Winterdienst steht bereit

Oberbürgermeister Thomas Thumann konnte zusammen mit Bauhofreferent Stadtrat Ferdinand Ernst und Stadtbaumeister Matthias Seemann verkünden, dass für den Winterdienst alles bereit stehe. Dies bestätigten auch der Bauhofleiter Richard Willjung und dessen Vertreter Josef Gottschalk. „Wir haben wie immer 2.000 Tonnen Salz eingelagert, die Fahrzeuge stehen bereit und auch unsere Mitarbeiter sind gerüstet“, so das Neumarkter Stadtoberhaupt gegenüber der Presse.

18 Fahrzeuge und 100 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb sind im Winterdienst bei der Stadt im Einsatz. Auch ein neues Fahrzeug wurde in den Fuhrpark aufgenommen. Es handelt sich wie immer um ein vielseitiges Allzweckfahrzeug, das im Sommer z.B. für Gießzwecke in der Stadt unterwegs ist und im Winter dann im Räum- und Streueinsatz. Beim Winterdienst kommen aber nicht nur Räumfahrzeuge zum Einsatz. Daneben gibt es auch zahlreiche Handtrupps und Handbereitschaften, die neuralgische Punkte etwa an Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen und vor Kindergärten und Schulen räumen. Oberbürgermeister Thumann erinnerte daran, dass die Einsatztage für die Mitarbeiter oft schon um 3 Uhr nachts beginnen und bis in die späte Nacht dauern können. Zudem sind die Mitarbeiter auch samstags, sonntags oder an den Feiertagen gefordert. Und auch an Weihnachten, Silvester oder Neujahr kann es sein, dass sie gefordert sind. Er habe höchsten Respekt vor den Mitarbeitern, die sich jedes Jahr im Winterdienst beweisen müssen und er zeigte sich stolz und zufrieden über das jedes Jahr gezeigte Engagement der Mitarbeiter. Er habe die gute Tradition gerne fortgeführt, am Ende des Winterdienstes die Mitarbeiter mit einer Brotzeit zu belohnen. In dem Zusammenhang blickte Oberbürgermeister Thumann auch zurück auf frühere Winterdienste und erläuterte die Dimensionen, die dabei zu verzeichnen sind. So schilderte er, dass die Ausgaben für den Winterdienst im Durchschnitt bei 756.000 Euro liegen. Bei den Ausgaben für den Winterdienst im Vorjahr sei man mit 712.000 Euro knapp unter diesem Durchschnittswert gelegen. Erstaunlich sei in Anbetracht der Zahlenaufstellungen zum Winterdienst die Tatsache, dass die Mitarbeiter im Durchschnitt in einem Winter 12.433 Stunden erbringen. Dabei hob er aber auch hervor, dass dies zum Beispiel bei einem Jahrhundertwinter wie 2010/2011 mit immerhin 21.704 Arbeitsstunden auch deutlich mehr sein können. Der Winterdienst damals habe sich zudem auch als der teuerste in den Aufzeichnungen erwiesen mit 1,3 Mio. Euro an Kosten. Durchschnittlich verbraucht die Stadt bei einem Winterdienst übrigens 1.340 Tonnen an Salz, wobei der Sandgebrauch völlig zurückgefahren und auch der Splittverbrauch erheblich reduziert worden sind. Heutzutage werde mit modernsten Geräten dosiert und sehr gezielt gesalzen, so das Stadtoberhaupt weiter. Dies habe man vor einigen Jahren bereits so eingeführt. Insgesamt betreut die Stadt ein Straßennetz von 350 Kilometern. Sein Dank galt den Mitarbeitern, denen er auch einen möglichst unfallfreien Winterdienst wünschte. Auch Stadtrat Ernst dankte den Mitarbeitern jetzt schon für ihren Einsatz und zeigte sich zuversichtlich, dass die Mitarbeiter und auch das Material den Winterdienst wie gewohnt gut absolvieren werden. Stadtbaumeister Seemann hob hervor, dass er die Bürger um Verständnis bitte. Die Stadt können nicht alle Straßen räumen und streuen. Der Winterdienst laufe anhand einer klar definierten Liste ab, die bei den Hauptverkehrsstraßen und den Sammelstraßen beginne und die neuralgischen und verkehrswichtigen Punkte mit einschließe. Sowohl Oberbürgermeister Thumann als auch die anderen Verantwortlichen baten die Autobesitzer, ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass sie den Weg für die Räumfahrzeuge nicht behindern. Denn wenn die Fahrzeuge nicht mehr durchkommen, kann auch diese Straße nicht geräumt werden. Außerdem appellierten alle an die Grundstücksbesitzer, ihrer Räum- und Streupflicht ebenfalls nachzukommen. Bauhofleiter Willjung erinnerte daran, dass die Stadt in diesem Herbst bereits ihren ersten Einsatz gehabt habe: Vor kurzem waren die Temperaturen so niedrig, dass bereits die Holzstege leicht vereist waren und mit Splitt gestreut werden mussten.

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