Feuer, Hexen und Märchenfee beim Mittelalterfest im LGS-Park - Pfalzgraf Johann gab sich die Ehre

Foto: Stadt Neumarkt
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Die Mittelalterferienspiele des Jugendbüros der Stadt Neumarkt hatten am vergangenen Freitag ihr erstes Abschlussfest für den ersten Betreuungsblock. Mit dabei war auch Theresa Weigl, die Erzieher-Praktikantin aus dem G6. Sie ist bei diesen Ferienspielen im LGS-Park die Märchenfee und wirkte auch beim ersten Abschlussfest in ihrem liebevoll geschmückten Märchenzelt wieder wie ein Magnet auf die Kinder. Draußen, auf dem mittelalterlichen Dorfplatz, herrschte trotz Regen emsiges Treiben.

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Im Märchenzelt hingegen, das etwas abseits vom Getümmel unter den Bäumen zu finden ist, konnten die Kinder magische Momente erfahren. Und so verwundert es nicht, dass das Märchenzelt während der letzten zwei Wochen stets „ausgebucht“ war. Das zeigt eindrucksvoll, dass Kinder auch immer wieder Ruhepole brauchen und suchen, wenn wir sie ihnen anbieten, so Sigi Müller, der Leiter des Jugendbüros. Dennoch kam die „Action“ an diesem Abschlussfest nicht zu kurz. Gleich zu Beginn des Festes hatten die Gruppe der Schauspieler und Gaukler das Publikum mit ihren Darbietungen auf den Mittelaltermarkt eingestimmt. Anschließend präsentierten die Kinder ihre Produkte in Marktständen, die vom Helferteam in den letzten Tagen erbaut worden waren. Am Platz gab es sogar eine eigene Währung mit selbst gefertigten Silber-Talern. Zur Freude aller, waren am Ende alle Stände restlos ausverkauft. Auch Pfalzgraf Johann vom Pfalzgräflichen Gefolge in Neumarkt hatte sich unters Volk gemischt und zeigte sich ebenso wie die Jugendreferentin und Stadträtin Birgit Gärtner von den Darbietungen und Präsentationen der Kinder beeindruckt. Alle acht Gruppen hatten sich im großen Zirkuszelt der Reihe nach vorgestellt und gaben einen Einblick in das, was sie in den letzten beiden Wochen erlebt hatten. Doch bevor das Markttreiben eröffnet wurde, zeigten Theaterleute und Gaukler ihr Können. Ganz wie auf den Märkten im Mittelalter durften die Darbietungen mit brennenden Fackeln, den 1000 Nägeln auf dem Nagelbrett und den knirschenden Scherben, die mit nackten Füßen betreten wurden, nicht fehlen. So manch einem Besucher lief bei den knirschenden Scherben ein kalter Schauer über den Rücken. Doch letztlich verletzte sich niemand, schließlich hatten die Gaukler und Schauspieler für diesen Auftritt intensiv geprobt. Bei mittelalterlichen Klängen konnten alle Gäste anschließend Kerzen ziehen, selbst Schmuck herstellen, in einer Schreibwerkstatt mit Tinte und Feder schreiben oder eine Reihe mittelalterliche Spiele ausprobieren. Bei den Kräuterhexen konnte jeder erproben, wie gut man die Kräuter riechend erkennen kann. Wer schließlich am Stand von Rudi Weigl angelangt war und die Kunst des Bogenbaus ausprobiert hatte, konnte gleich daneben die beiden Fachwerkwände bestaunen, die die Kinder unter Anleitung von Stefan Süss verlehmt hatten. Am Ende konnte Jugendreferentin Birgit Gärtner jedem Kind im Namen von Oberbürgermeister Thomas Thumann einen Eisgutschein überreichen und dankte noch einmal vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Engagement, so eine große Maßnahme gar nicht umgesetzt werden könnte.

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