Stadt nimmt weiteren Breitbandausbau in Angriff

Foto: Dr. Franz Janka
Foto: Dr. Franz Janka

Mit der Unterschrift von Oberbürgermeister Thomas Thumann unter dem Kooperationsvertrag mit der Firma Brandl Services GmbH sorgt die Stadt Neumarkt für eine brauchbare Breitbandversorgung im Stadtgebiet auch in den Gebieten, die wegen fehlender Rentabilität von den Telekommunikationsbetrieben nicht ausgebaut werden. „Wir nehmen mit einigen Stadtteilen am 2. Förderprogramm des Freistaates Bayern für die Herstellung eines flächendeckenden Breitbandgeschwindigkeitsnetzes teil“, stellt Oberbürgermeister Thumann fest.

Wie Wolfgang Wittl vom Amt für Wirtschaftsförderung, der als zuständiger Breitbandpate fungiert, erläuterte, habe die Stadt zunächst eine Markterkundung durchgeführt und nach einer Bestandsaufnahme festgestellt, dass die Ortsteile Höhenberg, Rödelberg, Helena, Ischhofen, Fuchsberg, Ottosau, Pelchenhofen, Karhof, Lampertshofen, Lippertshofen, Frickenhofen, Stauf und Pölling in der Hinsicht unterversorgt sind, dass dort weniger als 6 MBit/s im Download möglich sind.

Nach Fertigstellung des geplanten Ausbaus wird es in diesen Ortsteilen mindestens 30 Mbit/s im Download geben, in manchen sogar noch mehr, wie Christian Brandl darlegte.

Nach der Markterkundung und der Bestandsaufnahme hatte die Stadt ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt und dabei war die Firma Brandl Services GmbH aus Postbauer-Heng als Anbieter mit dem wirtschaftlichsten Ausbauangebot ermittelt worden. Im Juni hatte der Stadtrat in seiner Sitzung einem entsprechenden Vergabevorschlag zugestimmt. Seither wurde von Seiten der Stadt der Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht. Nun ist der Bescheid der Regierung da.

Darin wird der Stadt Neumarkt grundsätzlich die Förderwürdigkeit bestätigt und eine Förderung in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten, das entspricht knapp 300.000 Euro in Aussicht gestellt.

Die Stadt selber übernimmt dabei dann einen Kostenanteil für den Ausbau von knapp 200.000 Euro. Insgesamt wird von Stadtseite von einem Kostenbetrag von rund 500.000 Euro ausgegangen.

Nunmehr ist die Firma Brandl Services gefordert. Sie hat Zeit, innerhalb der nächsten sechs Monate ab Vertragsabschluss den Ausbau in den genannten Stadtteilen zu realisieren.

Im Bereich Rittershof hatte sich schon während der Markterkundung der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Firma Brandl von mindestens 30MBit/s ergeben, so dass für diesen Ortsteil keine Beteiligung der Stadt und des Staates mehr notwendig ist. Insgesamt investiert die Firma Brandl Services 500.000 Euro von ihrer Seite in den Ausbau. Wer mehr über das Angebot wissen will, kann sich über die Internetseite www.brandl-services.com oder unter der Hotline 09180/4099990 informieren.

Dorthin sollen sich auch die Bewohner der genannten Stadtteile wenden, wenn sie das schnellere Internet künftig nutzen wollen.

 

Brandl Services baut darüber hinaus seit mehreren Jahren in Kooperation mit den Stadtwerken Neumarkt das innerstädtische Gebiet eigenwirtschaftlich mit schnellen Glasfaser Hausanschlüssen (FTTH) aus.

Über 600 Haushalte haben sich für den bedarfsgerechten Ausbau mit 150.000 kBit/s bereits vorgemerkt. Bürger welche Bedarf an einem künftigen Glasfaser-Anschluss haben können sich die Bestellunterlagen über die Homepage von Brandl Services anfordern und bestellen.

„Denn der Ausbau erfolgt bedarfsorientiert in den Gebieten, wo mehrere Bestellungen vorliegen“, so Christian Brandl.

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