Karrierewege bei Europoles und Pfleiderer haben gerade erst begonnen

Durchschnittlich dreieinhalb Jahre lang haben 29 junge Frauen und Männer die Berufsschulbank gedrückt, wertvolle Erfahrungen im Betrieb gesammelt, Verantwortung übernommen und im wahrsten Sinn des Wortes viel für das (Berufs-)Leben gelernt. Am Donnerstagabend feierten die 16 Pfleiderer- und 13 Europoles-Absolventen nun im Europoles-Gästehaus das erfolgreiche Ende ihrer Ausbildung. Fast schon traditionell ist auch der Ausbildungsjahrgang 2016 wieder ein Besonderer.

Zwei Absolventinnen hatten in diesem Jahr gleich doppelten Grund zur Freude. Denn Vanessa Sturm von Europoles und Judith Birnthaler von Pfleiderer besuchten neben ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie im September 2013 begonnen hatten, drei Jahre lang die Berufsschule plus. Die vielen zusätzlichen Unterrichtsstunden neben der regulären Berufsschule nach Feierabend zahlten sich am Ende aus. Mit ihrem hervorragenden Fachabitur stehen den beiden jungen Frauen alle Türen offen, so etwa der Weg zur Hochschule. Judith Birnthaler hat im vergangenen September bereits ihr duales Studium aufgenommen. Als Bachelor of Arts – BWL bieten sich ihr beim Holzwerkstoffproduzenten Pfleiderer damit viele neue berufliche Möglichkeiten.

 

Schule und Studium mit Bravour gemeistert

Doch nicht nur die jungen Frauen glänzten mit herausragenden Leistungen. Ein junger Mann wurde erst vor kurzem für seinen Abschlussschnitt von der IHK ausgezeichnet. Mit der Traumnote 1,14 beendete Philipp Schöll die Berufsschule in Pfarrkichen. Aufgrund seiner hervorragenden schulischen Leistungen hatte er bereits seine 2013 begonnene Ausbildung zum Technischen Systemplaner um ein halbes Jahr verkürzen können. In der vergangenen Woche wurde er jetzt von der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim als bester Technischer Systemplaner des Kammerbezirks unter 35 Absolventen aus ganz Bayern geehrt. Für seinen Abschlussschnitt erhielt er zusätzlich den bayerischen Staatspreis. Über außergewöhnlich gute Ergebnisse im Studium durften sich auch die Bachelorstudenten von Pfleiderer freuen. Ihr Gesamtdurchschnitt lag bei bemerkenswerten 1,7.

 

Dank gilt auch Ausbildern, Lehrern und Familien

„Um unter die Besten zu kommen, braucht es viel Ausdauer, Elan und Biss. Das verdient große Anerkennung“, richtete Brigitte Frauenknecht ihre Worte an die erfolgreichen Nachwuchskräfte. Die Personalleiterin überreichte zusammen mit dem Geschäftsführer von Pfleiderer Neumarkt Tobias Nottelmann und Ausbildungsleiter Andreas Götz sowie dem kaufmännischen Leiter von Europoles Heinz Rättich und Europoles-Personalleiterin Kerstin Wurm die Abschlusszeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen. „Unser Dank gilt gleichzeitig den Ausbildern in den beiden Betrieben, den Berufsschullehrern und nicht zuletzt Ihren Familien, die hinter Ihnen stehen“, ergänzte Frauenknecht, „denn erst ihre Unterstützung macht eine erfolgreiche Ausbildung möglich.“ Deren Wichtigkeit rückte Pfleiderer-Ausbildungsleiter Andreas Götz noch einmal besonders in den Mittelpunkt: „Aufgrund des derzeitigen Fachkräftemangels zahlt sich auch für uns als Unternehmen die Investition in Aus- und Weiterbildung junger Menschen langfristig und nachhaltig aus. Die Zahl von momentan 253 technischen sowie kaufmännischen Azubis und dualen Studenten im Ausbildungsverbund – 192 davon bei Pfleiderer und 61 bei Europoles – unterstreicht das nachdrücklich.“

 

Auslandsaufenthalte fördern persönliche und berufliche Entwicklung

Für die jungen Menschen steht im Rahmen einer erfolgreichen Ausbildung nicht nur die Schule im Fokus. Nicht hoch genug einzuschätzen sind auch die persönlichen Erfahrungen, die die frischgebackenen Absolventen während ihrer Ausbildung sammelten. So absolvierten etwa mit Marina Hirschmann, Fabian Reitner und Andreas Englmeier alle drei Bachelorstudenten der Firma Europoles Auslandsaufenthalte und erweiterten so ihren Horizont – mit nicht ganz alltäglichen Zielen: Während Marina Hirschmann bei einem viermonatigen Auslandssemester in Singapur bleibende Eindrücke sammelte, waren Fabian Reitner und Andreas Englmeier in Dubai sowie im Oman für das Unternehmen unterwegs. “Für uns als Unternehmen, das in der Region verwurzelt, aber auch international gewachsen ist, spielen solche Auslandsaufenthalte eine wichtige Rolle“ sagte Personalleiterin Kerstin Wurm von Europoles. „Denn gerade hier können unsere Nachwuchskräfte wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihnen im Anschluss an ihre Ausbildung in den einzelnen meist international ausgerichteten Fachbereichen zu Gute kommen.“ Von zwei Besonderheiten im Ausbildungsjahrgang 2016 konnte Wurm zudem berichten. „Wir dürfen nicht ohne Stolz sagen, dass wir auch in diesem Jahrgang wieder unsere Teilzeitausbildungsstelle besetzen konnten. Dieses Modell hat sich über die Jahre gerade für junge Mütter besonders bewährt.“ Darüber hinaus konnte Europoles einem Auszubildenden, der aufgrund eines Bandscheibenvorfalls seine technische Ausbildung nicht mehr fortsetzen konnte im Rahmen des betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements eine Umschulung zum Technischen Systemplaner ermöglichen. Damit wurde der Grundstein für eine weitere erfolgreiche Ausbildung gelegt.

Bis auf einen Absolventen, der komplett auf die Berufsoberschule wechseln wird, um dort sein Fachabitur nachzuholen, werden alle Nachwuchskräfte den beiden Unternehmen treu bleiben.

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