Spitzenplatz bei Weiterbildung

Foto: Sandra Frodl
Foto: Sandra Frodl

„Unser Landkreis nimmt im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition bei der Beteiligung der Bevölkerung an Weiterbildungsangeboten ein. Das bestätigt unsere intensiven Bemühungen und hohen Investitionen zur Stärkung der Bildungseinrichtungen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Landrat Willibald Gailler zusammen mit Wirtschaftsreferent Michael Gottschalk und der Geschäfts-stellenleiterin der Industrie und Handelskammer, Silke Auer, Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm sowie dem Bereichsleiter Berufsbildung, Wolfgang Reif, von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz über die hervorragenden Zahlen des Deutschen Weiter-bildungsatlases.

Die Bertelsmann Stiftung und das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung hatten 2012 und 2013 eine großflächige Befragung für alle Landkreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik durchgeführt und dabei die Teilnahme der Bevölkerung an Weiterbildungen untersucht. Diese liegt im Landkreis Neumarkt mit 21,40 Prozent nahezu doppelt so hoch wie im Bundes- und bayerischen Durchschnitt.

 

Besondere, für den Landkreis maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote bzw. Förderprogramme gibt es laut Aussage der Experten nicht. Die Kurse im Landkreis sind laut Experten mit rund 75 Prozent gut ausgelastet. Auch gibt es keine besonderen Marktstrategien. Potenzielle Teilnehmer erfahren von neuen Weiterbildungsangeboten vor allem durch die örtliche Presse.

 

Wichtiger als die Nachfrage von Einzelpersonen nach Weiterbildungsangeboten scheint im Landkreis die gute Wirtschaftssituation zu sein. Sie sorgt für einen entsprechenden Fachkräftebedarf und gute Weiterbildungschancen.

„Der Konjunkturmotor in den Handwerksbetrieben in Neumarkt und ganz Ostbayern brummt und erreichte jetzt den höchsten Wert seit der Wiedervereingung“, sagte Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm. Die Unternehmen haben ein großes Interesse daran, ihre Mitarbeiter zu qualifizieren. Diese zielgerichtete Personalentwicklung unterstützt die hohe Weiterbildungsmotivation der Erwerbstätigen und führt zu einer erhöhten Weiterbildungsteilnahme.

 

Eine exzellente wirtschaftliche Entwicklung, Vollbeschäftigung und ein hoher Fachkräftebedarf scheinen Triebkräfte zu sein, die im Landkreis Neumarkt für eine – im Vergleich zum Angebot – hohe Weiterbildungsbeteiligung sorgen. Damit zeigt sich: Weiterbildungsanbieter müssen nicht immer eine große Palette an Angeboten vorhalten. Wichtiger scheint im Landkreis Neumarkt die enge Abstimmung zwischen einem überschaubaren Anbieterkreis und der nachfragenden Wirtschaft zu sein. Dass daraus auch passende Weiterbildungsmaßnahmen entstehen, geht auf eine gute Kommunikation und Kooperation der Anbieter zurück. „Tatsächlich kommen unserer Betriebe oft mit konkreten Wünschen auf uns zu. Diese versuchen wir dann, auch in Kooperation mit anderen Partnern, in unseren Häusern umzusetzen“, so Wolfgang Reif, Bereichsleiter der Handwerkskammer. Die Handwerkskammer stelle mit ihren elf Bildungszentren, eins davon in Neumarkt, eine ideale Bildungsinfrastruktur zur Verfügung.

Vor allem in Zeiten des Fachkräftebedarfs fühlen sich dann auch die Wirtschaftsunternehmen motiviert, ihre Mitarbeiter vermehrt zu qualifizieren.

 

Dafür dankte gestern der Landrat besonders den Verbänden der Wirtschaft und auch allen anderen Anbietern besonders im Bereich der Erwachsenenbildung. „Bildung ist der Schlüssel für eine gute Entwicklung und eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung. Mit unseren engen und guten Kooperationen auch als Bildungsregion verfügen wir somit über beste Perspektiven“.

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