht haben. Ziel des unterstützten Programms ist die Heilung von Traumata, die während der Flucht entstanden sind.

Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Missionswerk missio München umgesetzt.

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