Der Bildhauer Stefan Rohrer führt am letzten Sonntag durch seine Ausstellung im Museum Lothar Fischer

Seit Juni zeigt das Museum Lothar Fischer die viel beachtete Ausstellung des Lothar-FischerPreisträgers Stefan Rohrer, die an diesem Sonntag, dem 30. Oktober, endet. Daher gibt es um 15 Uhr ein letztes Mal die Möglichkeit, gemeinsam mit dem 1968 in Göppingen und heute in Stuttgart lebenden Künstler Stefan Rohrer die Exponate zu betrachten und in seine Lebenswelt der Kunst einzutauchen.

 

 

Nach der Ausbildung zum Steinmetz studierte Rohrer Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, bevor er den dortigen Debütantenpreis erhielt. Angeregt durch Carrera-Bahnen, Spielzeugautos und die Modellbauten seines Vaters, eines Architekten, setzt er sich in seinen plastischen Arbeiten mit dem Thema Modell, Auto und Technik auseinander. So erklärt Rohrer auch in einem Interview, dass er als Kind Autodesigner werden wollte, doch "als Erwachsener war das für mich politisch nicht mehr tragbar. Für mich steckte in dem Thema Auto viel Ambivalenz drin, die Faszination am Auto war mir später auch irgendwie peinlich und ich stellte das Auto als Prestigeobjekt in Frage." Sehr offen und ehrlich, klar und direkt wird der Künstler selbst über sein Schaffen, seine Verbindung von Kunst und Leben, aber auch über seine Ausstellung in Neumarkt sprechen. Auch die von vielen Besuchern sehr positiv aufgenommene Arbeit "Bluebird" am Neuen Markt wird Neumarkt wieder verlassen. Es war wohl unbestritten in den letzten Monaten das begehrteste Selfie-Motiv in der Stadt. Vom 31.10. bis 5. November und vom 7. bis 10. November ist das Museum wegen Umbau geschlossen, bevor es am 13.11. mit der spektakulären Ausstellung "Wir sind, was wir sammeln - Von Willi Baumeister bis Andy Warhol" seine Tore für die Besucher wieder öffnen wird.

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