Erschließung im Baugebiet Oberer Lährer Berg hat begonnen

Die Erschließung für das neue Wohnbaugebiet am Oberen Lährer Berg hat begonnen. Oberbürgermeister Thomas Thumann hat bei einem Termin vor Ort die Maßnahme vorgestellt und dabei darauf hingewiesen, dass die Stadt erst vor kurzem den unteren Bereich des Lährer Berges im Rahmen einer Einbeziehungssatzung baureif gemacht und von Herbst 2015 bis Juni 2016 erschlossen hat. Von den dort bereits baureifen 13 Parzellen wird bereits eine bebaut. Im Bereich des oberen Lährer Bergs ist nunmehr die Bauleitplanung abgeschlossen und somit dieses Areal ebenfalls als Wohnbaugebiet ausgewiesen.

Dort sind 19 Parzellen vorgesehen, für die nun die Kanal- und Leitungsarbeiten sowie der Straßenbau durchgeführt werden. Am 15. November um 17.30 Uhr will er den Lährer Bürgern bei einer Bürgerversammlung in den Räumen der Firma Klebl das Vorhaben näher erläutern. Dabei sollen auch Fragen aus der Bevölkerung dazu beantwortet werden. Das Stadtoberhaupt wies darauf hin, dass in seiner Amtszeit eine Vielzahl an Bebauungsplänen für das Wohnen aufgestellt worden seien. Insgesamt wurden 19 Hektar auf diese Weise baureif gemacht, zum Beispiel 10 neue Parzellen im Gebiet Pölling Bühl II genauso wie das Wohngebiet Mozartstraße, die Obere Klosterwiese oder das Areal Altenhof/Riedelweiher. Auch selber investiert die Stadt immer wieder in den Bau von Wohnungen. Vor kurzem hat die Stadt das Mehrfamilienhaus Rainbügl 34 mit sieben Wohneinheiten fertiggestellt. Demnächst abgeschlossen sein werden die Arbeiten für das Mehrfamilienhaus Spitalgasse 13 mit drei Wohneinheiten, und ebenfalls noch in diesem Jahr fertig wird das Mehrfamilienhaus in Pölling mit 14 Wohneinheiten. Im Deininger Weg läuft zudem derzeit auf einen Grundstück der Stadt die Planung für ein Mehrfamiliengebäude mit 27 Wohneinheiten. „Wir erleben derzeit die wohl größte Bauoffensive in der Stadt seit der Nachkriegszeit“, meint Oberbürgermeister Thumann. „Sowohl private Bauträger als auch wir als Stadt investieren erheblich in den Wohnbau. Von daher bin ich sicher, dass wir in den nächsten Jahren im Bereich des Mietmarktes eine Entspannung der Situation erleben werden, während die Nachfrage nach bebaubaren Grundstücken mit Ein- und Zweifamilienhäusern weiterhin anhalten wird. Die Schwierigkeit für uns als Stadt ist es, an geeignete Grundstücke zu kommen, um wieder einen größeren Bereich als Wohnbaugebiet ausweisen und die Grundstücke an Bauwillige weitergeben zu können. Gerade Grundstücksverhandlungen sind im Moment äußerst schwierig zu führen und nur selten von Erfolg gekrönt. Umso erfreuter und dankbarer sind wir, wenn es wie in Lähr dann doch wieder geklappt hat und wir einen zusammenhängenden Bereich erhalten, den wir zum Wohnbaugebiet weiterentwickeln und letztlich dann auch erschließen können.“

Bei der jetzt gestarteten Erschließung des Baugebietes am Oberen Lährer Berg werden zunächst die Kanalbauarbeiten durchgeführt, wie der Leiter des Kanalbauamtes Ernst Schmidt erläuterte. Die Entwässerung erfolgt dabei im Trennsystem wie im gesamten Stadtteil Lähr. Dazu werden rund 275 Meter Schmutzwasserkanäle DN 300 bzw. DN 250 und ca. 330 Meter Regenwasserkanäle DN 300 mit insgesamt 18 Schächten verlegt. Zudem werden noch 220 Meter Steinzeug Rohrleitungen DN 150 für die 19 Hausanschlussleitungen erforderlich. Zum Schutz des Baugrundstücks vor Hangwasser wird im Norden des Baugebietes außerdem eine 200 Meter lange Drainagen-Linie mit DN 150 verlegt. Diese Drainage wird an den Regenwasserkanal angeschlossen und in den Lährer Bach abgeleitet. Sobald die Kanalbauarbeiten abgeschlossen sind, wird der Straßenbau in Angriff genommen, den der Leiter des Straßenbauamtes der Stadt Werner Dietrich erläuterte. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Verlängerung der Gerstenstraße von der Ostseite her, die dann an den Maisweg auf der Westseite angeschlossen wird. Dazu werden eine Fahrbahn mit fünf Metern Breite, ein Gehweg und ein Längsparkstreifen mit Grünflächen errichtet. Der Maisweg, der bereits in den 70er Jahren erstellt worden war, wird wegen der Schäden aufgrund der langen Nutzungsdauer erneuert. Auch die Roggenstraße wird zur Erschließung eines Baugrundstückes um ca. 28 Meter verlängert. Insgesamt werden die gesamten Kanal-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten rund 695.000 Euro kosten. Die Ausführung war vom Stadtrat an die Firma Strabag AG aus Regensburg vergeben worden. Deren Abteilungsleiter Alfred Klein konnte zusammen mit der Bauleiterin Christina Faltermeier und dem Polier Ludwig Fischer zusagen, dass die Arbeiter tüchtig anpacken werden, um den geplanten Fertigstellungstermin zum 31. Mai 2017 auch einhalten zu können.

Oberbürgermeister Thumann dankte Leitenden Verwaltungsdirektor Josef Graf und seinen Mitarbeitern aus dem Liegenschaftsamt für die Bemühungen beim Grundstückserwerb sowie Stadtbaumeister Matthias Seemann und seinen Mitarbeitern aus der Stadtplanung, dem Straßen- und dem Kanalbauamt sowie den Stadtwerken, die für die Baureife sorgen. Im Hinblick auf den Verkauf der Grundstücke in Lähr macht sich das Stadtoberhaupt keine Sorgen: „Die Nachfrage ist groß und die Zahl der Bewerber übersteigt die Zahl der vorhandenen Parzellen bei weitem. Wir werden daher weiter dran bleiben und mit Nachdruck versuchen, Grundstücke im Stadtgebiet zu erwerben, die wir für den Wohnungsbau entwickeln können.“

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